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Wie schädlich sind herkömmliche Putzmittel für die Gesundheit meiner Familie?

Putzmittel

Herkömmliche Putzmittel können allergische Reaktionen auslösen und die Atemwege reizen. Hinzu kommt, dass kleine Kinder oft versucht sind, von den Reinigungsmitteln zu kosten. Dies kann zu Vergiftungen führen.

Allergene in Reinigungsmitteln

Flüssige Putzmittel enthalten fast immer Konservierungsstoffe und diese können Allergien auslösen. Zusätzlich sind viele Reinigungsmittel mit Duftstoffen versehen. Auch diese können Allergien auslösen.

Bereits beim Einkauf sollte man daher darauf achten, dass die Reinigungsmittel keine Duft- und Konservierungsstoffe enthalten. Die Firmen sind gesetzlich verpflichtet diese Stoffe auf der Verpackung anzugeben.

Reizungen der Atemwege durch Putzmittel

Eine norwegische Studie hat bewiesen: wer sehr viel putzt, hat eine schwächere Lunge, als diejenigen, die nicht putzen. Am stärksten betroffen waren dabei natürlich Reinigungskräfte.

Besonders Putzmittel, die aufgesprüht werden, können die Atemwege reizen und das Risiko für Asthma erhöhen. Das Lüften während der Anwendung von herkömmlichen Reinigungsmitteln ist deshalb besonders für Asthmatiker wichtig.

Am besten greift man aber auf Putzmittel zurück, die nicht gesprüht werden oder gibt diese direkt auf ein Tuch.

Gereizte Haut und Augen

Herkömmliche Putzmittel können die Haut reizen, sie austrocknen lassen und zu Rissbildungen führen. Das liegt daran, dass viele Reinigungsmittel den natürlichen Säureschutzmantel der Haut angreifen und beschädigen. Deshalb ist das Tragen von Handschuhen immer wichtig.

Manchen tränen auch während des Putzens die Augen. Wenn man besonders empfindlich ist, hilft es eine Schutzbrille zu tragen.

Sollten Reinigungsmittel direkt ins Auge geraten, spült man es unter klarem Wasser aus. Bleibt das Auge über länger Zeit gereizt, ist es wichtig einen Augenarzt aufzusuchen.

Gefahr für Kinder und ältere Menschen

Eine besondere Gefahr sind Putzmittel für Kinder, da für sie die bunten Farben und guten Gerüche der Flaschen und Tuben besonders verlockend sind. Oft riechen die Putzmittel sogar nach Früchten wie Apfel oder Orange, was für die Kleinen schwer von richtigen Lebensmitteln zu unterscheiden ist.

Kinder trinken zwar oft nur kleine Mengen der Putzmittel, trotzdem können sie gesundheitliche Schäden erleiden. Große Mengen werden meist nur von älteren verwirrten Menschen oder Betrunkenen zu sich genommen. Hier besteht sogar Lebensgefahr.

Sollten Putzmittel verschluckt worden sein, ist es wichtig Ruhe zu bewahren und den Giftnotruf zu wählen. Am Telefon bekommt man erklärt, wie man am besten weiter verfährt. Sollte man sich unsicher sein, ist es besser die 112 zu wählen und einen Rettungswagen zu rufen. Auf keinen Fall sollte man die betroffene Person zum Erbrechen bewegen, da Schaum oder giftige Gase in die Lunge geraten können.

Ersatz für herkömmliche Putzmittel

Wer sich und seine Familie vor Schäden durch Putzmittel bewahren möchte, greift lieber auf ein umwelt- und hautfreundliches Reinigungsmittel zurück. Einige Hersteller haben sich auf solche Putzmittel spezialisiert. Oft enthalten sie Stoffe wie natürliche Öle, organische Schwefelverbindungen und Kochsalz. Gleichzeitig verzichten sie auf Konservierungs- und Duftstoffe.

Für viele dieser Reinigungsmittel muss man tiefer in die Tasche greifen, was sich jedoch für die Gesundheit lohnt.

Doch auch mit wenig Geld kann man Ersatz für herkömmliche Putzmittel finden:

  • Als Badreiniger hilft die Kombination von Zitronensaft und Kernseife, die aus natürlichen Ölen hergestellt wird. Die Kernseife nimmt Fett und Schmutz auf, während der Zitronensaft Kalkablagerungen bekämpft. Aber Achtung: Zitronensaft kann Gummidichtungen und Kunststoffe angreifen und sollte an diesen Stellen nicht oder nur verdünnt aufgetragen werden.
  • Zur Reinigung des WCs hilft Backpulver. Dieses streut man auf den Rand und in die Vertiefung, dann braucht man es nur über Nacht einwirken zu lassen und kann es am nächsten Tag einfach abspülen.
  • Für das Putzen der Fenster verwendet man ein Mikrofasertuch. In das Wasser gibt man Essig oder etwas Kernseife. Das Fenster wird dann feucht abgewischt und mit einem Fensterwischer abgezogen.
  • Auch für Böden und Oberflächen gibt man etwas Kernseife und Essig in das Wischwasser. Damit kann dann wie gewohnt alles gesäubert werden.
  • Gerade Ofenreiniger können die Atemwege reizen. Als Ersatz bereitet man aus Backpulver und etwas Wasser eine Paste zu. Diese wird im Ofen verteilt. Nach einer halben Stunde Einwirkzeit braucht man nur noch mit einem Tuch alles sauber zu wischen. Bei besonders hartnäckigen Verschmutzungen wird die Einwirkzeit verlängert.

Für eine saubere Wohnung kann man also gut auf herkömmliche Putzmittel verzichten und damit die Gesundheit seiner Familie unterstützen.

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