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Meningokokken-Infektionen: Das solltest du darüber wissen!

Meningokokken

Eltern wollen nur das Beste für ihre Kleinen. Doch die Wenigsten wissen, dass sie ihre Kinder mit Meningokokken anstecken können.

Wir geben Antworten auf die wichtigsten Fragen zum Thema.

Was sind Meningokokken?

Meningokokken sind Bakterien, die auf der ganzen Welt vorkommen und bei ungefähr jedem zehnten Erwachsenen im Nasen-Rachen-Raum nachzuweisen sind.

Weltweit gibt es zwölf verschiedene Meningokokken-Bakterienstämme. Davon sind fünf in Deutschland vertreten.

Wie werden Meningokokken übertragen?

Meningokokken werden über Schmier- und Tröpfcheninfektion übertragen, also vor allem über Küssen, Husten oder Niesen von Mensch zu Mensch. So können zum Beispiel Eltern, ohne es zu wissen, ihre eigenen Kinder anstecken.

Besonders Säuglinge und Kleinkinder sind gefährdet, sich mit Meningokokken zu infizieren, da ihr Immunsystem noch nicht vollständig ausgereift ist.

Was kann eine Meningokokken-Infektion auslösen?

Meningokokken-Infektionen können zu einer Hirnhautentzündung (Meningitis) oder zu einer Blutvergiftung (Sepsis) führen. Aktuelle Zahlen des Robert Koch-Instituts zeigen, dass nahezu zwei Drittel der erkrankten Säuglinge eine Sepsis entwickeln.1

Bei einer Meningokokken-Sepsis stirbt bis zu jeder Zehnte, bei schwerem Verlauf fast jeder Dritte.1,2 Um das Leben eines Erkrankten zu retten, kann eine Amputation notwendig sein.

Woran kann man eine Meningokokken-Infektion erkennen?

Zu Beginn ähneln die Beschwerden einem grippalen Infekt, weswegen Meningokokken-Erkrankungen oft erst erkannt werden, wenn sie schon stark fortgeschritten sind.

Folgende Symptome können im Verlauf einer Infektion auftreten:

  • hohes Fieber
  • Lichtempfindlichkeit



  • WERBUNG
  • Nackensteifheit
  • Benommenheit
  • Krampfanfälle
  • Erbrechen
  • Einblutungen auf der Haut
  • Vorgewölbte oder harte Fontanelle
  • Nahrungsverweigerung
Meningokokken-Symptom-Check

Meningokokken-Symptom-Check

Was soll man tun, wenn der Verdacht auf eine Meningokokken-Infektion vorliegt?

Eine Meningokokken-Infektion kann bereits innerhalb von 24 Stunden lebensbedrohlich werden. Beim ersten Verdacht sollten Erkrankte sofort ins Krankenhaus!

Wie kann man Kinder vor Meningokokken-Erkrankungen schützen?

Vor Meningokokken kann eine Impfung schützen. Gegen alle in Deutschland auftretenden Bakterien-Stämme sind Impfstoffe vorhanden. Frag hierzu am besten deinen Kinderarzt.

Was sie über Meningokokken wissen sollten

Was sie über Meningokokken wissen sollten

Unter www.meningitis-bewegt.de sowie auf Facebook (https://www.facebook.com/Meningitisbewegt/ ) , Twitter (https://twitter.com/menbewegt) , Instagram (https://www.instagram.com/meningitisbewegt/) und YouTube (https://www.youtube.com/channel/UCi95w_XkDfZEiAKZ7osfogA) findest du weitere Informationen zum Thema.

1 Robert Koch-Institut, Epidemiologisches Bulletin Nr. 43/2016, DOI 10.17886/EpiBull-2016-064.2.

2 Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA), Erregersteckbrief Meningokokken: http://www.infektionsschutz.de/erregersteckbriefe/meningokokken/ (Stand: 06/2017).

Foto: Pololia / Fotolia.de, GSK

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