Freizeit & Familienleben
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Elternschaft gilt rund um die Uhr

Briefe
Gastbeitrag von Nessa Altura

Eltern haben zu tun – ob ein Kind oder mehrere, die Arbeit reisst nicht ab. Immer bleiben Dinge, die noch zu tun wären, ungetan, weil der Tag nicht genügend Stunden hat.

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Mein Vater sagte immer: „Der Tag hat vierundzwanzig Stunden, und wenn das nicht reicht, dann nimm die Nacht zu Hilfe!“ Als Kind habe ich immer wieder gerätselt, wie das zahlenmäßg aufgehen konnte.

Es geht nicht auf

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Es geht nicht auf. Inzwischen weiß ich das. Inzwischen sind auch meine Kinder groß und die Zeitnot ist nicht mehr so quälend.

Ich hadere aber damit, dass Kontakte zu Menschen, die mir einmal wichtig gewesen sind, in diesen zwanzig Kinderjahren – mehr sind es ja nicht – eingeschlafen sind und jetzt nur mit einiger Mühe wieder zum Leben erweckt werden wollen. Bei einigen ist das gar nicht mehr möglich: bei meiner Freundin Ulla, zum Beispiel, deren jetzigen Aufenthalt ich nicht kenne, bei Cousin Frank, der unter Demenz leidet, und bei Tante Amalie, die gestorben ist.

Keine Zeit, keine Zeit?

Zeit gibt es im Übermaß. Man muss sie sich aber nehmen. Und man hat sich die Zeit zur Kontaktpflege einfach nicht genommen. Und jetzt ist es zu spät.

Es hätte nicht so kommen müssen, denke ich. Und deshalb habe ich ein Versandhaus für persönliche Post gegründet, den Autorenexpress. Ich verschicke im Auftrag derjenigen, die wollen, aber nicht dazu kommen, es auch zu tun, Post. Persönliche Post. Briefe, Postkarten, Booklets, Päckchen mit Büchern.

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Wie soll das gehen?

Es ist eigentlich ganz einfach: Wer mich beauftragt, wählt die Art der Postsendung im Abonnement und gibt mir die Adresse des Empfängers oder der Empfängerin bekannt. Und zahlt am Ende die Rechnung. Und ich verschicke Postkarten mit Gedichten – klassischen oder selbstverfassten – an die Oma, die Schwiegermutter, die Freundin. Vorne mit Bild und Literaturzitat, auf der Rückseite mit Text und Grüßen vom Auftraggeber.

Postkarten

Foto: Autorenexpress.de

Über Gedichte freuen sich auch diejenigen, die für Poesie nichts übrig haben, das habe ich vielfach gehört. Manch eine oder manch einer findet dadurch auch zur Lyrik zurück, die ihn oder sie in Jugendzeiten begeistert haben.

Alle Postkarten passen in Bild und Text zum jeweiligen Monat und bei einigen kann man den Text – Gedichte müssen klingen! – auch am Telefon nachhören. Das schafft eine persönliche Verbindung und währt immerhin ein ganzes Jahr (12x).

Gedichte sind nichts für Männer

Sie würden sich wundern! Auch Männer mögen poetische Naturbetrachtungen, geben es aber nicht so gerne zu.

Luftpost

Foto: Autorenexpress.de

Für alle anderen gibt es unsere Luftpostbriefe. Die sind rotblau gerändert – Sie erinnern sich doch sicher noch daran, wie man sich gefreut hat, wenn einer aus Amerika (oder sonstwoher) auf dem Tisch lag! – und enthalten eine klitzekleine Kurzgeschichte, die man sich zum Frühstück einverleiben kann, über die man reden und nachdenken kann.

Kurzgeschichten schreiben ist mein Metier, für das ich auch schon viele Auszeichnungen bekommen habe. Hinzu kommt auf der Frontseite des Luftpostbrief-Inhalts ein handschriftlicher Text, der ein wenig über den Monat erzählt, in dem die Post zum Empfänger oder der Empfängerin fliegt – mit echter Briefmarke selbstverständlich.

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Briefe sind eine europäische Tradition

Früher haben wir ja alle solche Briefe geschrieben: auf schönem akkurat gefaltetem Papier, in sorgfältiger Handschrift, im zugeklebten Couvert, mit ausgesuchter Briefmarke. Heute tut das – außer uns – fast niemand mehr und deshalb ist auch der Gang zum Hausbriefkasten auch so öde geworden: nur Werbung und Rechnungen!

Auf meinen vielen Radwanderungen in Europa sind mir in den abgelegensten Gegenden immer wieder gelbe Autos begegnet. Darin ein fröhlicher Postbote, eine sympathische, wenn auch meist eilige Postbotin und am anderen Ende der Strecke ein einsames Haus und ein einsamer Mensch, der schon wartete. Ein paar Worte hin und her…

Eine wunderbare europäische Tradition, die es zu erhalten gilt, meine ich.

Briefe können Kunstwerke sein

Für Menschen, die gerne Historisches lesen, haben wir uns ein Angebot ausgedacht, das die Empfängerin oder den Empfänger in die Zeit des Absolutismus entführt, ins Russland Katharinas der Großen. Und nicht nur dorthin – aber sehen Sie selbst.

