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Kinder im Internet – das sollten Sie wissen!

Kindersicherheit im Internet

Das Internet ist ein wichtiger Teil unserer Gesellschaft und gehört bei vielen zum Alltag. Auch die Anzahl der Kinder, die im Netz unterwegs sind, steigt stetig. Sei es, um sich Kinderfilme anzuschauen, für die Schule zu lernen oder aus anderen Gründen.

Leider birgt das Internet aber auch viele Gefahren und Probleme, über die sich sowohl Eltern als auch Kinder im Klaren sein müssen, um sich effektiv schützen zu können. Alles, was Sie dazu wissen müssen, erläutern wir im folgenden Beitrag.

Für Anfänger: Die Begleitung der Kinder im Netz

Vor allem kleine Kinder im Grund- und Vorschulalter sollten nicht unbeaufsichtigt im Netz surfen. Zum einen erfordert das Internet eine ausgeprägte Surf- und Lesekompetenz, die bei Kindern in diesem Alter noch nicht vorhanden ist, zum anderen gibt es aber auch einfach zu viele Probleme und Risiken, wenn ein Kind in jungem Alter allein im Netz unterwegs ist. Mit einem falschen Klick aus Neugier können so Viren heruntergeladen oder nicht jugendfreie Seiten geöffnet werden.

Die Aufklärung in diesem Alter und die Absprache mit Kindern ist hier besonders wichtig, damit die Kinder schon früh ein Verständnis dafür bekommen, wie und wofür das Internet genutzt werden sollte. Zum Surfen sollten Kinder vor allem spezielle Kindersuchmaschinen und Kinderseiten nutzen. Diese sind nicht nur werbefrei, sondern bieten auch altersgerechte Inhalte, die das Kind fördern.

Vereinbarungen, Kontrolle und Aufklärung – Surfen für ältere Kinder

Sind die Kinder erst einmal älter und können lesen und schreiben, dann wird das Internet noch viel spannender und die Interessen ändern sich. Anbieter wie YouTube oder Facebook rücken in den Mittelpunkt und die Kids verbringen Zeit mit Spielen und dem Anhören von Musik.

Besonders in diesem Alter sind Aufsicht und Aufklärung wichtig. Die Kinder sollten bis zu einem Alter von etwa 12 Jahre im Familienzimmer an einem Familiencomputer surfen. Darüber hinaus sollten Vereinbarungen über die Surfzeit sowie verschiedene Regeln aufgestellt werden, an die sich die Kinder zu halten haben. Eine tolle Idee ist ein persönlicher „Mediennutzungsvertrag“, der die Interessen von Kindern und Eltern wahrt.

Downloads von Musik oder Spielen sowie die Anmeldung oder das Erstellen von Profilen auf Webseiten und in den sozialen Netzen sollten nur nach Absprache und mit Erlaubnis erfolgen. Die Eltern sollten zudem den Vorgang genau überwachen und ggf. bei der Einrichtung der Profile – besonders der Sicherheits- und Datenschutzfunktionen – anwesend sein.

Kinder- und Jugendschutz: technische Möglichkeiten nutzen

Alle Geräte, mit Zugang zum Internet, vom Smartphone bis zum Computer, verfügen über Schutz- und Sicherheitsvorkehrungen für Kinder und Jugendliche. So können zum Beispiel Zeiten am Computer eingestellt werden, wann dieser benutzt werden kann. Darüber hinaus können bestimmte Webseiten, Spiele oder Programme geblockt werden, damit Kinder keinen Zugriff auf diese haben.

Tablets und Smartphones verfügen über ähnliche Möglichkeiten, um den Download oder die Nutzung von bestimmten Apps zu verhindern. Darüber hinaus können Berichte angefertigt werden, mit denen sich nicht nur nachvollziehen lässt, was die Kinder im Internet gemacht haben, sondern die auch die Eltern informieren, wenn der Nachwuchs versucht hat, auf einen verbotenen Inhalt zuzugreifen.




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Der Nachteil ist, dass diese Maßnahmen und deren Funktionsweise sowie die Einrichtung Zeit in Anspruch nehmen. Darüber hinaus schränken sie unter Umständen die Nutzung durch andere User ein, da sie zum Beispiel ein Passwort erfordern. Trotz allem Aufwand und trotz der eventuellen Unannehmlichkeiten durch störende Passwortabfragen, etc. sind diese Maßnahmen sehr effektiv und dringend zu empfehlen. Am Ende lohnt sich der Aufwand schon allein aufgrund der deutlich höheren Sicherheit.

Externe Programme und Schutzvorrichtungen

Neben den Möglichkeiten, die die verschiedenen Geräte von Haus aus bieten, gibt es externe Software, die man kostenlos oder kostenpflichtig herunterladen kann und die zum Schutz der Kinder und der Computers beiträgt. Allen voran selbstverständlich die Firewall und ein Antiviren-Programm.

Die Firewall ist zwingend notwendig, um bestimmte Webseiten zu Blocken und um zu verhindern, dass das unbedachte Surfen der Kinder Schaden auf dem Computer anrichtet. Häufig sind solche Vorkehrungen jedoch bereits im Betriebssystem oder im Router integriert.

Das ergänzende Antiviren-Programm hingegen schützt den Computer vor Schadprogrammen, potentiell gefährlichen Downloads und blockt Webseiten, die ein Sicherheitsrisiko darstellen. Damit ist es unumgänglich – vor allem, auf einem Windows-Computer. Die Bedienung sollte so einfach sein, dass der Virenscanner automatisch im Hintergrund läuft und seine Arbeit von allein verrichtetet.

Zusätzlich bieten die verschiedenen Anbieter Kinder- und Jugendschutz Programme und Apps an, die es einfacher machen, bestimmte Regeln und Richtlinien für die Nutzung der Geräte festzulegen. Einen geschützten, kindgerechten Surfraum bietet der KinderServer.

Fazit

Der Schutz von Kindern und Jugendlichen im Internet bedarf vor allem der Aufklärung und der Konfrontation mit den Problemen. Es gibt eine Reihe von Sicherheitsvorkehrungen und Software, die dabei helfen können, den PC und die Kinder vor Schaden zu schützen. Letzten Endes jedoch sind es die Kinder selbst, die mit Verantwortungsbewusstsein im Netz surfen sollten und die ihren Eltern alles mitteilen sollten, was ihnen komisch vorkommt.

Damit die Kinder jedoch diese Gefahren oder Probleme erkennen können, müssen sie mit ihnen vertraut sein. Kein Antiviren-Programm und keine Schutzvorrichtung sind besser, als das eigene Bewusstsein über die Situation und die Kenntnis über die möglichen Gefahren und Probleme.

Foto: Dima Sikorsky / shutterstock.com

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