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Was tun bei Schlafproblemen?

Schlafprobleme

Er ist mit Sicherheit einer der wichtigsten Bestandteile für die gesunde Entwicklung von Kindern – und auch Erwachsene sehen ohne oft alt aus – Erholsamer Schlaf in ausreichender Menge. Kinder, die nicht genug schlafen, sind nicht nur oft unausgeglichen und quengelig. Schlafmangel kann auch zu Übergewicht, Gedächtnisstörungen, Verhaltensauffälligkeiten und Depressionen führen.

Im Durchschnitt brauchen Kinder mindestens 8 Stunden erholsamen Schlaf pro Nacht, wobei natürlich jedes Kind andere Bedürfnisse hat. Einige – vor allem jüngere Kinder – brauchen sogar bis zu 12 Stunden Schlaf, um sich optimal entwickeln zu können.

Fünf Tipps für einen erholsamen Schlaf

Der Schlaf hilft Kindern (Erwachsenen natürlich auch), die Ereignisse des vergangenen Tages zu verarbeiten und neue Energie zu sammeln. Wenn ein Kind nicht ausreichend schläft oder nachts immer wieder wach wird, kann dies sehr belastend sein und weitere Schlafstörungen nach sich ziehen.

Damit es gar nicht erst zu Schlafproblemen kommt, haben wir fünf Tipps für einen erholsamen Schlaf zusammengestellt:

1. Täglich grüßt das Murmeltier

Erstellen Sie eine Schlafroutine für Ihr Kind, wenn sie dies nicht bereits getan haben. Dazu gehören regelmäßige Zeiten, wann Ihr Kind zu Bett gehen und aufstehen muss. Wenn Ihr Kind eine festgelegte Zeit zum Schlafengehen hat, wird es nach einer Weile von ganz allein zu genau dieser Zeit müde.

Gestalten Sie diese Routine so, dass Ihr Kind sich darauf freut. Gerade jüngere Kinder lieben es zum Beispiel, wenn die Eltern ihnen etwas vor dem Schlafengehen vorlesen – die Nähe zu Mama oder Papa, dazu eine schöne Geschichte – kein Wunder, dass Vorlesen zu den beliebtesten Einschlaf-Ritualen gehört.

2. Die richtige Umgebung

Frische Luft (vor dem Zubettgehen noch einmal lüften), die richtige Temperatur (nicht mehr als 18 ° Celsius), eine angenehme Decke (im Winter warm, im Sommer etwas leichter), das Lieblings-Kuscheltier und die richtige Beleuchtung (kein Licht oder ein kleines Nachtlicht) sorgen dafür, dass Kinder sich in ihrem Zimmer wohlfühlen und gut schlafen können.

3. Zeit zum Luftholen

Ausreichend Bewegung – möglichst an der frischen Luft – sorgt dafür, dass Kinder am Abend ausgepowert sind und gern schlafen gehen. Andere „Aufreger“ können allerdings beim Einschlafen stören und sollten möglichst reduziert werden:




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  • Zu viel Zucker und Koffein (Limonaden, Energy Drinks oder bestimmte Teesorten)
  • Zu viele elektronische Spielzeuge
  • Zu viel Fernsehen

Achtung: Kinder, die zu viele Aktivitäten im Alltag bewältigen müssen, sind oft gestresst und entwickeln leicht Schlafstörungen. Klavier, Fußball und Basketball an einem Tag? Auf gar keinen Fall! Verteilen Sie Termine für Hobbies gleichmäßig auf die Woche und achten Sie darauf, dass genug Freizeit bleibt, z. B. für Verabredungen oder einfach mal zum Nichts-Tun.

4. Gute Gespräche

Wer Probleme wälzt und unverarbeitetes mit sich herumschleppt, liegt oft lange wach und kann nicht einschlafen – das kennen Erwachsene nur zu gut und natürlich gilt es auch für Kinder und Heranwachsende. Ihr Kind sollte wissen, dass es mit seinen Sorgen immer zu Ihnen kommen kann, ohne, dass es sich bedrängt fühlen muss. Signalisieren Sie, dass Sie sich gern Zeit nehmen und gesprächsbereit sind, damit wichtiges geklärt wird, bevor es Zeit zum Schlafen ist.

5. Hilfe holen

Wenn ihr Kind unter Schlafstörungen leidet, klären Sie, ob es vielleicht Albträume hat. Wenn dies der Fall sein sollte, versuchen Sie vorsichtig zu entschleiern, wo die Ursachen dafür liegen. Bei anhaltenden Schlafproblemen und Angstträumen, scheuen Sie sich nicht, psychologischen Rat hinzuzuziehen.

Auch wenn sich herausstellt, dass ihr Kind nicht an Albträumen leidet, kann Hilfe von außen sinnvoll sein. Bleiben Sie in Kontakt mit Erziehern und anderen Betreuungspersonen, sprechen Sie mit dem Kinderarzt, evtl. einem Psychologen. Manchmal können auch  rein pflanzliche und beruhigende Mittel  vorübergehend gegen Schlaflosigkeit und Nervosität helfen. Die bekanntesten beruhigenden Pflanzen sind Baldrian, Kamille, Melisse, Lavendel und Passiflora. Sie können auch als Öl über eine Aromatherapie angewendet werden.

Dies ist unser Beitrag zur Blogparade „So schläft unser Kind“ von UndJetztFamilie.




2 Kommentare

  1. Hallo zusammen,

    da ich mich auch bereits mit Schlafproblemen auseinander setzen musste, habe ich sehr intensiv mit dem Thema schneller einschlafen beschäftigt. Die oben genannten 5 Gründe sind sehr hilfreich, jedoch gibt es auch noch andere Hilfestellungen.

    Habe dazu eine kurze Video-Reihe auf YouTube erstellt: https://www.youtube.com/watch?v=IDZnlbtqAXA
    Eventuell kann dir ein Trick dabei helfen, schneller und besser einzuschlafen. Probier es doch einfach aus.
    Liebe Grüße,
    Marko Huemer

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