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Wenn kleine Leute groß werden: Das erste, richtige Konto

Konto

Finanzen sind ein wichtiges Thema, für uns alle. Ohne Geld sieht das Leben ziemlich mau aus. Über kurz oder lang sollten wir uns alle mit Themen wie Bankkonten, Versicherungen, Einkommen und unseren monatlichen Kosten auseinandersetzen.

Umso sinnvoller ist es, auch Kinder mit den finanziellen Aspekten ihres Lebens vertraut zu machen. Immer in dem Rahmen, der gerade zu ihrem Alter passt.

An erster Stelle stehen da natürlich das Taschengeld und der Umgang damit. Und meistens kommt auch schon früh der Gedanke an ein erstes (Spar-)Konto auf.

Heute möchte ich dazu mal unsere Geschichte erzählen. Sie ist nicht repräsentativ und völlig subjektiv, vielleicht aber doch ganz interessant :-)

Welcher Bank-Typ bist du?

In Hinblick auf Banken gibt es wohl aktuell zwei Typen. Die traditionsbewussten, die gern zu ihrer Hausbank gehen, wo sie den Berater kennen und sich gut aufgehoben fühlen. Und jene, die Wert auf ein kostenloses Konto legen, das sie dann oft bei einer Online-Bank abschließen.

Ich selbst gehöre zu letzteren. Einen Berater möchte ich nicht, wenn Probleme auftauchen, ist meine Online-Bank trotzdem top organisiert. Ich bin äußerst zufrieden mit ihr und das schon seit vielen Jahren.

Das Konto für die ersten Mäuse

Die ersten Konten für meine Kinder eröffneten wir trotzdem ganz klassisch bei der Sparkasse, genauer gesagt der Haspa, also der Hamburger Sparkasse. Der Grund dafür ist ganz einfach: Die Haspa bietet mit ihrem Mäusekonto ein super Angebot, mit dem auch kleine Finanz-Anfänger super ihre ersten Bankgeschäfte abwickeln können.

So gibt es aktuell nicht nur tolle 3 % Zinsen auf das eingezahlte Geld, die Kinder bekommen auch eine Karte, mit der sie Kontoauszüge ziehen und selbständig am Schalter Geld abheben können. Den Verfügungsrahmen legen die Eltern vorher fest.

Plötzlich groß – welches Konto ist das Richtige?

Nun wachsen Kinder erfahrungsgemäß rasant und sind viel schneller groß als wir alle das erwarten. Genauso war es auch bei meiner Tochter. Plötzlich wurde sie 14 und musste sich aufgrund ihres Alters vom Mäusekonto verabschieden.

Schock, schwere Not! Was tun?

Erste Recherchen ergaben, dass es für Teenager natürlich ebenfalls gute Angebote gibt. Auch bei der von mir favorisierten Online-Bank.

Ich war schon fast entschlossen, ihr dort ein erstes, richtiges Konto einzurichten, da ergab es sich, dass ich mit der Beraterin in unserer Haspa-Filiale ins Gespräch kam. Auch die Sparkasse bietet natürlich ein kostenloses Giro-Konto für junge Leute an, mit eigener Giro-Card, Bezahlfunktion und allem, was das Teenager-Herz begehrt.

Spontan beschloss ich, ein Termin für ein Info-Gespräch zu vereinbaren und wurde wirklich überrascht!

Kleine Einweisung in die Welt der Finanzen

Ich erwartete ein bisschen Smalltalk, ein paar Formulare und Unterschriften und schließlich einen warmen Händedruck. Und all diese Punkte gehörten natürlich auch zu unserem Termin dazu, aber eben auch noch viel mehr.

Die Beraterin nahm sich etwa eine Stunde Zeit und erklärte meiner Tochter sehr detailliert, was sie mit ihrem neuen Konto anfangen kann, worauf sie achten muss, wann sie aufpassen sollte und schließlich gab es auch noch eine kleine Führung durch die frisch-renovierte Filiale und eine Einweisung am Geldautomaten!

