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Bodenbett 90, 120 oder 140 cm? Welche Breite zu Vorlesen und Einschlafbegleitung passt

Bodenbett
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Wenn abends gemeinsam gelesen und eingeschlafen wird, zählt die Breite des Bettes mehr als seine Höhe. Ein Bodenbett in 120 × 200 cm bietet bei gleicher Länge 30 cm mehr Liegebreite als ein 90er und braucht 20 cm weniger Platz als ein 140er.

Für viele Familien ist 120 cm deshalb die logische Mitte: genug Raum für das Ritual, ohne das Zimmer zu füllen. Einen gesundheitlichen Vorteil gibt es dadurch nicht, wohl aber ganz praktischen Komfort, sofern Zimmer und Gewohnheiten dazu passen.

Der Abend, den du eigentlich planst

Wenn du ein Bett für dein Kind aussuchst, denkst du vermutlich an Größe, Holz und Rausfallschutz. Dabei findet der wichtigste Teil des Tages auf dem Bett statt: das Vorlesen, das Kuscheln, das Dableiben, bis die Augen zufallen.

Das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG) beschreibt für Kinder zwischen einem und sechs Jahren einen festen Schlafplatz und wiederkehrende Abläufe als hilfreich beim Ein- und Durchschlafen. Das Ritual hat also seinen Platz. Die Frage ist nur, wie viel Platz es braucht.

Vier Breiten, vier Abende

Alle gängigen Größen sind 200 cm lang. Es unterscheidet sich nur die Breite:

Breite Mehr als 90 cm Im Ritual Im Zimmer
90 cm – Gut für ein Kind allein; zu zweit wird es schnell eng braucht die geringste Fläche
100 cm + 10 cm Etwas luftiger, aber zu zweit kaum ein Unterschied wenig mehr Platzbedarf
120 cm + 30 cm Kind und Elternteil liegen nebeneinander die Mitte
140 cm + 50 cm Am großzügigsten, auch bei längerem Dableiben braucht die meiste Fläche

Das sind Orientierungen, keine Normen, und die Einschätzung zur Enge bleibt subjektiv. Rechne einfach selbst: Wie breit seid ihr beide, wenn ihr nebeneinander liegt?

Warum 120 × 200 cm oft die logischste Wahl ist

Der Zuwachs ist spürbar. Zehn Zentimeter mehr als beim 90er reichen kaum, um aus einem Kinderbett ein Familienbett werden zu lassen. Dreißig Zentimeter sind eine andere Hausnummer.

Bodenbett

Foto: TiCAA

Das Zimmer bleibt ein Spielzimmer. Das BIÖG erinnert daran, dass Kinderzimmer meist Schlaf- und Spielzimmer zugleich sind und genug Raum zum Spielen bleiben soll. Ein 140er nimmt gegenüber dem 120er weitere 20 cm Breite weg, und das summiert sich in kleinen Zimmern.

Es ist der kleinste Kompromiss. Beim 90er verzichtest du aufs Dazulegen, beim 140er auf Fläche. Die 120er Größe verlangt von beiden Seiten am wenigsten.

Ehrlich gesagt gibt es auch Fälle, in denen sie nicht passt. Schläft dein Kind allein und ist das Zimmer klein, ist ein 90er die vernünftigere Wahl. Und wer regelmäßig lange mit im Bett liegt und genug Raum hat, ist mit 140 cm besser bedient.

Bodenbett kaufen: Was beim Ritual-Bett zählt

  • Belastbarkeit: Wenn sich ein Erwachsener dazulegt, muss die Herstellerangabe zu eurer gemeinsamen Nutzung passen. Eine allgemeine Mindestzahl gibt es nicht.
  • Rausfallschutz: Ist er links oder rechts montierbar, entscheidest du, wo er sitzt. Er muss zu Bett und Matratze passen und nach Herstelleranleitung angebracht sein.
  • Unterlüftung: Die Matratze sollte von unten belüftet werden, etwa durch Rollrost oder Lattenrost.
  • Material: Für Kinderzimmer empfiehlt die Verbraucherzentrale bevorzugt Massivholz. Ein Bodenbett aus Kiefer ist weicher und zeigt Druckstellen eher, ein Bodenbett aus Buche ist härter, über die Haltbarkeit entscheidet aber auch die Konstruktion.

Wie so ein Modell in 120 × 200 cm aussehen kann, zeigt zum Beispiel das Mio in Kiefer. Ausstattung und Maße stehen auf der Produktseite. Wer weitere Größen und Modelle vergleichen möchte, findet Bodenbetten für Kinder in einer Übersicht.

Wie viel Platz der Abend braucht

Die Breite verändert nicht, wie sicher oder gesund dein Kind schläft. Sie verändert, wie angenehm der Abend ist, an dem ihr zusammen liegt. Für viele Familien ist 120 × 200 cm dafür der vernünftigste Mittelweg. Probiere es aus: Leg dich neben dein Kind und schau, ob ihr genug Platz habt.

Autor: TiCAA-Redaktion
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Fotos: TiCAA

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