Freizeit & Familienleben
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Wie können die Kinder die Großeltern glücklicher machen?

Großeltern
Gastbeitrag von Jürgen Busch

Kinder sind wahrlich ein Geschenk, wenn auch manchmal eines, das Erwachsene auf die Probe stellt und an den Rand der Verzweiflung bringen kann. Großeltern haben die anstrengenden, glücklichen und überraschenden Phasen des Heranwachsens der Kinder schon einmal hinter sich gebracht und sind nun im Vorteil: Sie wissen, was sie erwartet und dass immer etwas Unerwartetes passieren kann.

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Und ist es nicht gerade das, was das Großelternsein ausmacht? Dieser Vorsprung an Wissen, der an manchen Tagen bis zum Verschwinden schrumpft, und die glücklichen Überraschungen, die ein Enkelkind bereitet?

Nun stellt sich die Frage, wie Enkelkinder Großeltern noch glücklicher machen können.

Zeit ist Glück

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Nichts ist in der modernen Zeit so rar geworden wie Zeit. Kaum jemand hat genug davon mit Ausnahme der Kinder. Sie leben im Hier und Jetzt, denken nicht daran, was sie noch alles erwartet und dass auch morgen wieder ein Tag voller Aufgaben sein könnte.

Verbringen Enkelkinder viel Zeit mit ihren Großeltern, ist es genau diese Zeit, die das Glück bewirkt.

Großeltern sehen wieder die kleinen Dinge des Alltags, nehmen sich Zeit, eine Blume, einen Käfer oder lustige Wolken am Himmel zu beobachten. Sie erfreuen sich eher an dem, was noch kommt und schauen weniger pessimistisch auf das, was schon gewesen ist.

Kinder geben gern etwas von ihrem Optimismus und ihrer Lebensfreude ab, wenn sie dazu die Gelegenheit bekommen. Ausreichend Zeit ist der Schlüssel zum Glück. Großeltern sollten daher nicht diejenigen sein, die nur zu bestimmten Anlässen im Jahr besucht werden oder selbst zu den Enkeln zu Besuch kommen. Sie sollten vielmehr in den Alltag eingebunden werden und so die Gelegenheit bekommen, möglichst viel mit den Enkelkindern zu unternehmen. Das schließt natürlich auch unliebsame Aufgaben wie die Hausaufgabenbetreuung mit ein!

Kleine Geschenke für Oma und Opa

Eltern freuen sich an den ersten Krakeleien ihrer Kinder, die ohne Erklärung leider kaum zu erkennen sind.

Sie sehen darin dann natürlich schon den Dinosaurier, das Pferd oder die ganze Familie, die als Strichmännchen gezeichnet und mit mehr oder weniger vielen Fingern, Füßen und Haaren ausgestattet wird. Doch auch Oma und Opa freuen sich darüber, wenn der zweijährige Knirps sie beide mit sich selbst in der Mitte zeichnet oder wenn kleine Geschenke zum Besuch mitgebracht werden.

Es geht nicht darum, jedes Mal große Präsente hervorzuholen, sondern um kleine Aufmerksamkeiten. Vielleicht haben die Enkelkinder mit Mama einen Kuchen gebacken und bringen ihn Opa mit. Vielleicht haben sie auch aus Knete eine kleine Figur gebastelt, die Oma natürlich als Deko gut sichtbar aufstellen muss. Selbst dann, wenn die Enkel längst groß sind, werden sich die Großeltern an diesen Kleinigkeiten erfreuen.

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Kleine Geheimnisse teilen

Die meisten Großväter und Großmütter sind froh, nicht in der Erzieherrolle zu sein und sehen sich eher als Vertraute der Enkelkinder.

Warum auch nicht, immerhin brauchen die Kleinen einen Mentor, besten Freund und Geschichtenerzähler, der sich auch mal den Unmut über Mama und Papa anhören kann!

Oma und Opa freuen sich, wenn die Enkel kleine Geheimnisse mit ihnen teilen, was aber natürlich eine gewisse Vertrautheit voraussetzt. Diese wiederum entsteht nur aus der Möglichkeit, Zeit miteinander zu verbringen. Damit wären wir wieder am Anfang: Alles, was Großeltern glücklich macht, ist die gemeinsame Zeit mit den Enkeln!

Der Autor

Jürgen BuschJürgen Busch, 74 Jahre alt, betreibt das Inspirations-Portal grossvater.de mit dem Ziel, andere Opas anzuregen sich noch ideenreicher und kreativer mit den Enkelkindern zu beschäftigen.

Er selbst hat 5 Enkelkinder, mit denen er immer wieder neue gemeinsame Aktionen startet. Selbst das Backen, welches er vor seiner Großvaterschaft nie praktiziert hat, bereitet ihm nun im Zusammenspiel mit seinen Enkeln viel Freude.

Großeltern

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Foto: Jürgen Busch
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