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Meine Woche auf dem Schulbauernhof

Wildehühner Schulbauernhof

Vor kurzem berichteten wir über den Schulbauernhof in Helle in Schleswig-Holstein und die Ferienfreizeit für Kinder. Die Ferienfreizeit ist inzwischen Vergangenheit und wir haben eine der Teilnehmerinnen zu ihren Erlebnissen befragt. Lest hier, was Luzie (11) und ihre Freunde dort erlebt haben:

Du warst fünf Tage auf dem Schulbauernhof in Helle. Erzähl mal, wie euer Tagesablauf war:

Um 7.30 Uhr wurden wir jeden Tag geweckt. Um 8 Uhr gab es Frühstück mit Brötchen mit Käse, Frischkäse, Marmelade und Nuss-Nougat-Creme. Wurst gab es zum Frühstück nicht. Zwei unserer Betreuerinnen waren auch Vegetarierinnen.

Nach dem Frühstück haben wir Zähne geputzt und uns für die Stallarbeit angezogen. Dann haben wir die Tiere versorgt.

Was bedeutet das genau?

Luzie

Luzie

Zuerst haben wir die Ponys auf die Weide gelassen. Danach haben wir Stroh und Heu in einen großen Sack gefüllt und an die Außenwand des Esel-Stalls gehängt. Dann haben wir die Esel rausgelassen, damit sie fressen konnten. Die Esel waren total lieb.

Als nächstes haben wir die Lämmer auf die Wiese getrieben. Manchmal sind sie auch weggelaufen, dann mussten wir hinterher laufen. Das war ziemlich witzig.

Danach sind wir zur sogenannten Plantage gegangen. Dort haben wir die Enten rausgelassen. Dann sind wir zu den Küken gegangen, haben sie gestreichelt und auf unsere Köpfe gesetzt. Dort bleiben sie nämlich ganz ruhig sitzen.

Für die Kaninchen haben wir Klee gesammelt. Oft sogar zwei große Eimer voll. Und natürlich haben wir sie auch gefüttert. Die Kaninchen sind sehr süß, ich habe sie immer gern gestreichelt, auch später am Tag noch.

Als nächstes waren die Schweine dran. Sie haben unsere Essensreste bekommen, das hat oft total gestunken. Die Schweine wurden auch gestreichelt und gebürstet. Die lieben das.

Wie kann man denn erkennen, wenn Schweine etwas mögen?

Wenn sie genießen, dass man sie streichelt, ist ihr Schwanz eingerollt. Wenn es sie stört, dann ist der Schwanz ganz grade. Dann laufen sie weg. Die Schweine buddeln total viel mit ihrer Nase in der Erde. Wenn sie aus Versehen mal gegen den Zaun mit Strom gekommen sind, haben sie laut gequiekt und sind weggesprungen.

Gab es noch mehr Tiere?

Ja, danach sind wir zu den Gösseln gegangen. In Norddeutschland heißen Gänseküken Gösseln. Die verbringen die Nacht immer in einem Anhänger auf ihrer Wiese. Wenn wir sie aus dem Anhänger gelassen haben, gab es immer ein großes Gewimmel, das war oft sehr lustig. Die kleinen Gänse sind meistens ganz aufgeregt vor uns weggelaufen. Aber manchmal konnte man auch eine auf den Arm nehmen. Wenn alle ganz nah zusammen standen.

Gänse Schulbauernhof

Gänse-Kinder, genannt Gösseln

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Was stand danach auf dem Tagesplan?

Wenn die Tiere fertig versorgt waren, gab es ein kleines, zweites Frühstück. Obst und einmal auch Brot. Danach hatten wir Freizeit bis etwa 12 Uhr. Da waren wir entweder drinnen auf unserem Schlafboden und haben gespielt. Oder auf dem großen Spielplatz. Oder wir haben die Kaninchen und Küken gestreichelt.

Mochtest du das Essen auf dem Hof?

Ja, es war immer sehr lecker und die Köchin war sehr nett. Es gab Kartoffeln mit leckerer Soße, viel Gemüse, z. B. Paprika, Möhrchen, Tomaten, Zucchini, Erbsen. Einmal gab es auch eine Pizza,  die haben wir selbst belegt.

Was konnte man auf dem Spielplatz alles machen?

Tunnel

Tunnel

Fußball-Spielen, auf einen großen Turm klettern, an dem auch eine Schaukel hing. Es gab auch einen Kletter-Parcours und wir haben ein Geschicklichkeitsspiel gespielt. Toll war der große Hügel, auf dem eine Rutsche ist. Und durch den Hügel führen mehrere große Beton-Rohre. Darin kann man sich natürlich super verstecken oder einfach hindurchkrabbeln. Das ist schon ein echter Abenteuer-Spielplatz. Er liegt zwischen den verschiedenen Wiesen, auf denen die Tiere tagsüber rumlaufen und dadurch ist man auf dem Spielplatz auch den Tieren immer nah. Total schön ist das!

Wie sahen die Nachmittage aus?

Meistens so, wie die Vormittage, wir konnten spielen und haben uns manchmal auch was vorgelesen. Einmal haben wir auch einen Ausflug gemacht und einmal eine Schnitzeljagd. Um 18 Uhr gab es dann immer Abendessen und danach haben wir Geschichten vorgelesen und uns bettfertig gemacht. Spätestens um 21 Uhr haben wir geschlafen. Einige haben auch noch einen Mittagsschlaf gehalten. Manchmal haben wir auch Wolle gezupft. Das heißt, dass wir aus der Wolle, die erst vor kurzem von den Schafen geschoren wurde, den Dreck entfernt haben und sie so auseinander gezupft haben, dass sie ganz weich wurde, wie Zuckerwatte.

Wohin ging der Ausflug?

An die Schlei. Wir sind zu Fuß mit zwei Ponys dorthin gelaufen. Die Ponys hießen Keks und Krümel und manchmal durften die kleinen auch auf den Ponys reiten. An der Schlei, das ist ein Arm der Ostsee, war schon ein Picknick vorbereitet und wir haben zusammen gegessen. Gebadet haben wir nicht, aber wir konnten mit den Füßen ins Wasser.

Was hat dir am besten gefallen?

Am besten hat es mir gefallen, die Tiere rauszulassen und Zeit bei den Küken zu verbringen.

Würdest du wieder auf den Bauernhof fahren?

Ich würde gern wieder dort hinfahren, gern auch mit meiner Familie. Man kann ja auch in einem Familienzimmer übernachten.

 

Fotos: Nicole Stroschein

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