Kindergeburtstage gehören wohl zu den schönsten Erinnerungen für viele von uns. Deshalb geben sich viele Eltern auch allergrößte Mühe, um dem kleinen Schatz schöne Stunden mit allem, was das Herz begehrt, zu bescheren. Doch ergibt das bereits beim ersten Geburtstag Sinn oder nicht?
Drei Tipps, wie der erste Geburtstag schön und kleinkindgerecht wird – ohne dass er in Stress ausartet.
Bedürfnisgerecht statt stressgespickt
Mit einem Jahr sind Kinder gerade an der Grenze vom Baby zum Kleinkind, entdecken ihre Welt immer mobiler und schneller und lernen oftmals sich überall hochzuziehen und zu laufen. Eine extrem spannende Zeit also und doch auch eine, in der der normale Alltag dem Kind bereits unglaublich viele Sinneseindrücke gibt, sodass es keine riesigen Aktionen darüber hinaus braucht.
Genau in der Zeit um den ersten Geburtstag herum, erleben viele Kinder auch einen der großen Entwicklungsschübe, der sich in Launigkeit und einem erhöhten Bedürfnis nach Aufmerksamkeit und Nähe äußern kann.
Wenn ihr euch also fragt, ob ihr den ersten Geburtstag des Kindes feiern solltet, oder nicht, würden wir mit einem „Ja, aber…“ antworten. Ja, sehr gerne, aber bitte kleinkindgerecht, damit es weder fürs Kind, noch für die Eltern in Stress ausartet. Doch, wie funktioniert das?
3 Tipps für den ersten Kindergeburtstag
Vor allem drei Dinge sind es, die den ersten Geburtstag des Kindes zu einem schönen und entspannten Tag werden lassen.
Die richtigen Gäste
Mama und Papa kommen natürlich, möglicherweise gibt es Geschwister, befreundete Eltern mit Kindern, Oma, Opa, Tanten, Onkel… das wäre dann doch etwas zu viel. Beschränke dich beim ersten Geburtstag des Kindes lieber auf eine kleine Runde, als die riesengroße Familienfeier aus der Taufe zu heben.
Was bedeutet kleine Runde? Allein mit Mama, Papa und Geschwistern zu feiern, ist völlig ausreichend. Aber es ist auch okay, ein oder zwei befreundete Mütter oder Väter mit deren Kleinkindern einzuladen. Wichtig ist, dass ihr genau die Gästeanzahl habt, mit der ihr euch entspannt unterhalten könnt, ohne euch permanent Gedanken um die Bewirtung zu machen.
Die beste Deko
Ein Kindergeburtstag darf natürlich bunt und hübsch dekoriert sein. Mit einem Jahr nehmen Kinder aber auch viele Sachen in den Mund. Hängt also gerne ein paar bunte Luftballons auf, aber werft nicht unbedingt mit Konfetti um euch.
Eine schöne Idee ist es auch, Kuscheltiere oder geliebte Stoffbausteine als Dekoobjekte zu nehmen. So sind die Kinder gut beschäftigt und trotzdem jederzeit sicher.
Die ideale Dauer
Ein Kindergeburtstag kann schon mal einen ganzen Vor- oder Nachmittag füllen. Beim ersten Mal reicht es aber auch, wenn ihr euch einfach für ein oder zwei Stunden gemütlich zusammensetzt.
Wenn ihr zu Hause feiert, ist das Geburtstagskind zudem in seiner gewohnten Umgebung und kann unkompliziert versorgt werden, wenn zwischendurch Müdigkeit aufkommt oder der Bewegungsdrang gerade größer wird.
Der Smash Cake
Ein kleines Törtchen nur für das Geburtstagskind – das ist die Idee hinter dem Smash Cake. Kein großes Kunstwerk, sondern ein einfacher, zuckerarmer Kuchen, den das Kind nach Lust und Laune anfassen, zerdrücken und probieren darf. Das erste bewusste Kuchen-Erlebnis ist für viele Kinder ein großer Moment – und für Eltern ein garantiert fotografierwürdiger.
Wer keinen Smash Cake backen möchte, kann auch ein einfaches Stück vom Geburtstagskuchen separat hinlegen. Entscheidend ist, dass das Kind seinen eigenen Anteil bekommt – ohne Kerzen direkt davor und ohne Erwartungsdruck.
Geschenke: Weniger ist mehr
Was schenkt man einem Einjährigen? Verwandte und Freunde fragen das oft – und landen dann doch bei zu viel Plastik und zu vielen Reizen auf einmal. Hilfreich ist eine kurze Wunschliste mit zwei oder drei konkreten Dingen, die das Kind wirklich braucht oder die gut zum aktuellen Entwicklungsstand passen: stabile Greif- und Stapelspielzeuge, ein Bilderbuch, ein Kuscheltier für den Kinderwagen.
Wer Geschenke am Ehrentag auspackt, sollte das in kleinen Portionen tun – ein Kind im ersten Lebensjahr wird von zu vielen neuen Dingen auf einmal schnell überwältigt.
Der richtige Zeitpunkt
Mittagsschlaf, Hunger, Übermüdung – beim ersten Geburtstag bestimmt der Tagesrhythmus des Kindes den Ablauf, nicht umgekehrt. Am besten liegt die Feier in einem Zeitfenster, in dem das Kind ausgeschlafen und satt ist – für die meisten Einjährigen ist das der späte Vormittag oder der frühe Nachmittag nach dem Mittagsschlaf.
Plant ruhig etwas Puffer ein: Wenn das Kind früher müde wird als erwartet, ist das kein gescheitertes Fest, sondern normaler Alltag mit einem Einjährigen.
Erinnerungen festhalten – ohne die Feier zu verpassen
Ein paar Fotos vom ersten Geburtstag sind schön – aber wer den ganzen Tag durch den Sucher schaut, verpasst das Eigentliche.
Besser: Jemanden aus der Runde bitten, ein paar natürliche Momente einzufangen, während die Eltern einfach dabei sind. Kein inszeniertes Fotoshooting, keine aufwendige Dekoration fürs Bild – der echte Moment ist ohnehin der stärkere.
Klein feiern, groß ankommen
Ein erster Geburtstag muss niemandem imponieren – am wenigsten dem Geburtstagskind. Was bleibt, ist nicht die Dekoration, sondern die ruhige Stimmung, die vertrauten Gesichter und der Moment, in dem das Kind ungefragt strahlt.

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