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Snapchat, Instagram, musical.ly – so kommunizieren Teenager!

Social Media Teenager

Ihr lebt mit jungen Menschen zusammen, die 11 und aufwärts sind? Herzlichen Glückwunsch!

Die Welt der Teenager war für alle anderen immer schon rätselhaft, um es mal vorsichtig auszudrücken. Inzwischen haben viele Eltern oder gar Großeltern nicht mehr den blassesten Schimmer, wie die Kids – im Fachjargon ja auch oft Pubertiere genannt – kommunizieren und vor allem, was sich im Inneren ihrer Smartphones abspielt.

Wir haben deshalb mal Experten im Teenie-Alter gebeten, uns ein paar Einblicke zu geben …

Snapchat & Co. – Die geheime Welt der sozialen Netzwerke

Während Facebook vor allem bei älteren Menschen, so ab 30, beliebt ist, haben Teenager daran so gut wie gar kein Interesse. „Da ist meine Mutter … wie uncool!“. Der einzige wirklich generationsübergreifende Dienst ist WhatsApp, hier kann auch Oma mal mit ihrer Enkeltochter in Kontakt treten.

Und dann gibt es da noch die geheime Welt von sozialen Netzwerken, die sich älteren Semestern nur schwer erschließen. Um sie geht es heute.

Snapchat, Instagram und musical.ly sind schwer angesagt bei Pubertieren. Drei von ihnen erklären uns deshalb, worum es geht. Luzie (13), Luca (15) und Isa (14).

Luzie (13): So funktioniert Snapchat

Snapchat ist eine App und ein soziales Netzwerk. Von meinen Freunden und aus meiner Klasse nutzen es eigentlich alle.

Man kann dort Fotos und Filme hochladen, die nach 24 Stunden wieder gelöscht werden. Entweder teile ich die Snaps mit allen, die mir folgen, das nennt man dann die Story, oder sich schicke sie an meine Freunde, dann sind sie privat.

Damit jemand sehen kann, was ich in meine Story poste, reicht es allerdings nicht, dass er mir folgt, ich muss ihm auch zurückfolgen. Man kann das eigene Profil auch auf privat stellen, damit kein Fremder sehen kann, was man postet.

Promis und Hasenohren

Prominente z. B. haben aber immer öffentliche Profile, die jeder sehen kann, der ihnen folgt. Viele Stars posten total viel, das gucke ich mir nicht immer alles an. Die Kardashians z. B. oder Demi Lovato.

Oft schicken wir uns die Fotos oder Filme – also die Snaps – aber auch als private Nachrichten.

Jeden Tag gibt es neue Filter, man kann sich Hasenohren aufsetzen oder ganz hässlich machen, einen Blumenkranz aufsetzen und immer wieder andere Sachen.

Flammen der Freundschaft

Ganz neu bei Snapchat sind bitmojis, das sind Comic-Profilbilder und man kann seinen Standort angeben, sodass Freunde sehen, wo man gerade ist.

Außerdem gibt es eine Rangliste von Freunden, mit denen man aktuell am meisten snapt, die besten Freunde also.

Wenn ich mir mit einem Snapchat-Freund innerhalb von 24 Stunden gegenseitig einen Snap schicke, sammeln wir dadurch Flammen. Für jeden Tag kommen neue Flammen dazu, mit einer Freundin habe ich schon über 100 Flammen. Verpasst man einen Tag, verfallen die Flammen allerdings wieder.

Meine Snaps, die mir besonders gut gefallen, kann ich abspeichern und immer wieder angucken.

Luca (15): So funktioniert Instagram

Instagram ist eine Foto-App und auch ein soziales Netzwerk. Ich kann damit Fotos aufnehmen, mit verschiedenen Filtern verändern und hochladen.

Entweder habe ich ein öffentliches Profil, dem jeder folgen kann oder ich stelle es auf privat, dann muss ich erst erlauben, dass jemand mir folgt.

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Instagram-Channels sind oft nur auf ein Thema beschränkt. Manche zeigen nur Blumen, andere Katzen und viele Lifestyle-Kids zeigen Bilder aus ihrem Leben.

Seit einiger Zeit gibt es bei Instagram auch Stories, also Filme und Fotos, die nach 24 Stunden wieder verschwinden. Oder man kann live gehen. Also in einem Live-Video zeigen, was man grad macht.

Instagram - Elternhandbuch

Instagram versucht ein bisschen, wie Snapchat zu sein. Aber der normale Feed, mit den Bildern, die bleiben, kommt eben auch noch dazu.

Meine Freunde und ich zeigen, was wir so machen, worauf wir stehen. Fußball, Filme, Klamotten. Oft löschen wir aber auch die Bilder aus dem Feed wieder, wenn sie uns nerven.

Anmerkung: Das Elternhandbuch ist übrigens auch bei Instagram 🙂

Isa (14): So funktioniert musical.ly

musical.ly ist eine App, mit der man kurze Videos aufnehmen kann. Man sucht sich einen Song aus und performed dazu. Das heißt, während der Song läuft, tanzt man und bewegt die Lippen passend dazu. Dann kann man das Video in verschiedenen Geschwindigkeiten ablaufen lassen und es abspeichern.

Die Videos können andere Muser (also die Leute bei musical.ly) in der ganzen Welt sehen, liken und kommentieren. Wenn ich das nicht möchte, kann ich meine Videos aber auch auf privat stellen.

Besonders erfolgreiche Videos, mit besonders vielen Likes, featured musical.ly, sodass sie noch mehr Menschen sehen.

Es gibt auch richtige musical.ly Stars. Ganz groß sind zum Beispiel die Zwillinge Lisa & Lena. Sie kommen aus Deutschland, sind aber auch weltweit immer ganz oben bei den Musern mit den meisten likes.

Auch bei musical.ly kann man sich Nachrichten schicken, das nutzt aber fast niemand.

Mehr zu Teenies und Pubertieren – Buchtipp

Ausgewiesener Experte zum Thema und sozusagen Erfinder des „Pubertier“ ist übrigens Jan Weiler. Der Autor („Maria ihm schmeckt’s nicht“). Gerade erschien sein „Fachbuch“„Und ewig schläft das Pubertier“ mit sehr unterhaltsamen Geschichten von Alltag und der artgerechter Haltung dieser besonderen Spezies.

Kommunikation auf allen Ebenen ist ein großes Thema in diesem Buch. Ob Pubertier Nick, so der Name der Buchfigur, mehr auf Snapchat, Instagram, WhatsApp oder gar musical.ly steht? Das findet ihr raus, wenn ihr es lest. Wir empfehlen die Lektüre jedenfalls allen Menschen mit eigenen Teenagern oder solchen, die es mal werden wollen 🙂

Und ewig schläft das Pubertier

Und ewig schläft das Pubertier*

Infos zum aktuellen Buch:
Jan Weiler: Und ewig schläft das Pubertier*
Verlag: piper
Gebundene Ausgabe: 176 Seiten
Preis: € 14,00 (D) | € 14,40 [A]

Übrigens: Die Abenteuer des Pubertier gibt es jetzt auch im Kino:

Foto: Kendra Kamp / unsplash.com

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