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Wenn Kinder Angst vor dem Zahnarzt haben

Kinderzahnarzt - Angst vor dem Zahnarzt

Angst vor dem Zahnarzt – ein massives Problem, dessen Ursachen oft in den ersten Lebensjahren liegen!

Schmerzen die Zähne oder ist das Zahnfleisch entzündet, ist das immer unangenehm. Kommt noch Angst vor dem Zahnarzt dazu, kann das dramatische Folgen haben. Immer wieder kommt es vor, dass Patienten lieber die starken Schmerzen ertragen und den Verlust von Zähnen riskieren, als zum Zahnarzt zu gehen.

Die Ursachen für solche tiefsitzenden Ängste liegen oft in der Kindheit. Wer als Kind schon schlechte Erfahrungen gesammelt hat, ist oft jahrzehntelang nicht in der Lage, diese abzulegen.

Wo liegen die Ursachen für die Angst vor dem Zahnarzt?

Viele Menschen fühlen sich von Arztbesuchen gestresst. Egal, ob es um den Allgemeinmediziner geht oder den Zahnarzt. Wenn Kinder in einer Familie aufwachsen, in der die Erwachsenen viel von negativen oder schmerzhaften Besuchen beim Zahnarzt erzählen, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass sie von vornherein Ängste entwickeln.

Bemerken Eltern bei ihren Kindern die ersten Anzeichen für Angst vor dem Zahnarzt, sollten sie zunächst das eigene Verhalten überprüfen. Es ist wichtig, die eigenen Ängste in den Griff zu bekommen und Kindern ein positives Bild vom Zahnarzt zu vermitteln.

Wie finde ich den passenden Zahnarzt?

Natürlich ist es auch für den Zahnarzt schwierig, wenn er einen Patienten vor sich hat, der bei jeder Berührung zusammenzuckt oder gar nicht erst den Mund öffnen mag. Wer tiefsitzende Ängste hat, sollte möglichst einen ruhigen und erfahrenen Dentisten aufsuchen, der in der Lage ist, Vertrauen zu vermitteln. Spezialärzte mit Sprechstunden für Angst-Patienten sind hier oft eine gute Wahl.

Wer dazu noch das Glück hat, einen Arzt zu finden, der besonders gut mit kleinen Patienten umgehen kann, hat gute Chancen, den Kindern die Ängste vor dem Zahnarztbesuch zu nehmen. In vielen Städten gibt es inzwischen auch spezielle Kinderzahnärzte. Hier ist alles auf kleine Patienten eingestellt. Das beginnt beim Mobiliar und den Geräten und geht bis zum speziell-geschulten Praxis-Team.

Wie kann ich mein Kind optimal auf den Zahnarztbesuch vorbereiten?




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„Oft sind die Ängste nicht direkt mit dem Zahnarzt verbunden, sondern sie beruhen auf der Angst vor dem Unbekannten. Hier sollte die Behandlung als Erstes ansetzen, am besten auf ganz spielerische Weise,“ erklärt Kinderzahnarzt Dr. Seidel aus Berlin, der sich auf Angstpatienten und eine kinderfreundliche Zahnbehandlung spezialisiert hat.

Kinderzahnärzte raten dazu, Kinder so früh wie möglich mit in die Praxis zu nehmen, denn so kann das Kind die Praxis und den Arzt kennenlernen. Wichtig ist, Kinder nie zu etwas zu zwingen, was sie nicht möchten. Beim ersten Besuch in der Praxis geht es allein um das Kennenlernen, eine Behandlung ist zu diesem Zeitpunkt noch nicht angebracht.

Sie als Eltern können ihre Kinder vorbereiten, indem sie den Zahnarztbesuch vorab mit Puppen spielerisch darstellen und ihrem Kind genau erklären, was passieren wird. Optimal ist auch ein Bilderbuch von Zahnarzt* als Gute-Nacht-Geschichte. Hier sind die Formulierungen und Zeichnungen optimal auf Kinder abgestimmt. Positive eigene Erfahrungen oder lustige Geschichten helfen auch, ein positives Gefühl für den Zahnarzt zu entwickeln. Spielerische Vorbereitung bringt den besten Erfolg und kann den nächsten Arzttermin wirklich angstfrei gestalten.

Achtung bei Einflüssen von außen!

Gerade in der Schule gibt es immer wieder Kinder, die ihren Klassenkameraden mit dramatischen Erzählungen Angst einjagen wollen. Auch Film und Fernsehen können dazu beitragen, dass ein Zahnarztbesuch wie ein Besuch in der Folterkammer erscheint. Auch im Internet kursieren reichlich Gruselgeschichten von Zahnarztbesuchen – in Texten, Bildern und Videos – seien sie also wachsam und versuchen mit Fingerspitzengefühl herauszufinden, wo die Ängste ihres Kindes herrühren.

Es gibt immer Hoffnung

Die gute Nachricht: Bei Kindern ist es oft viel einfacher, ihnen die Angst vor dem Zahnarzt zu nehmen, als bei erwachsenen Angstpatienten. Haben sie einen ruhigen und kinderlieben Zahnarzt gefunden, der sich Zeit nimmt für die Fragen des Kindes und der besonders vorsichtig arbeitet, ist der wichtigste Schritt getan. Strahlen sie als Eltern – und vielleicht auch die Geschwister – Vertrauen in den Zahnarzt aus, wird auch der kleine Angsthase bald Zutrauen fassen.

Und wenn dann noch die Pflege der Zähne beim Kind klappt, dann haben sie bald ein glückliches und schmerzfreies Kind, das in Zukunft gern zum Zahnarzt seines Vertrauens geht.

Foto: anitapeppers / MorgueFile.com

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