Kinderwunsch & Schwangerschaft
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Hebammen, Geburtshilfen und Co: Wie bereitet man sich richtig auf die Geburt vor?

Geburtsvorbereitung

Immer mehr junge Familien stehen in Deutschland inzwischen vor einer entscheidenden Frage: Wo können wir unser Kind auf die Welt bringen? Und wer steht uns helfend und beratend zur Seite?

Immer mehr Geburtshilfen in Deutschland, vor allem kleinere Häuser, schließen ihre Pforten. Laut dem deutschen Hebammenverband gab es 1991 noch 1186 Kliniken, die Geburten ermöglichten. 2017 waren es nur noch 672 Kliniken und ihre Zahl ist seitdem weiter zurückgegangen.

Gleichzeitig zeigt die demografische Kurve aber wieder nach oben und es werden wieder mehr Kinder geboren, als noch vor wenigen Jahren.

Für schwangere Frauen und junge Familien entsteht so eine große Unsicherheit. Droht sogar die Geburt im Auto während man verzweifelt die nächste Klinik zu erreichen? Es ist ein Albtraum. Doch Familien sind nicht komplett schutzlos. Und zumindest ein paar Faktoren lassen sich bereits vor der Geburt beeinflussen.

Frühzeitig Hebammen abklappern

Unterschätzen Sie nicht, wie wichtig auch heute noch Hebammen sind. Zwar brauchen Sie nicht zwingend eine professionelle Hebamme bei Ihrer Geburt, jedoch definitiv vor und nach der Niederkunft. So helfen die Spezialistinnen nicht nur bei der Vorbereitung auf den großen Tag, sie unterstützen junge Mütter auch in den Wochen nach der Geburt.

Gerade in den ersten Tagen und Wochen fühlen sich viele Familien heillos überfordert. Oft tritt hier die bekannte Wochenbettdepression auf, die viele Mütter sehr mitnehmen kann. Gerade hier ist eine Hebamme extrem hilfreich. Zudem werden die Helferinnen von der Krankenkasse bezahlt. Für Familien wäre der Verzicht auf eine Hebamme also auch der Verzicht auf eine für sie kostenfreie Hilfe.

Da jedoch immer weniger Hebammen Ihrer Arbeit nachgehen wollen oder können, ist es ratsam bereits ab der 12. Schwangerschaftswoche nach einer Hebamme zu suchen. Hierbei helfen Seiten wie https://www.hebammensuche.de/ oder https://www.hebammenverband.de/familie/hebammensuche/.

Geburtsort und Notfallplan

Informieren Sie sich so früh wie möglich über die Situation in Ihrem Krankenhaus und den umliegenden Kliniken. Gibt es bereits Diskussionen über eine mögliche Schließung? Gibt es genügend Hebammen und wie sind diese organisiert?

Aktuell gibt es in ganz Deutschland ein großes Problem, sei es die Finanzierung kleinerer Häuser, die Versicherungen freiberuflicher Hebammen oder fehlende Kapazitäten. In Bayern wurden in den vergangenen Monaten immer wieder junge Familien in München abgewiesen und ins gut 70 Kilometer entfernte Augsburg geschickt, das selbst aus allen Nähten platzt. Kreißsäle zwischen München und Augsburg wurden bereits großteils geschlossen.

Überlegen Sie sich also gut, wie Sie vorgehen wollen. Wichtig ist es auch, einen Notfallplan in der Tasche zu haben. Dieser muss Fragen beantworten wie:

  • Komme ich rechtzeitig aus der Arbeit?
  • Wer übernimmt, wenn ich selbst nicht fahren kann?
  • Wohin geht die Fahrt und wie lange brauchen wir?
  • Kennt man uns im ausgewählten Krankenhaus bereits?
  • Steht ein Auto bereit oder muss man einen Krankenwagen rufen?
  • Wer übernimmt eventuell Kinder oder pflegebedürftige Angehörige?
  • Was ist mit unseren Haustieren und wer versorgt sie?
  • Ist eine Tasche fürs Krankenhaus bereits gepackt und was muss da rein? Unsere Checkliste findet ihr hier: Checkliste – Das brauchst du zur Geburt!

Wie soll die Geburt aussehen?

Ist alles für den großen Tag vorbereitet und sind entsprechende Pläne geschmiedet, stellt sich eine weitere Frage: Wie soll unser Kind zur Welt kommen? Von Wassergeburten bis zum Kaiserschnitt gibt es viele Varianten, die aber nicht in allen Häusern angeboten werden.

Wünschen Sie eine besondere Geburt informieren Sie sich also zeitnah und suchen Sie sich ein entsprechendes Haus. Notfalls müssen Sie vielleicht sogar um den geplanten Geburtszeitraum ein Hotel nahe der entsprechenden Klinik einplanen, sofern diese nicht innerhalb einer guten halben Stunde erreicht werden kann.

Überlegen Sie sich auch, ob Sie Schmerzmittel oder sogar Betäubungen nutzen möchten. Diese können zum Teil nachträglich nicht mehr verabreicht werden und erfordern ebenfalls Vorlaufzeit. Sprechen Sie hier rechtzeitig mit einem Arzt Ihres Vertrauens!

Das Wichtigste ist jedoch: Machen Sie sich Gedanken und schmieden Sie Pläne. Aber freuen Sie sich auch auf den großen Tag und auf den Moment, wenn Sie Ihren kleinen Schatz das erste Mal in den Armen halten. Dieser Moment allein wird Sie für alle Mühen im Vorfeld mehr als nur entlohnen.

Super Service der Stadt Köln

In Köln gibt es für alle werdenden Eltern eine super Checkliste von der Stadt Köln:

Da klickt man sich einfach durch und hat am Ende eine Liste mit allen wichtigen ToDos, die man als PDF runterladen kann. Super!

Außerdem gibt es auf der Seite noch ganz viele Tipps, worum man sich vor der Geburt kümmern sollte.

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