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10 Tipps für stressfreie Autofahrten mit Kindern

Autofahrten mit Kindern

Urlaub ist ja grundsätzlich eine feine Sache. Vor einem erholsamen Aufenthalt an schönen Orten ist es allerdings nötig, sich dorthin zu bewegen. Das kann man mit dem Flugzeug tun, man kann den Zug nehmen oder aber das Auto.

Gerade, wenn ich mit meinen Kindern verreise, mag ich das Auto als Fortbewegungsmittel. Ich kann das gesamte Gepäck darin verstauen und es ist wie ein kleines, mobiles Zuhause.

Abgesehen davon, ermöglicht es uns, einen Urlaub mit mehreren Stationen gut zu managen und auch an entlegene Orte zu gelangen. So waren wir zum Beispiel schon an der schwedischen Ostseeküste, die mit Flugzeug oder Bahn nur schwer zu erreichen ist. Auch auf unserer dreiwöchigen Reise von Hamburg, über Köln und das Allgäu bis in den entlegensten Winkel Österreichs im Sommer 2013 war mein kleiner Opel Corsa uns ein treuer Gefährte.

Bei all diesen Vorteilen sind aber auch wir nicht vor den Schattenseiten längerer Autofahrten sicher: Langeweile und Unpässlichkeiten der mitreisenden Kinder. Es sei denn, ich denke mit und plane vor. Wie das geht, verrate ich Ihnen an dieser Stelle mit 10 Tipps für stressfreie, oder zumindest stressarme, Autofahrten mit Kindern.

1. Mein Freund der Schlaf

Kinder, die schlafen, langweilen sich nicht. Deshalb liebe ich diesen Zustand bei langen Autofahrten besonders. Das führt nicht dazu, dass ich nachts losfahre. Nein, dazu schlafe ich selbst zu gern. Aber ich habe z. B. wenig Hemmungen, meine Kinder am Abend vor einer langen Reise erst spät zu Bett zu schicken, so dass sie am nächsten Vormittag freiwillig ein ausgedehntes Nickerchen im Auto halten.

2. Die CD-Kollektion meiner Wahl

Es mag ja eine feine Sache sein, dass Kinder die Musik von Rolf Zuckowski lieben. Ich selbst bin aus dem Alter raus, in dem ich über Stunden Songs wie „Die Jahresuhr“ oder „Du da, im Radio“ in der Heavy Rotation anhören möchte. Deshalb helfe ich dezent mit, die CD-Kollektion für eine anstehende Reise zusammenzustellen. Unsere Favoriten im letzten Sommer: „Juni und ich“ von Anne Hertz, diverse Folgen der Teufelskicker, Hanni und Nanni.

3. Ich sehe was, das du nicht siehst

Der Klassiker unter den Auto-Beschäftigungsspielen. Kostet nichts, ist immer verfügbar und funktioniert locker für eine halbe Stunde. Eines der wenigen Spiele, an denen auch ich mich mal beteilige.

Und so geht’s: http://www.kikisweb.de/spielundspass/spiele/kinderspiele/ichsehewas.htm

4. Etappen von ca. 1,5 bis 2 Stunden

Für meine kleine Reisegruppe die optimale Etappenlänge. Auch wenn ich selbst manchmal versucht bin, länger zu fahren, hat es sich als clever erwiesen, dieses Konzept konsequent beizubehalten. Es schont die Nerven aller, wenn wir regelmäßig anhalten und uns auslüften.

5. Autozug/Fähren

Dieser Tipp geht mit Punkt Nr. 4 Hand in Hand.

Unsere Reise nach Schweden ließ sich, dank Fährverbindungen, wunderbar auflockern. Obwohl z. B. die Fahrt von Kopenhagen nach Malmö über die Öresund-Brücke etwas schneller gewesen wäre, wählten wir die Verbindung über Helsingör, von wo die Fähre nach Helsingborg übersetzt. Die Überfahrt dauert 25 Minuten, man vertritt sich die Beine, kann kurz zur Toilette gehen und tritt dann die Weiterfahrt mit dem PKW viel entspannter an.

