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Was tun, wenn Jugendliche in ernsthafte Schwierigkeiten geraten?

Schwierigkeiten

Augenrollen und patzige Antworten gehören bei Teenagern zum Alltag, kein Bock auf das gemeinsame Abendessen oder Gespräche über die Schule … die Pubertät verlangt Eltern einiges an Geduld ab.

Doch was tun, wenn Jugendliche in ernsthafte Schwierigkeiten geraten, aus denen sie allein kaum einen Ausweg finden können? Wie können Eltern ihren Kindern auch dann noch helfen, wenn es wirklich problematisch wird?

Falsche Freunde, illegale Substanzen

Solange die Auseinandersetzungen mit heranwachsenden Kindern sich in einem normalen Rahmen bewegen, gibt es meistens keinen Grund zu ernsthafter Sorge. Knallende Türen, schnippische Antworten und das Abgrenzen von den Eltern gehören in der Pubertät dazu. Hier hilft meistens ein gutes Maß an Gelassenheit und eine offene Tür, die Jugendlichen in Krisensituationen ermöglicht, das Gespräch mit den Eltern zu suchen.

Doch was tun, wenn es ernsthaften Grund zur Sorge gibt? Und zum Beispiel folgende Situationen eintreten:

  • Die schulischen Leistungen verschlechtern sich in kurzer Zeit massiv, eventuell schwänzt der Jugendliche schon seit Wochen den Unterricht.
  • Die alten Freunde sind nicht mehr interessant, statt dessen umgibt der Teenager sich mit wesentlich älteren Menschen, verfügt plötzlich über größere Geldsummen und stellt seine neuen „Freunde“ auch nicht mehr zuhause vor.
  • Der Jugendliche zieht sich immer weiter zurück, Ess- und Schlafgewohnheiten erreichen ein ungesundes Maß, teilweise bleibt er oder sie über Nacht weg, ohne mit den Eltern darüber zu sprechen.
  • Der Teenager riecht regelmäßig nach Alkohol oder Rauch, Persönlichkeit und Erscheinungsbild verändern sich in einem Maße, das besorgniserregend ist.
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Wo finde ich Hilfe?

Wenn Eltern mit ihrem Latein am Ende sind und nicht mehr wissen, wie sie ihre Kinder erreichen können, ist Hilfe von außen häufig unumgänglich. Manchmal kann es sinnvoll sein, das Gespräch mit Lehrern, anderen Eltern und langjährigen Freunden des Kindes zu suchen. Doch Vorsicht, wenn das Kind sich hintergangen fühlt und sich so noch weiter vom Elternhaus entfernt.

Professionelle Hilfe gibt es zum Beispiel beim Kinder– und Jugendnotdienst in fast jeder Gemeinde Deutschlands. Die Nummer gegen Kummer ist bundesweit für Eltern und Kinder als Anlaufstelle erreichbar, wenn eine Situation eskaliert. Im Netz gibt es hierzu Infos auf der Homepage. Telefonisch erreichen Eltern sie unter: Telefon: 0800 – 111 0 550 (Sprechzeiten: Mo bis Fr von 9 bis 11 Uhr, Di und Do von 17 bis 19 Uhr).

Wenn Profis helfen können

Manchmal kann es aber auch sinnvoll sein, einen Privatdetektiv zu Rate zu ziehen. Wenn Kinder zum Beispiel von anderen Jugendlichen gemobbt oder bedroht werden und sich nicht trauen, darüber zu sprechen oder Hilfe zu suchen, kann ein professionell ausgebildeter Ermittler schnell und effektiv herausfinden, was wirklich los ist.

Ähnlich verhält es sich bei unseriösen Kontakten, beispielsweise aus dem Internet, die versuchen, Jugendliche zu missbrauchen oder in ein falsches Milieu zu ziehen. Drogen, Prostitution, Kriminalität. In solchen Fällen wissen Ermittler tatsächlich sehr gut mit der Situation umzugehen und können gegebenenfalls rechtzeitig verhindern, dass die Jugendlichen ganz abtauchen.

Foto: SplitShire / pexels.com

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