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Welche Versicherung brauchen Kinder wirklich?

Versicherung

Kinder sind häufig noch gar nicht auf der Welt,  bevor sie das erste Mal Post bekommen. Fürsorgliche Menschen sorgen sich um Gesundheit und Wohlergehen des Ungeborenen, manchmal sogar schon um dessen Altersvorsorge.

Wer denkt, dass fürsorglich in diesem Fall mehr wie geschäftstüchtig klingt, liegt gar nicht so falsch. Denn es gibt tatsächlich Versicherungen, die vor allem ihren Anbietern Vorteile bringen. Es sollte aber natürlich der Nutzen für das Kind und seine Familie im Mittelpunkt stehen.

Welche Versicherungen brauchen Kinder also wirklich? Ein kleiner Überblick!

Unverzichtbar

Krankenversicherung

Die einzige Versicherung, die Kinder (Erwachsene natürlich auch) wirklich vom ersten Tag an brauchen, ist natürlich die Krankenversicherung. Sind die Eltern gesetzlich krankenversichert, läuft das ganz unkompliziert und vor allem ohne zusätzliche Kosten.

Bis zum 25. Geburtstag können Kinder kostenlos bei den Eltern mitversichert werden, solange sie kein eigenes Einkommen haben. Ist ein Elternteil (oder beide) privat versichert, sieht das etwas anders aus. Dann kostet der Versicherungsschutz für Kinder extra, trotzdem ist er unverzichtbar.

Haftpflichtversicherung

Wo gehobelt wird fallen Späne, wo Kinder spielen, geht auch mal etwas zu Bruch. Und manchmal entstehen dadurch Schäden, die man nicht mal eben aus der Haushaltskasse begleichen kann.

Eine private Haftpflichtversicherung ist deshalb für Familien besonders wichtig. Die gute Nachricht: Auch hier sind Kinder bei den Eltern mitversichert, bis sie die erste Berufsausbildung absolviert haben.

Von Fall zu Fall

Krankenzusatzversicherungen

Zahnspangen, Brillen – was früher von gesetzlichen Krankenkassen selbstverständlich übernommen wurde, kann heute zusätzlich kosten. Viele Eltern schließen deshalb Krankenzusatzversicherungen ab, die zumindest einen Teil der Extra-Kosten übernehmen. Kein Muss, aber in einigen Fällen durchaus sinnvoll.

Unfallversicherung




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Viele Familien schließen Unfallversicherungen für ihren Nachwuchs ab, für den Fall, dass Kinders sich beim Toben oder beim Sport Verletzungen zuziehen, die bleibende Schäden zur Folge haben.

Wirklich notwendig ist das allerdings nicht. Auch hier sollten Sie Ihre persönliche Situation zunächst genau betrachten und überlegen, wie hoch das Risiko für einen schwerwiegenden Unfall ist. Kinder, die z. B. reiten, haben eher mal einen Unfall als solche, die ein Musikinstrument spielen.

Invaliditätsversicherung

Statt einer Unfallversicherung kann aber auch eine Kinderinvaliditätsversicherung die richtige Wahl sein. Sie sichert Kinder im Falle von Invalidität auch ab, wenn diese nicht durch einen Unfall, sondern z. B. eine Krankheit hervorgerufen wurde.

Wenn Sie eine solche Versicherung abschließen möchten, achten Sie aber unbedingt darauf, dass die Kinder z. B. auch bei folgenden Fällen abgesichert sind:

  • Vergiftungen, Infektionen (z. B. nach Zeckenbissen)
  • Verschlucken von Gegenständen

Finger weg!

Viele Versicherungen bieten bunte Kombi-Produkte an, die Sparen und z. B. Leistungen im Falle von Unfällen oder Krankheiten kombinieren. Von solchen Produkten sollten Sie in jedem Fall die Finger lassen.

Versicherungen und Sparpläne gehören nicht in einen Topf, hier fehlt die Transparenz. Wenn Sie für ihr Kind sparen möchten, tun sie dies unabhängig von anderen Versicherungsangeboten. Wenn Sie es versichern möchten, sollte das getrennt von Sparplänen erfolgen.

Foto: Joshua Clay / unsplash.com




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