Kinderwunsch & Schwangerschaft
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Der große Tag: So bereiten Sie sich auf das Krankenhaus vor

Krankenhaus Geburt Vorbereitung

Der große Tag ist endlich da! Sie werden Mama oder Papa. Und die Welt beginnt sich auf einen Schlag noch schneller zu drehen.

Natürlich rasen auch Ihre Gedanken und plötzlich passiert alles auf einmal. Wo sind die Autoschlüssel? Muss ich wen anrufen? Und wo ist eigentlich der Koffer?

Ja, der Tag der Geburt ist nicht für Kind und Mutter ein Kraftakt, sondern für alle Beteiligten. Mit guter Vorbereitung können Sie den wohl bisher aufregendsten Tag in Ihrem gemeinsamen Familienleben jedoch ganz entspannt angehen.

Grundlage dafür ist, dass Sie mit dem Einsetzen der Wehen sofort startbereit sind. Wir erklären Ihnen, was Sie alles beachten, packen und vorbereiten sollten.

Die Krankenhaustasche

Packen Sie bereits ein oder zwei Wochen vor dem errechnetem Geburtstermin Ihre Krankenhaustasche. Es ist wichtig, dass sie sofort verfügbar ist und nur noch ins Auto verfrachtet werden muss.

Das muss unbedingt mit hinein:

  • Saubere Unterwäsche und Socken für mindestens vier Tage. (Für sie und ihn)
  • Bequeme Kleidung für die ersten Tage im Krankenhaus (Für sie und ihn). Achten Sie auf Oberteile, die sich zum Stillen eignen.
  • Zusätzlich saubere Ersatzoberteile für den Familienbesuch nach der Geburt.
  • Zahnbürsten, Zahnpasta und Hygieneartikel.
  • Snacks wie Müsliriegel, da vor allem am Tag der Geburt Väter dazu neigen, nichts zu essen – was im Kreißsaal für Probleme sorgen kann.
  • Ladekabel für alle technischen Geräte (Handy, Kindle, Bluetooth-Lautsprecher, etc.).
  • Eventuell Lesestoff – Auch wenn Ihr kleiner Schatz für genügend Unterhaltung sorgen wird!
  • Sofern nötig: Medikamente, welche im Rahmen chronischer Erkrankungen eingenommen werden müssen wie Blutdrucksenker oder Insulin.
  • Kleinere Gesundheitsartikel wie Cremes und Balsam.

Unsere große Checkliste für die Geburt findet ihr hier:

Checkliste – Das brauchst du zur Geburt!

Das Auto

Nicht nur die passende Kleidung ist wichtig für den großen Tag. Entscheidend ist auch, dass Sie und Ihre Familie sicher im Krankenhaus ankommen. Bereiten Sie also Ihr Auto entsprechend auf eine schnelle Fahrt ins Krankenhaus vor.

Besuchen Sie also in den Tagen vor dem errechneten Geburtstermin lieber einmal zu viel als einmal zu wenig die Tankstelle. Zudem sollten Sie stets einen Satz Handtücher im Auto bereithalten, ebenso wie Mineralwasser ohne Kohlensäure.

Fahren Sie zudem die Strecke ins Krankenhaus zu verschiedenen Tageszeiten und Wochentagen ab, damit Sie ein Gefühl dafür bekommen, wie lang sie ins Klinikum brauchen.

Damit Sie nach dem Besuch des Krankenhauses Ihren kleinen Schatz sicher nach Hause bekommen, ist eine passende und sichere Babyschale unbedingt erforderlich und sollte zur Erstausstattung gehören. Wir empfehlen Ihnen sich vorab ausreichend über Kauf, Montage und Sitzposition zu informieren, damit die Sicherheit Ihres Babys gewährleistet ist.

Kein Stress: Kinderzimmer und Daheim

Viele Mütter packt vor allem kurz vor der Geburt der Nestbautrieb. Dann muss geschrubbt, gebohnert und poliert werden. Vor allem das zukünftige Kinderzimmer rückt dann ganz in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit.

Jedoch sollten Sie sich dennoch noch ein paar ruhige Tage gönnen und auch einfach mal die Beine hochlegen. Immerhin werden die zukünftigen Jahre stressig genug.

Außerdem schläft kein Kind in den ersten Monaten, teilweise Jahren, alleine im eigenen Zimmer. Methoden wie das Ferberisieren, also Kinder sich selbst in den Schlaf weinen lassen, sind inzwischen extrem umstritten und werden von vielen Experten als Folter angesehen, die das Urvertrauen der Kinder zu den Eltern erschüttern.

Fakt ist, auch wenn es sich dringend anfühlt, das Kinderzimmer muss auch am Tag der Geburt nicht fertig sein. Wer es jedoch in Zeit schafft, kann sich doppelt freuen, da ein weiterer Punkt von der Liste abgehakt werden kann.

Urlaubsplanung und Elternzeit

Geburten sind, mit Ausnahme von Kaiserschnitten, nicht planbar. Das macht auch die Urlaubsplanung vor allem für die Väter schwierig. Gerade in Berufen mit geringer Flexibilität ist ein plötzlicher Urlaubsblock von mehreren Wochen oft eine Sache der Unmöglichkeit.

Planen Sie daher auch Ihren Urlaub rechtzeitig und schaffen Sie sich Lücken im Kalender, rund um den errechneten Geburtstermin. Auch wenn man es nicht glauben möchte, Kolleginnen und Kollegen sind oft sehr hilfsbereit, wenn man sie nur nett fragt. Spontanität im Sinne von „kannst du morgen einspringen“ ist jedoch kontraproduktiv. Machen Sie sich also rechtzeitig an die Planung.

Das Gleiche gilt für die Elternzeit. Reden Sie als Paar rechtzeitig darüber, wie Sie die Ihnen zugesicherte Elternzeit nutzen möchten. So gibt es verschiedene Modelle, mit eigenen Vor- und Nachteilen. Oft entscheiden sich Familien für das 14-Monate-Modell, welches der Mutter 12 Monate zusichert und dem Vater zwei Monate Elternzeit bietet.

In dieser Zeit erhalten Sie gut 65 bis 70 Prozent des letzten Durchschnittslohns. Schauen Sie also auch auf das Familienkonto, wenn sie über mögliche Zeiträume sprechen.

Zwar lässt sich die Elternzeit auch spontan unterbrechen und später fortführen, jedoch ist damit ein gewaltiger bürokratischer Aufwand verbunden. Bei Verstößen gegen die sehr strengen Auflagen fordert das Amt zudem oft die Gesamtsumme des gewährten Elterngeldes zurück. Achten Sie also hier peinlich genau auf Ihre Unterlagen.

Am wichtigsten: Ruhig bleiben!

Am großen Tag kann es gerne sein, dass Ihnen alles zu viel wird. Bereiten Sie sich also gut auf ihn vor. Doch vergessen Sie dabei nicht, dass dieser Moment nie wieder kommen wird.

Genießen Sie also den ersten großen Auftritt Ihres kleinen Schatzes auf dieser Erde gebührend. Immerhin werden Sie irgendwann Ihrem Kind von diesem Moment erzählen wollen und werden mit ihm immer wunderschöne Erinnerungen verbinden.

Eine Geburt ist für die Experten im Krankenhaus Alltag und Sie sind in guten Händen. Lassen Sie sich also ruhig ein bisschen fallen und saugen Sie die Eindrücke dieses Tages in sich auf.

Und natürlich: herzlichen Glückwunsch!

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