Service & Information, Technik & Medien
Kommentare 1

Hast du Tonies?

Toniebox Tonies

Die Sache ist die: Das Kind (also mein Kind) liebt Musik. Und Geschichten. Aus diesem Grund schaffte ich vor knapp zwei Jahren – das Kind konnte gerade einigermaßen unfallfrei von A nach B marschieren – einen handelsüblichen CD-Player mitsamt einigen Kindermusikalben und Hörspielen an.

Besagte zwei Jahre, sechs weitere Player und geschätzte hundertachtzig zerkratzte, bemalte, zerbrochene, verklebte, unter Wasser gesetzte, in falsche Hüllen einsortierte oder komplett unauffindbare CDs später hatte Mutti (also ich) die Nase voll: Kein neuer Ghettoblaster mehr und keine weiteren CDs, jedenfalls nicht vor dem 18. Geburtstag des Kindes.

Unterhaltungsmedien und Zerstörungswut

Abgesehen von der durchaus altersgerechten Zerstörungswut einer Dreijährigen war ich müde und zermürbt von diesem fordernden, diesem gellenden Schrei aus dem Kinderzimmer: „Maaaaaama! Mach wieder an!“

Woraufhin Mama (also ebenfalls ich) – zehn Sekunden, nachdem sie irgendwo Platz genommen/sich der Waschmaschine gewidmet/ein Telefonat begonnen hatte – stets zum Nachwuchs eilte und sich in verzweifelten Versuchen erging, einer mit Knete und Plakafarben überzogenen CD noch ein wenig Abspielwillen einzuhauchen.

Nein, nein, nein, Schluss damit!, habe ich mir da wie bereits erwähnt gesagt. Woraufhin das Kind, nun ja, ein wenig Unmut verbreitete.

Die Lösung aller Probleme

Doch dann, an einem regnerischen Tag Anfang Januar, erschien mir wie aus dem Nichts ein Fingerzeig des Schicksals, eine göttliche Fügung, die Lösung all meiner Probleme in Sachen kleinkindgerechtes Unterhaltungsprogramm jenseits von „Darf ich Fernsehen gucken?“ und „Können wir in den Heidepark Soltau fahren?“:  Die Toniebox.

Verzeihen Sie meine Euphorie, die jegliche professionelle Distanz einer Journalistin vermissen lässt, denn es ist schlicht und ergreifend so: Ich entdeckte die Toniebox in einer Buchhandlung – und war sofort hingerissen und von dem Konzept zu hundert Prozent überzeugt.

Schluss mit Schnittwunden und Rattattarattataa

Manchmal, wenn auch selten, gibt es das ja, dass man etwas sieht und es sofort „Bummschakkalakka“ macht.

Tonies

Fotos: mido pr

Und so ging es mir eben mit diesem Lautsprecherkubus (gerade mal 12×12 cm klein und 600 Gramm leicht), der nach einem simplen Prinzip funktioniert: Das Kind stellt eine Spielfigur (Benjamin Blümchen, Bibi Blocksberg, den Grüffelo, wen auch immer) auf den bunten Würfel, schon startet das betreffende Hörspiel (eben Benjamin Blümchen, Bibi Blocksberg, der Grüffelo, oder wer auch immer). Over & Out, das ist es relativ schnörkellos auf den Punkt gebracht.

Kein Rumgesuche nach der richtigen CD in einem Wust aus gar nicht oder falsch zurückgesteckten Alben, kein enervierendes „Rattattarattataa, Rattattarattatta“ aus einem 30-Euro-Ghettoblaster, der bei jedem zweiten Track den Dienst quittiert (kein Wunder, wenn er zuvor mit Keksen oder Gummibärchen gefüttert wurde), keine tiefen Schnittwunden mehr in Füßen, die auf zersplitterte Hüllen treten, kein Rädchen, kein Regler, kein gar nichts, was ohne Muttis Hilfe nicht bedient werden kann.

Nein, alles – vorbei! Kann es etwas Schöneres geben?




WERBUNG

Die Toniebox – so funktioniert’s

Dabei wird die Box mit den zwei spitzen Öhrchen rein intuitiv bedient. Einschalten? Auf eines der Ohren drücken. Lauter? Aufs größere Ohr drücken. Leiser? Na, kommen Sie selbst drauf?

Einen Track vor geht’s mit einem beherzten Klaps auf die linke Seite der Box, zurück natürlich genau andersherum. Kippt man die Box nach rechts, wird vorgespult, nach links geht’s zurück.

Toniebox

Fotos: mido pr

Der stoßfeste Lautsprecher selbst ist mit weichem Kunststoff überzogen und fasst sich dadurch angenehm an, mit 7 Stunden Akkulaufzeit stören weder Kabel und noch Netzteil, die Toniebox kann also sogar mit ins Bett.

Die Tonies, also die Hörspielfiguren, übernehmen den Job der bisherigen CD, denn sie übertragen per Chip ihre Geschichte an die Box. So kann das Kind selbst und ohne Hilfe bestimmen, was es gerade hören will. Einfach eine Spielfigur auswählen, auf den Lautsprecher stellen, los geht’s.

Kreativität ohne Ende

Zwischen 11,99 Euro und 14,99 Euro kostet so eine Figur, und das Sortiment reicht derzeit vom Sams über die Olchis und dem Grüffelo bis hin zum Rabe Socke, Janosch, Conni und Bibi Blocksberg. Weitere Figuren sind in der Entwicklung, denn das Audio-System ist ja noch ganz neu am Markt.

Allerdings – und hier kommt der Punkt, der mich schließlich restlos überzeugte – gibt es auch noch die „Kreativ-Tonies“. Das sind Figuren zum Selberbespielen, per MP3 können hier Lieblingshörspiel oder -musik vom Sprössling gespeichert werden.

Oder – Knaller, Knaller, KNALLER! – die Kinder sprechen über eine Handy-App selbst Texte auf den Kreativ-Tonie. Haben wir es als Kinder nicht alle geliebt, eine eigene Kassette aufzunehmen? Also, ich schon, und meine Tochter ist auch schon fleißig dabei.

Mein Fazit: Die Toniebox und die Tonies sind für mich die Erfindung des Jahrzehnts. Schade, dass ich selbst nicht drauf gekommen bin 😉

Fotos: mido pr

1 Kommentare

  1. Pingback: Hast du Tonies? | Heikes Projekte

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.