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Zimtsterne – oder: Augen auf beim Plätzchen backen mit Kindern!

Zimtsterne

Weihnachten und die Adventszeit – wir alle haben da diese Bilder im Kopf. Kerzenschein, ein paar Tannenzweige, glückliche Kinder, die beseelt Mürbeteigplätzchen ausstechen und verzieren.

Danach rollen wir gemeinsam ein paar Vanillekipferl, um uns schließlich an die Zimtsterne und vielleicht noch ein oder zwei andere Kekssorten zu machen. Im Hintergrund trällert Rolf Zuckowski etwas von „ … aus der Weihnachtsbäckerei …“

Das kann so laufen, ihr solltet euch aber nicht darauf verlassen!

Plätzchen backen mit Kindern – die Realität

Nehmen wir mal an, du hast ein oder zwei (oder mehr) bezaubernde Kleinkinder und alles dafür vorbereitet, damit es genau so läuft wie oben beschrieben (so wie ich damals …).  Es soll ein toller Nachmittag werden, die Keksteige sind vorbereitet und warten nur darauf, verarbeitet zu werden.

Nun kann es passieren, dass es schon bei der Auswahl der Ausstechformen zum ersten Handgemenge kommt, weil alle anwesenden Kinder gern Einhörner fertigen möchten und nicht die langweiligen Herzen, Monde oder Sternchen.

Vielleicht ist bis hierher auch noch alles friedlich. So oder so folgt jetzt der Moment, zum Durchatmen. Genieß die Minuten, in denen die lieben Kleinen, ein paar Kekse ausstechen.

Natürlich langen sie auch kräftig beim Teig zu, das gehört zum Konzept des Plätzchenbackens. Dann aber – etwa nach 15 bis 20 Minuten – verlässt das Zwergenvolk die Motivation. Irgendetwas anderes ist deutlich interessanter und du findest dich allein vor den verbleibenden 3 Kilo Teig.

Zuckerguss überall, Glitzer auf dem Sofa

Es gelingt dir noch einmal, den Nachwuchs zurück in die Küche zu locken als es daran geht, die ersten Plätzchen mit Zuckerguss, Streuseln und all der krassen Deko zu verzieren. Nach weiteren 10 Minuten – die Kinder haben genauso viel Zuckerguss und Deko in ihren Haaren verteilt wie auf und neben den Keksen – wird auch dieser Spaß langweilig.

Den Ersten ist eh schon schlecht und so trollen sie sich wieder in ihre Zimmer. Oder auf das Sofa, dem ein bisschen Glitzer ja auch gut steht. Vielleicht liegt auch noch einer unter dem Küchentisch und zaubert Mehl-Engel (das Pendant zu Schnee-Engeln) in den Berg Weizenmehl, der sich dort angesammelt hat.

Nachtschicht in der Weihnachtsbäckerei

Den Rest des Abends bist du ganz froh, wenn sie sich einigermaßen still verhalten und sich irgendjemand findet, der sie ins Bett bringt. Du hast schließlich bis weit nach Mitternacht damit zu tun, die Weihnachtsbäckerei zu einem erfolgreichen Abschluss zu bringen und danach die Küche mit dem Hochdruckreiniger wieder auf Vordermann zu bringen.

Völlig überzogen findest du? Bei euch läuft das immer wie im Bilderbuch? Herzlichen Glückwunsch!

Und ich gebe zu: Etwas übertrieben habe ich. Außerdem gibt es da diese eine Freundin, deren Tochter tatsächlich stundenlang und mit Hingabe bei der Sache ist. Doch sagt nicht, ich hätte euch nicht gewarnt, falls es genau so abläuft 😉

Plätzchen backen mit Kindern – mein Tipp!

Keep it simple! Je kleiner die Kinder, desto weniger Rezepte solltest du einplanen. Ein Teig ist vollkommen ausreichend. Natürlich sind Ausstechplätzchen mit Guss und Streuseln meistens ein Garant für Spaß und zumindest etwas Hilfe von kleinen Händen.

Wenn du doch das große Programm durchziehen möchtest, hol dir Hilfe.  Routinierte Omas oder Freundinnen, die gern backen, zwischendurch die Kinder bespaßen, ins Bett bringen oder sogar die Küche putzen. Dann kannst du auch etwas mehr schaffen.

Zimtsterne – oder so läuft es bei mir seit einigen Jahren

Meine Kinder sind 13 und 11 und ihr Interesse an Weihnachtsbäckerei sehr überschaubar. Wobei sie schon gern mal einen Keks essen.

Wenn ich also backe, dann immer nur ein Rezept, auf das ich gerade Lust habe, und so viele Kekse wie sich in ein bis zwei Stunden verarbeiten lassen. Zuletzt waren das Zimtsterne. Und deshalb hier mein Rezept dafür.

Zimtsterne – Die Zutaten




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Für ca. 50 Zimtsterne

  • 500 g gemahlene Mandeln
  • 300 g Zucker
  • 1 TL Vanillezucker
  • Abrieb einer halben, unbehandelten Zitrone
  • 1 EL Zitronensaft
  • 3  Eiweiß
  • 10 g Zimtpulver

Für den Guss:

  • 200 g Puderzucker
  • 1  Eiweiß

Zimtsterne – Die Zubereitung

  1. ZimtsterneMandeln, Zucker, Vanillezucker, Zitronenabrieb, Zitronensaft, Eiweiß und Zimtpulver zufügen und alles zu einem glatten Teig verkneten.
  2. Nun den Teig etwa 1 Stunde in Frischhaltefolie eingewickelt kühlen.
  3. Backofen auf 220° Ober-/Unterhitze vorheizen.
  4. Für die Glasur den Puderzucker mit dem Eiweiß verrühren und leicht aufschlagen.
  5. Den Teig zwischen zwei Lagen Backpapier ca. 1 cm dick ausrollen, dann Sterne ausstechen und auf ein Blech mit Backpapier geben.
  6. Die Sterne reichlich mit der Glasur bestreichen, auf der mittleren Schiene ca. 12 Minuten backen, aus dem Ofen nehmen und auskühlen lassen.

Tipps: Wenn der Teig sehr klebt, hilft es, die Förmchen vor dem Ausstechen in gemahlene Mandeln oder kaltes Wasser zu tauchen. Die Teigreste nach dem Ausstechen entweder wieder verkneten und erneut ausrollen bis alles verarbeitet ist. Ich habe neben den großen Ausstechformen auch noch kleinere Sterne und nutze sie für die Reste, damit ich nicht ganz so oft ausrollen muss.

Übrigens: Falls du einen Thermomix® besitzt, findest du hier das Rezept für die Zubereitung des Teiges darin.

Zimtsterne

Fotos: Nicole Stroschein



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