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Wie sinnvoll ist ein Babyphone wirklich?

Babyphone

Junge Eltern, aber auch Großeltern oder Tagesmütter fragen sich irgendwann: Brauchen wir ein Babyphone? Wie oft werden wir es benutzen? Lohnt sich die Neuanschaffung für das zweite oder dritte Kind?

All diese Fragen lassen sich pauschal nicht sofort beantworten. Bei genauem Abwegen der Für- und Gegenargumente, wird aber schnell klar: Das richtige Babyphone kann Gold wert sein, das falsche einfach nur lästig.

Die Qual der Wahl

Bei der Wahl des Babyphones werden Eltern von einer Flut an Informationen und Werbeversprechen überrumpelt. Daraus die wirklich relevanten Aspekte zu filtern, ist nicht immer ganz einfach.

Hinzu kommt, dass viele weder die Zeit noch die Lust haben, jedes einzelne Produkt im Detail zu analysieren, zu vergleichen und dabei auch noch den Überblick zu behalten. Das Angebot ist so groß, dass eine Entscheidung oft schwerfällt. Also kaufen viele einfach irgendein Babyphone – und sind am Ende unzufrieden, weil es nicht ihren Bedürfnissen entspricht.

Wichtige Funktionen

Um Fehlkäufe zu vermeiden, solltet ihr daher wenigstens drei Punkte berücksichtigen:

  • Verbindungsqualität: Reichweiten von bis zu 300 Metern sind selten nötig und strapazieren nur die Akkuleistung. Wichtig ist eine stabile Verbindung in Innenräumen – und bei Bedarf – eine integrierte App, mit der ihr das Babyphone via WLAN oder Internetverbindung ansteuern könnt.
  • Klangerlebnis:  Eltern wollen natürlich möglichst originalgetreu die Geräusche ihres Babys hören und der Nachwuchs – im Falle des Falles – natürlich die vertrauten Stimmen von Mama und Papa. Achtet deshalb auf eine gute Tonqualität. Dies gilt insbesondere für die Sensibilität der Geräuschwiedergabe an die Elternstation, für die Gegensprechfunktion sowie für das Vorspielen von Schlafmelodien.
  • Videofunktion: Um dem Kind so nah wie möglich zu sein, aber auch um das eigene Gewissen zu beruhigen, kaufen immer mehr Familien ein Babyphone mit Kamera. Wenn euch dieser Aspekt wichtig ist, achtet darauf, dass das Gerät eurer Wahl mit einer Kamera ausgestattet ist.

Weitere Optionen

Weniger wichtig, aber oftmals für die Kaufentscheidung ausschlaggebend, sind Funktionen wie:

  • Nachtlicht als Einschlafhilfe für das Baby
  • Infrarot-Dioden zur Nachtsichtfunktion bei Video-Babyphonen
  • Lange Akkulaufzeit, damit die Elterneinheit auch mal ein paar Stunden durchhält
  • Ein Stromsparmodus (auch Eco-Modus genannt) ist vielen Eltern ebenfalls wichtig und steigert parallel die Akkuleistung
  • Bedienbarkeit wird zum Teil als kaufentscheidend betrachtet, wobei die Palette von ergonomisch geformten „Controllern“ bis hin zum kompakten Minimalismus reicht
  • Warnsignale hingegen können richtig störend sein, beispielsweise wenn sie übertrieben lautstark und penetrant den baldigen Akkuleerstand melden und sich nicht leiser beziehungsweise auf Vibration stellen lassen

Darüber hinaus haben viele Babyphone noch eine Menge Zusatzfunktionen, die eher verwirren als nützlich zu sein. So zum Beispiel die Temperaturanzeige. Grundsätzlich sollten Eltern immer für eine angemessene Zimmertemperatur sorgen. Schwankungen von nur ein paar Grad machen da nicht wirklich den großen Unterschied, geschweige denn dass sie den Nachwuchs in irgendeiner Weise beim Schlafen beeinträchtigen.

Auch eine große Auswahl an Schlafliedern ist nicht unbedingt nötig. Oft ist die Auswahl ohnehin kompliziert und der Sound bescheiden.

Wissenswertes über Babyphone

Sorgen bereitet einigen Eltern die Sicherheit der Verbindungen, die immer mal wieder Thema ist. Fremdzugriffe auf das Babyphone sind natürlich der absolute Horror. Doch keine Sorge: fast alle handelsüblichen Geräte sind zertifiziert und beinhalten eine verschlüsselte Datenübertragung. Bei Markengeräten könnt ihr also unbesorgt sein.

Auch das Thema unerwünschte Strahlung ist immer mal wieder im Gespräch. Einige Anbieter werben mit strahlungsarmen Modellen oder solchen, die gänzlich frei von hochfrequenter Strahlung sind. Inwiefern tatsächlich Nebenwirkungen entstehen können, ist bisher noch nicht in Langzeitstudien erforscht. Die Babystation sollte allerdings generell etwa 1 Meter entfernt vom Kind stehen.

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Foto: belchonock / 123rf.com

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