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Was tun bei Magen-Darm-Erkrankungen?

Magen-Darm-Erkrankungen

Bauchschmerzen, Übelkeit, Erbrechen und Durchfall – wer Kinder hat, bleibt von Magen-Darm-Erkrankungen nicht verschont. In den meisten Fällen ist dies kein Grund für Panik. Oftmals verschwinden diese Infektionen nach nur einem Tag und die kleinen Patienten erholen sich schnell.

Trotzdem ist es wichtig, ein paar grundsätzliche Punkte zu beachten.

Die Ursachen

Häufigste Verursacher von Magen-Darm-Infektionen sind Viren wie das Rotavirus oder das Norovirus. Sehr viel seltener können auch Bakterien oder Parasiten zu Durchfall und Erbrechen führen. In Deutschland gibt es pro Jahr rund 430.000 Rotavirus-Erkrankungen.

Bei rund 10 Prozent der erkrankten Kinder verläuft die Krankheit so schwer, dass sie im Krankenhaus behandelt werden muss. Etwa 90 Prozent aller Kinder in Deutschland leiden bis zum dritten Lebensjahr mindestens einmal unter einer Rotavirus-Infektion. Nach zwei überstandenen Infektionen ist das Immunsystem meist so trainiert, dass das Virus danach keine schweren Erkrankungen mehr verursacht.

Behandlung

Das Wichtigste bei einer Magen-Darm-Erkrankung ist, den Flüssigkeits- und evt. Mineralstoffmangel auszugleichen. Stecken sie ihr Kind ins Bett. Medikamente sind meistens nicht nötig.

Die Weltgesundheitsorganisation WHO empfiehlt folgendes Getränk:

Vier gestrichene Teelöffel Zucker, einen dreiviertel Teelöffel Salz, ein Teelöffel Bikarbonat und ein Becher Orangensaft auf einen Liter Wasser.

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In der Apotheke gibt es auch fertige Elektrolyt-Getränke zu kaufen. Ist der kleine Patient noch ein Flaschenkind, bekommt er unverdünnte Säuglingsmilch; Säuglinge, die gestillt werden, sollten auch während des Magen-Darm-Infekts weiter gestillt werden.

Dauert das Erbrechen länger an, so dass das Kind keine Flüssigkeit aufnehmen oder bei sich behalten kann, kommen Sie um den Arztbesuch nicht herum. Spätestens am dritten Tag einer solchen Erkrankung sollten Sie ihren Kinderarzt konsultieren oder in die Klinik fahren.

Ist das Kind wieder in der Lage, Wasser und leichte Nahrung bei sich zu behalten, darf es recht schnell einfach essen wonach ihm der Sinn steht. Im Allgemeinen wissen Kinder ziemlich gut, was sie brauchen. Oft empfiehlt sich ein trockenes Brot oder etwas Banane, aber entscheidend ist, was der Patient mag und auch bei sich behält.

Vorbeugen

Wichtig ist vor allem die Hygiene: Simples Hände-Waschen ist die beste Schutzmaßnahme. Gesunde Kinder halten Sie am Besten in der akuten Phase von ihren kranken Geschwistern fern, so dies möglich ist.

Seit 2006 gibt es auch eine Impfung gegen den Rotavirus. Die Schluckimpfung umfasst je nach Impfstoff zwei oder drei Einzeldosen. Sie kann ab der vollendeten sechsten Lebenswoche gegeben werden, die letzte Dosis muss das Kind vor dem Ende der 24. beziehungsweise 26. Lebenswoche erhalten. Hierzu kann ihr Arzt nähere Auskünfte geben.

Foto: Imcsike / shutterstock.com

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