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Fieber messen bei Kindern – welche Methoden gibt es?

Fieber messen

Fieber ein wichtiges Symptom bei verschiedenen Erkrankungen wie Erkältungen und Corona. Besorgte Eltern kontrollieren gerade in der nasskalten Jahreszeit häufiger die Vitalfunktionen ihres Nachwuchses, um frühzeitig eingreifen zu können.

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Doch Fieber messen ist bei Kindern nicht immer einfach. Das passende Fieberthermometer und die richtige Messtechnik liefern exakte Ergebnisse.

Kontakt-Fieberthermometer

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Klassische Fieberthermometer

Klassische Fieberthermometer benötigen zum Messen der Körpertemperatur den direkten Kontakt zwischen dem Messfühler und dem Körper. Die Körpertemperatur lässt sich an einer Skala ablesen.

Früher waren manuelle Modelle aus Glas mit Quecksilber gefüllt, das sich bei der Erwärmung ausdehnte. Diese Thermometer gibt es auch heute noch, allerdings beinhalten sie inzwischen andere chemische Stoffe, die der Gesundheit nicht schaden, wenn das Thermometer beim Herabfallen berstet.

Der Vorteil von manuellen Kontaktthermometern ist, dass sie keine Batterie benötigen und stets einsatzbereit sind. Bis das Messergebnis vorliegt, dauert es allerdings etwa fünf Minuten, was Kindern Geduld abverlangt. Deswegen verwenden die meisten Eltern andere Fieberthermometer für ihre Sprösslinge.

Kontakt-Fieberthermometer

Nach einem ähnlichen Prinzip arbeiten digitale Kontakt-Fieberthermometer, die eine Batterie benötigen. Die Messung dauert höchstens zwei Minuten. Liegt das Ergebnis vor, melden sie dies über einen Signalton.

Länger nicht verwendete Fieberthermometer sollten regelmäßig geprüft werden, damit sie im Notfall funktionsfähig sind. Ersatzbatterien sollten zur Hand sein.

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Schnuller-Fieberthermometer

Ebenfalls zu den digitalen Kontakt-Fieberthermometern zählt das Schnuller-Fieberthermometer. Abgesehen davon, dass viele Modelle aus Fernost ohnehin keine zuverlässigen Ergebnisse liefern, sollten sich Eltern auf diese Thermometer nicht verlassen. Der Schnuller kann nur mit einem kleinen Bereich der Zunge und des Rachens Kontakt aufnehmen, wodurch es zu Ungenauigkeiten bei der Beurteilung der Körpertemperatur kommt.

Fieber messen mit einem Kontakt-Fieberthermometer

Verglichen mit anderen Fieberthermometern ist das Kontakt-Fieberthermometer das genaueste Messinstrument, wenngleich nicht das bequemste.

Gemessen wird mit manuellen und digitalen Kontakt-Fieberthermometern unter den Achseln, unter der Zunge oder im Po (Thermometerspitze vorher einfetten). Letztere Methode ist vor allem bei Babys sinnvoll, zumal das Messergebnis eindeutig ist.

Wird im Mund Fieber gemessen, sollten Eltern 0,5 Grad hinzugeben, um einen realen Messwert zu erhalten. Von der Entwicklung her muss das Kind so verständig sein, dass es nicht auf das Thermometer beißt.

Die Messung unter den Achseln ist mit dem Kontaktthermometer die gängigste Messmethode, da sie sich auch bei Kindern problemlos durchführen lässt. Allerdings ist sie nicht ganz genau. Das Messergebnis hängt davon ab, ob das Kind das Fieberthermometer während der Messung tatsächlich fest unter der Achsel behält. Weiterhin spielt es eine Rolle, welche körperlichen Aktivitäten es zuvor unternommen hat. Nach viel Bewegung ist die Temperatur der Haut leicht erhöht.

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Stirn-, Schläfen- und Ohr-Fieberthermometer

Alle drei Typen an Fieberthermometern messen die Körpertemperatur per Infrarotstrahl über die Haut. Der Sensor wird entsprechend des Namens an die Stirn, die Schläfe des Kindes oder an dessen Gehörgang gehalten, ohne dass eine direkte Berührung stattfinden muss.

Zum Einsatz in öffentlichen Einrichtungen wie Schulen und Kindergärten sind sie ideal, um einen ersten Überblick über Infizierte und Nichtinfizierte zu erhalten.

Ganz genaue Messergebnisse liefern sie leider nicht, wenngleich die Handhabung einfach ist und die Ansteckungsgefahr aufgrund des Abstands zwischen Kind und der messenden Person gering. Zu viele Faktoren wie eine starke Abkühlung der Haut, wenn das Kind von draußen hereinkommt beziehungsweise ein anatomisch anormaler oder verstopfter Gehörgang können das Messergebnis verfälschen.

Fieber-App in naher Zukunft Alternative zum Fieberthermometer

Apps zum Fiebermessen über das Smartphone gibt es bereits von unterschiedlichen Anbietern. Als Sensor dient die Kamera des Smartphones, die App wertet die Messergebnisse aus und sendet die Werte an den Nutzer.

Leider konnte bisher keine App zuverlässige Ergebnisse liefern. Da das Smartphone im Allgemeinen überall dabei ist und die Anwendung selbst beim Säugling einfach ist, lohnt es sich, die Entwicklung dieser Fiebermess-Methode weiter zu verfolgen. Sie könnte in naher Zukunft eine Alternative zum bisherigen Fieberthermometer sein.

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