Post aus Petersburg

Foto: Autorenexpress.de

In diesem Spiel fungiert der Adressat oder die Adressatin als „geheime“ Postverteilstation und kann auf diese Weise das skandalöse (und historisch verbriefte) Geschehen um eine deutsche Prinzessin Ende des achtzehnten jahrhunderts aus den Augen von vier damit befassten Personen verfolgen: Ein Briefroman in 25 Sendungen, die wöchentlich ins Haus flattern. Ein halbes Jahr lang. Hübsch verpackt, bestempelt und fein geschmückt.

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Humor ist doch am allerbesten

Am Unverfänglichsten und am Willkommensten ist immer Humor. Darüber freut sich jeder – ob nahe- oder fernerstehend, ob Mann oder Frau, ob alt oder jung.

Feldpost

Foto: Autorenexpress.de

In unserer Feldpost berichten wir humor– und liebevoll von der Front. Entweder von der Beziehungsfront – für Paare geeignet! – oder vom Literaturmarkt. Letztere enthält, wiederum in 12 Sendungen, Glossen über den Literaturbetrieb, die alle, die Bücher lieben, erfreuen dürften.

Aber es gibt auch die Möglichkeit, vier mal im Jahr zum jeweiligen Saisonbeginn ein Booklet von den deutschen Großmeistern des Humors zu bestellen: von Ringelnatz, Robert Gernhardt, Heinz Ehrhardt und dem Zeichner Traxler.

Briefe sind immer auch ein Angebot zur Kommunikation

Unsere Angebote kosten (mit Ausnahme des Briefromans) nicht mehr als ein Blumenstrauß. Der verwelkt rasch, unsere Briefe aber bleiben. Sie halten im Normalfall ein Jahr… und können darüberhinaus natürlich aufbewahrt oder weiterverteilt werden.

Sie sind immer auch ein Angebot zur Kommunikation. Der Empfänger oder die Empfängerin wird sich melden (müssen), wird sich bedanken (wollen), wird sich darüber unterhalten (mögen) – wenn nicht mit dem Schenkenden, so doch vielleicht mit anderen. Und wenn es nur der Postbote ist! Ein Kontakt entsteht, wird genährt, stabilisiert sich. Viele unserer Abonnenten haben eben dies berichtet.

Probieren Sie es einfach mal aus!

Die Autorin

Nessa Altura

Foto: Thomas Bischof

2001 veröffentlichte Nessa Altura ihre erste Kurzgeschichte und gewann damit den Friedrich-Glauser-Preis des Syndikats für den besten deutschsprachigen Kurzkrimi des Jahres. Seither hat sie für viele Verlage zahlreiche Storys für Anthologien geschrieben: Kriminalgeschichten und Liebesgeschichten,  Humoriges und Historisches.

Heute betreibt sie unter autorenexpress.de Blog und Web Shop und verkauft Literaturgeschenke für Menschen, die das Besondere lieben. Sie lebt in Böblingen.

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Bücher von Nessa Altura

Titel: Sonne, Sand & Sünde*

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Inhalt: 5 feine Sommergeschichten von Nessa Altura: Alle spielen im Süden – in Italien und in Griechenland. Was haben wilde Hunde mit urlaubenden Skandinaviern zu tun und schwangere Punkmädchen mit Walen? Und warum träumt eine Mutter von blauen Mülltüten und ein Professor von bezaubernden Studentinnen? Alle Storys brauchen das Meer und seine Wellen, um sich selbst weiterzutreiben, aber überall gibt es auch gefährliche Unterströmungen.

Format: Kindle Ausgabe
ASIN: B00KSOQM00
Preis: 2,99 EUR

Titel: Zucker, Zeck & Zeppelin*

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Inhalt: 5 spannende Sommergeschichten von Nessa Altura. Sie spielen im Voralpenland, im Gebirge, am See, auf Wiesen und an Flüssen, also bei uns – und leider nicht auf den Malediven! Aber auch Hiergebliebene können allerhand erleben…Das kann mit Liebe beginnen und am Ende bis hin zu Kriminellem reichen. Freuen Sie sich auf intelligente Unterhaltung!

Format: Kindle Ausgabe
ASIN: B00M4J7HD8
Preis: 2,99 EUR

Titel: Diagnose Mord*

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Inhalt: Lesen ist gesund? Dann lesen Sie bitte auf keinen Fall weiter, besonders dann, falls Sie eine Herz- oder Nervenschwäche haben. Mit solchen Warnhinweisen wurden früher gern Zeitungskrimis versehen, aber auch hier ist der Hinweis durchaus angebracht. Diese Sammlung von Kurzgeschichten »behandelt« ausschließlich Themen aus dem Gesundheits(un)wesen und kann zu folgenden gesundheitlichen Sofort-Folgen führen: Gänsehaut, geistige Verwirrung, stockender Atem und – last but not least – akute Anfälle von Hypochondrie. Dafür garantieren hochkarätige Autoren unter chefärztlicher Leitung zweier gewiefter »Kriminalistinnen«: Nessa Altura und Ulrike Blatter, promovierte Rechtsmedizinerin. Lesen bis der Arzt kommt! Zu Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie den Autor Ihres Vertrauens.

Taschenbuch: 304 Seiten
Verlag: Buchvolk
ISBN-13: 978-3944581019
Preis: 12,90 EUR

 

Briefe

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