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BF17 – worauf Eltern bei der KFZ-Versicherung für Fahranfänger achten sollten

KFZ-Versicherung

Für viele Teenager ist der Führerschein ein Ticket in einen neuen Lebensabschnitt. Die zusätzliche Mobilität unterstreicht den spontanen und freien Lebensstil.

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Bereits mit 17 Jahren ist das begleitete Fahren mit einer Aufsichtsperson möglich. Hierbei darf natürlich nicht die entsprechende KFZ-Versicherung fehlen. Was müssen Eltern dabei beachten?

Wer zählt noch als Fahranfänger?

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Die genaue Definition davon, wer mit dem Begriff Fahranfänger gemeint ist, unterscheidet sich je nach Kontext.

Das Straßenverkehrsgesetz besagt, dass jede Person mit dem ersten Erhalt des Führerscheins Klasse B als Fahranfänger gilt. Diese Phase geht über zwei Jahre ab dem Bestehen der Fahrprüfung und beschreibt somit die reguläre Probezeit.

Die Versicherungsbranche hingegen definiert Fahranfänger meist als junge Fahrer im Alter von 18 bis 24.

Welcher Versicherungsschutz ist für Anfänger sinnvoll?

Spricht man von einer KFZ-Versicherung, gibt es grundsätzlich einen Unterschied zwischen der Haftpflichtversicherung, der Teilkasko und der Vollkasko. Die erstere ist gesetzlich vorgeschrieben, während die anderen zusätzlichen Schutz für das Auto bieten.

Je nach der Art des Wagens lohnt sich die folgende Entscheidung:

  • Die Vollkasko-Versicherung ist sinnvoll für einen Neuwagen oder PKW, der erst wenige Jahre alt ist.
  • Teilkasko lohnt sich eher für Gebrauchtwagen, die maximal sechs bis acht Jahre alt, beziehungsweise mehr als 4.000 Euro wert
  • Für ältere Fahrzeuge reicht hingegen die Haftpflichtversicherung.
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Hohe Tarife für Fahranfänger

Grundsätzlich gilt, dass Fahranfänger die höchsten Beiträge für ihre KFZ-Versicherung zahlen. Der Grund hierfür ist jedoch logisch: Die Höhe der Kosten richtet sich nach dem individuellen Schadensrisiko. Dieses ist bei jungen Fahrern zunächst recht hoch. Ihnen fehlt die Erfahrung, sie schätzen Situationen im Straßenverkehr noch falsch ein und überschätzen ihre eigenen Fähigkeiten. Nach einer Statistik der Kampagne Runter vom Gas sind alleine im Jahr 2018 fast 61.000 junge Menschen in einem Verkehrsunfall verunglückt – davon sind 369 gestorben.

Da Fahranfänger demnach statistisch häufiger Unfälle verursachen, verlangt eine Versicherung höhere Beiträge, um die Gefahr zu decken. Dabei können sich die Preise je nach Anbieter drastisch unterscheiden. Deshalb lohnt sich ein genauer Vergleich verschiedener Unternehmen, um mit einer preisgünstigen Autoversicherung von Beginn an zu sparen.

Versicherungen belohnen vorsichtiges Fahren

Da ein Fahrer im Verlauf der Jahre ein geringeres Risiko für Teilnehmer am Verkehr darstellt, sinken auch die Beitragskosten der Versicherung. Jeder Versicherte startet zunächst mit Schadensfreiheitsklasse (SF) null und steigt mit jedem unfallfreien Jahr eine Stufe auf. Die momentane Obergrenze liegt bei Stufe 35.

Umgekehrt bedeutet das leider, dass ein Unfall den Versicherten einige Stufen zurücksetzt und die Beiträge wieder steigen. Es kann bis zu zehn Jahre dauern, dieses Defizit wieder aufzuholen.

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Tipps für die KFZ-Versicherung

Wer nicht erst einige Jahre ohne Unfälle bestehen möchte, sollte zusätzlich noch folgende Tipps beachten, um Geld zu sparen:

Das Auto als Zweitwagen der Eltern versichern lassen

Falls der Fahranfänger ein eigenes Auto besitzt, ist es am günstigsten, dieses als den Zweitwagen der Eltern anzumelden und den Nachwuchs als Fahrer einzutragen. Alternativ lässt sich der PKW beispielsweise auch über Großeltern oder andere Verwandte versichern. Der Vorteil besteht hier darin, dass das Auto bereits in eine höhere Schadenfreiheitsklasse fällt. Teils stimmt diese sogar mit der des Erstwagens überein.

Die Eltern müssen sich jedoch keine Sorgen um ihre eigene Versicherungsklasse machen. Sollte es zu einem Unfall mit dem Zweitwagen kommen, gilt die Rückstufung nur für diesen. Das Kind profitiert demnach, während die Eltern keine Nachteile daraus ziehen.

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Familientarife wahrnehmen

Selbst wenn Eltern nicht die Versicherung des neuen Autos übernehmen möchten, profitiert der junge Erwachsene vom Eintritt in dieselbe Versicherung. Denn viele Anbieter überzeugen mit Familientarifen. Der Fahranfänger erhält hiermit einen eigenen Schadensfreiheitsrabatt und es besteht auch hier die Chance, nicht erst bei Stufe null zu beginnen.

Die schadensfreien Jahre entsprechen hier der Dauer des Führerschein-Besitzes, wodurch eine Mindesteinstufung der SF-Klasse ½ versichert ist. Zur Fahr-Erfahrung zählen zudem noch Zeit mit dem Moped oder KRAD.

Sich nach weichen Tarifmerkmalen erkundigen

Neben den gängigen Tipps können Eltern ihr Augenmerk auf spezifische Angebote der Versicherer werfen. Die sogenannten weichen Tarifmerkmale sind Rabatte mit unterschiedlichen Voraussetzungen, darunter zum Beispiel:

  • Beruf des Versicherten
  • Familienstand
  • Alter des Wagens
  • Abstellplatz des Fahrzeugs
  • Alter des Versicherungsnehmers
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Mit Telematik-Tarifen sparen

Manche Versicherungsfirmen bieten neuerdings Telematik-Tarife an. Hierbei lässt der Versicherte sein Fahrverhalten durch eine App oder eine Black Box im Auto überwachen. Faktoren wie Beschleunigung oder Bremsung fließen in eine Gesamtpunktzahl ein, die zu einem Rabatt in der Versicherung führen kann.

Den Überblick bewahren

Der Führerschein selbst ist schon teuer, die Kosten für ein Auto sind ein zusätzlicher Kostenfaktor, eine teure Versicherung lässt sich demnach für Anfänger manchmal nicht allein tragen. Deshalb lohnt sich die vorige Recherche und stete Überprüfung verschiedener Anbieter. Jährlich ändern sich die Tarife, ein günstiger Vertrag kann bereits im Folgejahr teurer als der des Konkurrenten sein. Ein steter Blick auf das sich wandelnde Angebot lohnt sich demnach.

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