mal ehrlich …!
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Von Durchschläfern, Allesessern und anderen Mythen…

Besserwisser

Früher war alles besser!

Das ist ja klar und dem werdet ihr wohl auch nicht widersprechen. Und deshalb gelten natürlich auch in Hinblick auf Babys, Kinder und deren Erziehung die Regeln, die irgendwer mal vor Jahrzehnten, wenn nicht gar Jahrhunderten, aufgestellt hat.

Und das Beste ist: Viele Menschen werden nicht müde, sie jungen Eltern immer und immer wieder aufs Brot zu schmieren.

Die Super-Babys aus grauer Vorzeit

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Deine Kinder essen nur Nudeln mit ohne Soße? DAS gab es früher nicht! Frag einfach irgendjemanden, der mindestens 60 Jahre jung ist, er oder sie wird es dir gern bestätigen …

Dein Baby schläft im Alter von sechs Monaten noch nicht 12 Stunden pro Nacht durch? Dann machst du definitiv etwas falsch. Das ist dir hoffentlich klar!

Windeln trugen Kinder früher, also so in den 60er Jahren des vorigen Jahrhunderts, allerhöchstens bis zum ersten Geburtstag. Dann gingen sie selbstverständlich auf ihr Töpfchen, einige lasen dabei sogar schon die Tageszeitung ;-)

Sie konnten einfach alles, diese Zwerge aus grauer Vorzeit. Und sie wären nie und nimmer unangenehm aufgefallen. Keine Trotzanfälle im Supermarkt, immer ein braves Patschehändchen, wenn Tante Inge zu Besuch kam, gern auch begleitet von einem Knicks. Eine ganze Generation kleiner Superkinder, die so früh laufen, sprechen, lesen und schließlich auch Gedichte rezitieren konnten …

Du kannst sie nicht ändern …

Dir wird auch übel, wenn du dir diese Geschichten anhören musst? Zumal dieselben Leute, die dir ständig erzählen, wie sie früher alles viel besser geregelt bekamen, im nächsten Moment alles untergraben, was dir wichtig ist?

Diese Superpädagogen, die unaufgefordert einen Bonbon zücken, den sie deinem Kleinkind aufnötigen wollen, obwohl du klar zum Ausdruck gebracht hast, dass du das nicht möchtest.

Nun, die schlechte Nachricht ist: Du wirst sie nicht mehr ändern. Irgendwas muss im menschlichen Gehirn bei Menschen passieren, deren Kinder erwachsen sind. Irgendwas lässt sie vergessen, dass es vielleicht auch früher mal Probleme beim Einschlafen gab, dass Kinder auch vor 40 Jahren mal quengelig waren und sich bei weitem nicht immer in Höflichkeit geübt haben.

Die gute Nachricht: Es kann dir egal sein. Lass sie reden, schenk ihnen ein Lächeln und bleibe bei dem, was sich für dich und dein Kind richtig anfühlt.

So reagierst du auf die Besserwisser

Ein paar Tipps dazu, wie du mit ungefragten Experten umgehen kannst, habe ich auch noch zusammengetragen. In den meisten Fällen wollen diese Erziehungs-Bundestrainer sich ja vor allem ein bisschen wichtiger fühlen als sie vielleicht sind. Wenn du es so betrachtest, kannst du dich vielleicht schon ein bisschen entspannen.

Und genau das hilft auch in der Situation. Durchatmen, lächeln und dann gegebenenfalls einen der folgenden Sätze zum Einsatz bringen:

  1. „Vielen Dank, ich werde darüber nachdenken.“
  2. „Danke, sehr lieb, aber ich möchte gern meine eigenen Fehler machen.“
  3. Oder auch mal: „Vielen Dank, aber ich denke, das geht Sie nichts an!“

Der letzte Satz ist für die ganz penetranten Besserwisser, zum Glück sind das die Wenigsten.

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