Auf der Rückfahrt von Österreich nach Hamburg entschieden wir uns, im letzten Sommer, ab München den Autozug zu nehmen. Auch eine wunderbare Geschichte, über die ich einst an folgender Stelle berichtete: http://nicmag.de/2013/09/15/nic-mag-autozug/

6. Essen hält Truppe und Laune beisammen

„Ich hab‘ Hunger“ gehört ja zu den Quengel-Klassikern auf Autofahrten. Klar, dass ein gut-durchdachter Proviant-Korb die Reise sehr erleichtern kann. Da dürfen gesunde Sachen rein (meine Leute lieben geschnittene Äpfel oder Möhrchen), geschmierte Brötchen gehen auch immer, genauso wie kleine Frikadellchen.




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Aber Herz und Seele des Ganzen ist natürlich das Sortiment an Süßigkeiten, Keksen und Knabbereien, die nicht täglich auf dem Speiseplan stehen. Es ist Urlaub, wir essen was Verrücktes – yeah – da kommt erstmal keine Langeweile auf.

7. Unpässlichkeiten? Kein Problem!

Autourlaubselfie by Nicole Stroschein

Foto: Nicole Stroschein

Es gibt ja Menschen (besonders junge), denen beim Autofahren schlecht wird. Wir sind mit dem Phänomen schon öfter konfrontiert worden und haben uns deshalb ausführlich mit Gegenmaßnahmen beschäftigt.

Wer von Übelkeit bedroht ist, darf vorn sitzen. Er sollte geradeaus gucken und nicht lesen. Wir halten auch Kaugummi gegen Übelkeit bereit. Und, wenn all das mal versagt, haben wir eine Tupperdose an Bord, die uns mal eine liebe Freundin für diese Notfälle überlassen hat.

Weitere Infos zu Reiseübelkeit: http://www.t-online.de/eltern/gesundheit/id_47578312/10-tipps-gegen-reiseuebelkeit-bei-kindern.html

8. Rollentausch

Nein, keine Sorge, ich lasse nicht die Kinder ans Steuer. Aber wir spielen sehr gern, dass die Kinder sich so benehmen wie die Erwachsenen und andersrum.

Das kann dann schon mal dazu führen, dass ich am Steuer ständig davon rede, wie langweilig mir ist. Oder einen amtlichen Streit mit meinem Geschwister-„Kind“ anzettele, während die kleinen Menschen unsere Rolle übernehmen und auch mal ein bisschen über das Benehmen schimpfen.

Funktioniert natürlich am Optimalsten, wenn gleichviel Erwachsene und Kinder im Auto sitzen.

9. Der Filmtrick

Glauben Sie mir, ich finde es absolut zweifelhalft, wenn Familien in ihren Autos für den Nachwuchs permanent TV-Geräte an den Kopfstützen installiert haben, weil sie es nicht mal quengelfrei zum Einkaufen schaffen.

Bei langen Fahrten, vor allem, wenn ich allein mit zwei Kindern unterwegs bin, kann ein Zeichentrickfilm aber zum wahren Segen werden. Da ich keine mobilen TV-Geräte besitze, durften meine Kinder in solchen Fällen schon mal einen Film auf meinem Laptop schauen.

Funktioniert natürlich nur, wenn die Kinder in einem Alter sind, in dem sie vertrauensvoll mit einem solchen Gerät umgehen.

10. Die Kinder zu Oma und Opa bringen und allein verreisen

Und nun wünsche ich Ihnen viel Spaß im nächsten Urlaub. Nicht vergessen: Das sind meine ganz persönlichen Tipps. Ich gebe keinerlei Garantie dafür, dass sie bei Ihren Kindern genauso gut funktionieren 🙂

Weitere Tipps und Beiträge finden Sie bei der Blogparade „So versüße ich meinen Kindern lange Reisen“, die auch für mich Anlass war, mich mit dem Thema mal in dieser Form zu beschäftigen.

Foto: gorillaimages / shutterstock.com

4 Kommentare

  1. Gute Tipps. Abwechslung ist wichtig, damit es den Kindern nicht langweilig wird und sie anfangen zu quengeln.
    Ich erinnere mich noch an Tüten mit Süßigkeiten, deren Inhalt dann zum Schluss der Autofahrt ein unansehnlicher Klumpen war.
    Abends zu starten, damit die Kinder schlafen, ist auch eine gute Idee.

  2. Pingback: 10 Tipps für stressfreie Autofahrten mit K...

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