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So schlafen Kinder in Krisenzeiten gut

Einschlafprobleme

Die Corona-Krise und ihre Auswirkungen belasten Kinder zusätzlich zum normalen Alltagsstress. Damit sich ihr Organismus erholt, ist ausreichender und erholsamer Schlaf jetzt besonders wichtig.

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Folgende Tipps vermeiden Einschlafprobleme und fördern die Schlafqualität.

Immer zur selben Zeit ins Bett gehen

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Regionale Lockdowns sowie Präsenzunterricht im Wechsel mit Homeschooling bringen den Alltag von Schülern mächtig durcheinander. Da erscheint es bequem, wenn sich der Tag-Nacht-Rhythmus je nach Terminkalender umstellt. Doch wer erholsam durchschlafen möchte, sollte lieber stets zur selben Zeit schlafen gehen.

Wie viel Schlaf Kinder benötigen, hängt von ihrem Alter ab und unterscheidet sich individuell leicht. Die meisten Schüler kommen mit acht Stunden Bettruhe aus. Die sollten sie aber tatsächlich zur Regeneration nutzen, anstatt bis Mitternacht zu lesen oder mit der besten Freundin zu telefonieren.

Einschlafritual pflegen

Niemand kann sich ins Bett legen und sofort einschlafen. Eltern erwarten aber genau das oft von ihren Kindern. Besser ist es, mit ihnen ein Einschlafritual zu entwickeln, das entspannt.

Die einen trinken gern eine warme Milch, andere hören Musik oder lesen eine halbe Stunde, bevor sie die Augen schließen. Kleineren Kindern wird von den Erwachsenen vorgelesen. Allzu spannend sollte die Lektüre nicht sein. Sonst fällt es Kindern schwer, das Buch aus der Hand zu legen. Anregende Rhythmen sind ebenso unvorteilhaft, da sie den Kreislauf in Schwung bringen. Kleineren Kindern reicht es häufig aus, wenn sie mit Mama oder Papa kuscheln dürfen. Sie spüren durch den Körperkontakt, dass immer jemand für sie da ist, der sie beschützt.

Auf angenehme Temperatur im Kinderzimmer achten Zum Schlafen braucht das Kinderzimmer nicht so aufgeheizt zu sein wie tagsüber. Daher wird es am Abend ausgiebig gelüftet. Das weite Öffnen der Fenster vor dem Zubettgehen sorgt dafür, dass ein intensiver Luftaustausch im Raum stattfindet. Der einfließende Sauerstoff lässt Kinder besser durchatmen und tiefer schlafen. Ob das Fenster während der Nacht geöffnet bleibt, hängt von den vorherrschenden Temperaturen sowie von der Geräuschkulisse draußen ab.

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Angenehme Nachtwäsche wählen

Einigen Erwachsenen erscheint es praktisch, in der Unterwäsche zu schlafen. Für Kinder ist sie nachts nicht geeignet. Die Kleinen sollen sich im Schlaf bequem in alle Richtungen strecken und drehen können. Die Nachtwäsche sollte daher weit genug sein. Ein atmungsaktives Material verhindert, dass sich auf ihrer Haut ein Schweißfilm bildet.

Falls das Kind gern Schlafsocken trägt, dann besser nicht zu dicke Modelle. Sonst fährt der Körper während der Nacht die Durchblutung hoch und das Kind wird im Schlaf gestört. Geeignet sind dünne Socken aus Baumwolle oder Wolle.

Matratze auf das individuelle Schlafbedürfnis des Kindes abstimmen

Nicht die Preisklasse entscheidet, welche Matratze für das Kind ideal ist. Auf einer zu harten Matratze wird der Körper in eine unergonomische Schlafposition gezwängt. Ist die Unterlage zu weich, sinkt er zu weit ein. Eine gute Matratze für das Kinderbett besitzt mehrere Zonen, die Wirbelsäule und Gelenke stützen.

Taschenfederkernmatratzen besitzen den Vorteil, dass die Luft in den Zwischenräumen gut zirkuliert, so dass das Kind nicht schwitzt. Auf einer Latex- oder Schaummatratze liegen Kinder im Allgemeinen bequemer, selbst wenn sie bereits unter Rückenproblemen leiden. Ausschlaggebend ist ebenfalls, ob das Kind auf dem Rücken, dem Bauch oder auf der Seite schläft. Bestenfalls lassen sich Eltern bei der Auswahl der Matratze von geschultem Fachpersonal beraten.

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Handy nicht mit ins Bett nehmen

Kommunikationsmittel wie das Smartphone, Handy oder das Tablet senden blaues Licht aus, das dem Tageslicht entspricht. Schauen Kinder vor dem Einschlafen auf den Bildschirm, fehlt dem Organismus der Impuls, das Schlafhormon Melatonin auszuschütten. Es dauert länger, bis der Körper zur Ruhe kommt.

Auch das lange Fernsehen stört den Tag-Nacht-Rhythmus. Daher sollten Kinder die Geräte mindestens eine halbe Stunde vor dem Zubettgehen ausschalten.

Im Bett keine Probleme wälzen

Kinder tragen gerade in Krisenzeiten viele Probleme mit sich herum. Aufgrund von Kontaktbeschränkungen in Corona-Zeiten fehlen ihnen Gleichaltrige zum Gedankenaustausch. Fehlende digitale Ausstattungen beim Homeschooling und der begrenzte Präsenzunterricht führen dazu, dass Schulaufgaben nur unzureichend erledigt werden können.

Da Eltern durch Kurzarbeit oder das Arbeiten im Home-Office gerade selbst überfordert sind, entstehen Konflikte mit dem Nachwuchs, die es normalerweise nicht geben würde. Die Probleme kurz vor dem Zubettgehen auszutragen, ist keine Lösung. Zermürbende Diskussionen am Abend bringen die Kinder nur noch mehr durcheinander. Daher sollten sie tagsüber geführt werden.

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Kein Handyverbot

Die Drohung mit dem Handyverbot scheint vielen Eltern der einzige Ausweg zu sein, wenn Kinder sich nicht an aufgestellte Regeln halten. Doch in Krisenzeiten ist dies keine gute Idee.

Kinder benötigen jemanden, mit dem sie über alles reden können. Das sind in den meisten Familien nicht ihre Eltern. Fehlen reale Kontakte, verbindet das Telefon das Kind mit der Außenwelt. Wird es davon abgeschnitten, fehlt ihm etwas Wichtiges, Körper und Seele können erkranken.

Viel entscheidender ist es, dass die Erziehungsberechtigten das Telefonieren mit guten Freunden begrenzen. Feste Termine lassen sich allerdings nicht immer vorgeben. Manchmal muss das Kind vor dem Schlafengehen bei einer Vertrauensperson noch etwas Wichtiges loswerden.

Noch mehr Tipps gegen Schlafprobleme bei Kindern findet ihr hier:

Was tun bei Schlafproblemen? Nahrungsmittel, die die Schlafqualität steigern können
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