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Welcher Nistkasten ist für meinen Garten der beste?

Nistkasten

Bereits Anfang März suchen die ersten heimischen Wildvögel ihre Brutplätze aus. Damit sie sich im Garten wohlfühlen, benötigen sie einen Nistkasten.

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Der Handel bietet die unterschiedlichsten Modelle an. Welche sind die besten und was muss ich bei der Auswahl beachten?

Brutverhalten variiert je nach Vogelart

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Nicht alle Vogelarten besitzen dieselben Ansprüche an ihr Nest. Die einen bauen es in Höhlen, andere in Halbhöhlen oder Nischen. Wiederum andere wählen einen offenen Platz inmitten dichter Hecken oder zwischen den Zweigen von Bäumen.

Wer den im eigenen Garten anwesenden Wildvögeln einen falschen Nistkasten anbietet, dürfte kaum das Glück haben, später die Aufzucht von Jungvögeln beobachten zu können. Daher ist es sinnvoll, sich vor der Anschaffung eines Brutkastens darüber zu informieren, welche Vogelarten in den Beeten, im Laub unter der Hecke oder am Futterkasten nach Nahrung suchen. Dies kann von Region zu Region variieren. Die in den eigenen Gefilden heimischen Wildvögel freuen sich besonders über künstliche Nisthilfen.

Größe des Einfluglochs und Wohnfläche entscheiden über spätere Mieter Wer im guten Glauben irgendeinen höhlenförmigen Nistkasten speziell für die Blaumeisen aufhängt, kann schon bald enttäuscht werden. Möglicherweise brüten in ihm die Spatzen oder andere Arten.

Nistkästen für Höhlenbrüter besitzen unterschiedlich große Einfluglöcher. Das hat seinen Grund. Jede Vogelart bevorzugt einen bestimmten Durchmesser und eine bestimmte Form für das Einflugloch. Die meisten Einfluglöcher sind rund, einige oval oder eckig.

Während die Blaumeise in ein Loch mit einem Durchmesser von 14 Millimetern schlüpft, benötigt die etwas kräftigere Kohlmeise 15 Millimeter. Dies ist auch das Mindestmaß der Einfluglöcher für den Haussperling. Das Rotkehlchen und der Hausrotschwanz brüten in Halbhöhlen mit Einfluglöchern von 10 Millimetern.

Anzumerken ist, dass auch Blaumeisen die Kästen von Sperlingen annehmen können. Allerdings werden sie später meist von den „Stärkeren“ verdrängt. Das wäre schade. Erst recht, wenn sie bereits angefangen haben, ihr Gelege auszubrüten.

Will man mehreren Vogelarten im Garten ein Plätzchen zum Brüten anbieten, hängt man Nistkästen mit unterschiedlich großen Einfluglöchern auf. Dabei ist ein ausreichend großer Abstand zueinander zu beachten, damit jede Vogelfamilie in ihrem Revier ausreichend Futter findet.

Das passende Material wählen

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Holz

Nistkästen aus Holz imitieren die Gegebenheiten der Natur besonders gut. Dass das Holz unbehandelt sein sollte, versteht sich von selbst. Ist das Dach des Brutkastens mit einer Dachpappe bestückt, ist der Kasten besonders wetterfest. Ein Dachvorsprung verhindert, dass Regen in die Nisthöhle gelangt. Günstige und qualitativ hochwertige Nistkästen aus Holz werden bereits ab etwa zehn Euro angeboten.

Metall

Brutkästen aus Metall sind selten. Sie sehen edel aus, isolieren allerdings schlecht gegen Hitze und Kälte. Daher sind sie nur bedingt zu empfehlen. In der Anschaffung sind sie vergleichsweise teuer.

Kunststoff

Nistkästen aus Kunststoff sind ebenfalls nicht die beste Wahl. Ihr Dekor mag zwar ansprechend aussehen, doch in der Praxis bewähren sie sich hinsichtlich der Isolierung nur, wenn sie doppelwandig gebaut sind.

In den ersten Wochen des Frühlings treffen abwechselnd Frost und Sonne auf das Material. Minderwertiger Kunststoff reagiert hierauf, indem er bricht.

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Holzbeton

Eine Alternative zu Holz ist Holzbeton. Nistkästen aus diesem Material sind in der Anschaffung etwas kostspieliger, dafür halten sie lange. Ein weiterer Vorteil ist, dass Raubtiere wie Ratten, Marder und Waschbären diese Modelle nicht zerlegen können.

Einziger Nachteil: Optisch wirken sie oft etwas klobig.

Spanplatten

Bunte Nistkästen aus Spanplatten eignen sich lediglich zur Dekoration. Die dünnen Brettchen quellen bei Regen auf und verformen sich. Außerdem ist diese Art an Nistkästen meist zu klein, ihr Einflugloch auf keine Vogelart abgestimmt.

Auch wenn sie für wenige Euro erhältlich sind, können wir sie nicht empfehlen.

Was gibt es bei der Anschaffung eines Nistkastens noch zu beachten?

Wichtig bei der Entscheidung für einen Nistkasten ist die Art der Anbringung. Die meisten Modelle sind dafür gedacht, sie starr an einen Baum oder eine Wand zu schrauben. Dadurch ist garantiert, dass der Kasten eine Saison lang für mehrere Bruten sicher hält, ohne dass Stürme ihn ab wehen können.

Bei Nistkästen mit Laschen zum Aufhängen müssen diese aus reißfestem Material bestehen und eine stabile Verbindung zum Nistkasten besitzen.

Vor dem Beginn einer neuen Brutsaison sollte der Nistkasten gereinigt werden. Um altes Nistmaterial entfernen zu können, muss eine Klappe vorhanden sein. In den meisten Fällen lässt sich die Front öffnen. Längs- und Querriegel aus Holz verschließen die Klappe sicher.

Lässt sich das Dach öffnen, ist es meist mit einer Schraube gesichert. Sie muss lang genug sein, damit sie vor Nesträubern schützt. Nach einigen Jahren der Benutzung kann das Loch für die Schraube ausgeleiert sein. Dann muss eine dickere Schraube eingedreht werden.

Es sieht niedlich aus, wenn die Vogeleltern von einer Anflugstange aus ihren Nachwuchs in der Höhle füttern. Dennoch sollte auf diese Ausstattung des Nistkastens verzichtet werden. Derartige Stangen bieten auch Nesträubern Halt. Sie könnten das Gelege leichter plündern.

Fazit

Der Nistkasten muss auf die jeweilige Vogelart abgestimmt sein, die ihn beziehen soll. Dazu müssen die Innenmaße, der Durchmesser des Einfluglochs und die Höhlenform stimmen.

Befestigungslaschen zum Anbringen an der Wand oder im Baum sowie die Reinigungsklappen sollten stabil sein, damit Nesträuber keine Chance zum Plündern bekommen.

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