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Ordnung im Kinderzimmer schaffen und erhalten – die goldenen Tipps

Ordnung

Ordnung ist das halbe Leben – Kinder und Heranwachsende, egal in welchem Alter sie sind, leben bekanntlich gern in der anderen Hälfte. Immerhin fangen Teenager irgendwann an, exzessive Körperpflege zu betreiben. Das heißt aber nicht, dass sie den gleichen Einsatz auch für ihr Zimmer bringen. Im ungünstigsten Fall sitzt ein 15-Jähriger top-gestylt auf seinem ungemachten Bett, umgeben von schmutzigen Tellern, einem Pfandflaschenlager und getragenen Klamotten, die den Weg in den Wäschekorb leider nicht von allein finden.

Hier hilft leider meistens nur sanfter Druck in Kombination mit Lob und viel Geduld. Kontinuierliche Kontrolle führt über kurz oder lang auch zum Ziel und so kann man irgendwann auch Besucher in Kinder– oder Jugendzimmer bitten, ohne zu fürchten, dass sie nie wieder kommen. Doch zunächst müssen die richtigen Voraussetzungen geschaffen werden.

Weg mit den unbrauchbaren Altlasten!

Erste Maßnahme: Weg mit kaputtem oder ungenutzten Spielzeug, defektem Elektronik-Zubehör, ungetragener Kleidung, veralteten Mal- oder Schulutensilien und ähnlichen Altlasten. Sind Sachen in einem guten gebrauchten Zustand, können Sie sie verkaufen (online oder auf dem Flohmarkt) und zumindest einen Teil des Erlöses ihrem Nachwuchs zukommen lassen. Vielleicht achtet der dann zukünftig darauf, achtsam mit seinen Sachen umzugehen.

Her mit den kleinen und großen Ordnungshelfern!

Ob Sechs oder Sechzehn: Vermeintlich unauffindbare Gegenstände lange suchen zu müssen oder sogar nicht zu finden, liefert oft schlagartig die Erkenntnis, dass eine gewisse Grundordnung den Alltag erleichtert. Voraussetzung hierfür ist aber eine gewisse Grundordnung und ggf. Möbel, die diese erleichtern. Offene und geschlossene Regale sowie Kisten schaffen Struktur. Das Grundprinzip: „Gleiches zu Gleichem“ verstehen beim Sortieren schon die Jüngsten.

boon stufenregal

Foto: REGALRAUM GMBH

Modulare Regalsysteme – beispielsweise Modelle der Marke BOON – haben den Vorteil, dass sie wahlweise einsehbare Fächer haben oder solche, bei denen der Inhalt staubfrei und geschützt vor den Blicken anderer Menschen bleibt. Es lassen sich unterschiedlich große Ablageflächen einrichten. Zudem wächst ein modulares Regalsystem im Unterschied zur starren Schrankwand mit: Für jüngere Kinder bietet es sich an, größere Kisten einzusetzen – eventuell mit bunter Beschriftung. Später können kleinere Schubfächer die Spielkisten ersetzen. Wird mehr Stauraum benötigt, so können weitere Ordnungselemente unkompliziert und bedarfsgerecht angebaut werden.

Für Zeitschriften, Schulhefte und Bücher empfehlen sich nach Jahrgang beschriftete Klarsichtschuber, Ordner und Mappen in ausreichender Anzahl.

  • vor dem Kauf von Ordnungssystemen den genauen Bedarf ermitteln
  • WERBUNG
  • „Ordnungshüter“ in Hinblick auf den konkreten Verwendungszweck vergleichen

Mit Ritualen klare Regeln schaffen!

Ganz ohne Hilfe der Eltern geht das Aufräumen eigentlich in keinem Alter. Im Laufe der Zeit ändert sich allerdings die Art der Unterstützung. Vorschul- und Grundschulkinder benötigen oft tägliche Hilfestellung. Am besten eignet sich die Zeit vor dem Abendessen für eine gemeinsame Ordnungsrunde durch das Kinderzimmer. Ein Satz wie „Du musst noch ein bisschen dein Zimmer aufräumen!“ ist leider oft zu schwammig und wird gern ignoriert.

Je klarer die Anweisungen, desto besser. Manche Kinder im Grundschulalter orientieren sich gern an Checklisten mit Inhalten wie:

  • vor der Schule Bett machen
  • Geschirr und schmutzige Wäsche aus dem Zimmer schaffen

Tägliche Kontrolle bleibt notwendig, damit Kinder die Abläufe verinnerlichen und Aufräumen zur Routine wird.

Ältere Schulkinder rebellieren, wenn Eltern ihnen im 24-Stunden-Takt im Nacken hängen. Regelmäßige Verabredungen in größeren Zeitabständen zum gemeinsamen Aufräumen sind da schon eher willkommen. Schließlich wünschen sich viele Teenies eigentlich ein Zimmer zum Vorzeigen und Wohlfühlen und findet lediglich nicht allein den Weg aus dem eigenen Chaos.

Ordnungserziehung ist ein zäher Prozess …

Deshalb helfen folgende Grundregeln:

  • das Thema Ordnung im Kinderzimmer im Alltagsstress kontinuierlich im Auge behalten
  • bei kleinen und großen Rückschlägen so ruhig und sachlich wie möglich bleiben

Foto: Skydive Erick / shutterstock.com

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