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Jucken ohne Ende – Nesselsucht macht auch vor Kindern nicht halt

Nesselsucht

Es gibt Krankheiten, die braucht kein Mensch … Eine von ihnen ist die Nesselsucht, eine sehr unangenehme Erkrankung der Haut.

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Sie äußert sich durch stark juckende Quaddeln, die am ganzen Körper auftreten können. In manchen Fällen bleiben sie nur für wenige Stunden, in anderen für einige Tage oder Wochen. Häufig treten auch sogenannte Angioödeme auf – das sind Schwellungen in den tieferen Hautschichten.

Zwischen 10 und 15 Prozent aller Kinder erkranken in ihren ersten Lebensjahren mindestens einmal an einer Nesselsucht.

Ursache gesucht

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Bei kleinen Kindern sind oft Virusinfektionen wie Erkältungen oder Magen-Darm-Infekte Auslöser für die Nesselsucht, die auch Urtikaria genannt wird. In anderen Fällen kann sie eine allergische Reaktion sein. Milch, Eier, Getreide, Nüsse, Schalentiere oder Fisch treten hier bei Kindern besonders oft als ursächliche Allergene in Erscheinung. Der Auslöser der Reaktion ist in den meisten Fällen jedoch nicht zu ermitteln.

Medikamente wie Penicillin können ebenfalls eine Nesselsucht auslösen. Die Symptome treten in diesem Fall auf, während das Kind das Medikament einnimmt. Sie können aber bis zu einer Woche danach auftreten.

Ebenfalls mit Allergierisiken behaftet sind Insektenbisse und -stiche. Auch auf Überhitzung, Kälte oder eine mechanische Reizung können manche Menschen mit einer Nesselsucht reagieren.

Was können Eltern tun?

Am besten ist es, die Urtikaria zunächst einmal mit Hausmitteln zu behandeln. Lauwarme Bäder und kühle Kompressen beispielsweise können den Juckreiz lindern.

Wenn diese nicht helfen, sollte umgehend ein Antihistaminikum der neueren Generation gegeben werden. Für Kinder ab dem 2. Lebensjahr z.B. zugelassen sind: Cetirizin, Desloratadin und Rupatadin.

In schweren Fällen sollten der Kinderarzt oder Hautarzt aufgesucht werden.

Wichtig ist, dass das erkrankte Kind möglichst kurze Fingernägel hat, damit es sich nicht durch Kratzen selbst verletzt. Vorsicht vor scharfen Gewürzen und bestimmten Schmerzmitteln: Diese können das Krankheitsbild verschlimmern.

Weitere Informationen zur Behandlung gibt es z.B. in der Apotheken-Umschau.

Übrigens: Unbehandelte Lebensmittel ohne Farb- und Konservierungsstoffe bergen nur ein geringes Allergierisiko – auch die meisten Gemüsesorten sind unbedenklich.

Wichtig: Bekommt das Kind Probleme beim Atmen und schwellen sein Gesicht oder sein Hals an, setzt plötzlich schwerer Durchfall oder Erbrechen ein, muss umgehend ein Notarzt gerufen werden.

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