Konto - Geldautomat

Geldautomat

„Alter Finne“, dachte ich mir, damit hatte ich wirklich nicht gerechnet. Und ich will mal ehrlich sein: Auch ich habe, trotz meines hohen Alters, noch etwas gelernt :-)

Kleine Zusammenfassung der Infos

Um mal einen kleinen Eindruck zu vermitteln, worum es in dem Gespräch so ging, liste ich im Folgenden ein paar Punkte auf, von denen die Bankberaterin erzählte:

  • Es ist in Deutschland nur erlaubt, Geld auf deinem persönlichen Konto zu verwahren, das dir auch wirklich gehört. Jeder Mensch sollte also ein eigenes Konto haben (Bei alten Ehepaaren ist das teilweise noch immer nicht der Fall).
  • Sei vorsichtig, wenn dich jemand bittet, Geld auf dein Konto überweisen zu dürfen, das du ihm dann bar auszahlen sollst. Es könnte sich um den Versuch der Geldwäsche handeln (über Geldwäsche erzählte sie auch ein paar Details).
  • Du kannst deine PIN am Geldautomaten selbst ändern.
  • Bevor du Geld am Automaten holst, achte darauf, wer noch im Raum ist. Wenn du dich nicht wohlfühlst, geh lieber zu einer anderen Filiale.
  • Neben jedem Geldautomaten der Haspa ist eine Gegensprechanlage, über die du um Hilfe bitten kannst, wenn etwas Unvorhergesehenes passiert.

Überraschende Entscheidung für die Haspa

Nach dieser ersten Einführung in die Welt der Finanzen, war meine Entscheidung getroffen. Anders, als ich es geplant hatte, eröffneten wir das Konto bei der Sparkasse, bzw. wandelten das alte Mäusekonto in ein Girokonto um.

Jugendkonto

Jugendkonto

Jugendkonto

Jugendkonto

Ich weiß nicht, ob es Zufall war oder ob es zum Service der Haspa gehört, junge Menschen so liebevoll zu begleiten, es hat mich auf jeden Fall schwer beeindruckt. Diese Mühe hat sich in meinem Leben kein Bankberater gemacht Vielleicht wollte ich auch deshalb nie einen haben ;-)

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Unabhängigkeit ist cool!

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So könnte man den Zustand beschreiben, seit meine Tochter nun ihr erstes, richtiges Konto hat. Das erste Mal selbst mit der Karte bezahlen, die eigenen Finanzen selbst zu verwalten – sie liebt es und ich finde es ebenfalls großartig. Von der großen Pleite ist sie weit entfernt, ganz im Gegenteil: sie überlegt sich noch genauer, ob sie etwas kauft, als das vorher der Fall war.

Im nächsten Schritt wird sie eine größere, monatliche Zahlung erhalten und davon wirklich den Großteil ihrer Ausgaben bestreiten (Geschenke, Kleidung, Kino etc.). Also Taschengeld-Deluxe oder auch das kleine Teenager-Gehalt. Aber dazu dann an anderer Stelle mehr.

Hervorheben möchte ich noch, dass ich diesen Beitrag aus völlig freien Stücken schreibe. Bei der Haspa weiß man davon nichts. Und ich wünsche wirklich jedem Teenager, auf eine Bankberaterin wie die unsere zu treffen.

In diesem Sinne: Immer eine Handbreit Geld auf dem Konto und bis bald :-)

Fotos: Nicole Stroschein
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Kategorie: Geld & Gesetze

von

Nicole Stroschein

Ist freie Journalistin in Hamburg und arbeitet für verschiedene Zeitschriften großer Verlagshäuser wie z.B. HÖRZU. Nic mag ihren Job und liebt Geschichten über Menschen aller Art. Auf ihrem Blog NicMag.de gibt sie diesen Geschichten virtuell Raum.

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