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So kommen die Vitamine in das Kind – 10 Tipps & Tricks

Obst - Rennapfel - Vitamine

Viele Eltern stehen vor der gleichen Frage: Wie bekomme ich nur die Vitamine in mein Kind? Was kann ich tun, damit der Nachwuchs mehr Obst und Gemüse isst?

Die gute Nachricht: Ganz extreme Vitamin-Verweigerer sind äußerst selten. Zudem ist es egal, ob ein Kind nur Obst oder nur Gemüse mag, wenn dein Sohn nur Gurke und rohe Karotten knabbert, dafür aber Äpfel, Banane und Weintrauben verweigert, macht das nichts. Ebenso sieht es aus, wenn deine Tochter nur Erdbeeren und Äpfel liebt, dafür aber Gemüse hasst. Jeder Mensch hat persönliche Vorlieben und das ist vollkommen in Ordnung.

Hier noch ein paar Tipps und Tricks für mehr Vitamine im Kind ;-)

1. Was mag mein Kind?

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Auf dem Teller liegt Brokkoli und davor sitzt dein Kind mit verschränkten Armen und bockigem Blick? Das kann passieren. Vielleicht mag es aber stattdessen Karotten, Tomaten oder sogar Spinat.

Um herauszufinden, welches Gemüse nach dem Geschmack deines Nachwuchses ist, biete ihm einfach immer wieder neues an. Ihr könnt auch gemeinsam auf den Wochenmarkt gehen und dort schauen, welche Gemüse- oder Obst-Sorten ihr probieren möchtet.

Ganz entspannt und natürlich. Die meisten Kinder finden für sich das perfekte Gemüse.

2. Was esse ich selbst?

Du stehst auf Pizza, Pommes und Schnitzel und wunderst dich, dass dein Kind sich weigert, Gemüse zu essen? Dann wirst du leider deine eigene Ernährung auch noch einmal überdenken müssen.

Solange du selbst (oder andere Familienmitglieder) Obst und Gemüse weitgehend ignorierst, wird vermutlich auch dein Kind nicht auf die Idee kommen, sich für gesundes Essen zu interessieren. Und das ist ja auch irgendwie nachvollziehbar: Wie soll etwas gut sein, dass meine großen Vorbilder selbst nicht mögen?

3. Das Auge isst mit!

Dein Kind steht Gemüse skeptisch gegenüber? Dann sei vielleicht zunächst etwas vorsichtig mit Spinat und Rosenkohl. Fröhliche Farben und der süßliche Geschmack von Karotten, Kohlrabi, Paprika oder auch Kürbis wirken zum Anfang meistens überzeugender auf die jungen Leute ;-)

Hilfreich sind tatsächlich auch noch kreativere Herangehensweisen. Gesichter im Apfel oder Rennwagen aus Obst- und Gemüse, eine Gurke, die als Schlange gestaltet wurde – das sind meistens die Renner auf dem Buffet für Kinder.

4. So simpel, so gut!

Kinder brauchen und wollen in den seltensten Fällen (exotische) Gewürze oder 5 verschiedene Sorten Gemüse. Oft reicht es vollkommen, wenn das  (eine) Lieblings-Gemüse in Wasser gegart und dann mit etwas Bio-Butter oder Mandelmus verfeinert wird.

Auch wenn grüner Salat oft Skepsis hervorruft, mögen viele Kinder Rohkostsalate, z. B. aus geraspelten Karotten mit etwas geriebenem Apfel.

5. Roh oder gekocht?

Gekocht, gedünstet, püriert oder gebraten und nichts davon wollte dein Kind essen? Dann biete ihm doch einfach mal rohes Gemüse an! Was gekocht nicht schmeckt, kann roh für Begeisterung sorgen.

Es gibt viele Kinder, die lieben es, rohes Gemüse zu knabbern, rühren es aber nicht an, sobald es erwärmt wurde. Viele Kinder verweigern gekochte Möhren, essen aber dafür gerne rohe Karottensticks. Das gleiche gilt für Kohlrabi und für Obst sowieso.

Vielleicht tickt dein Kind aber genau andersrum. Probiere auch das einfach mal aus.

7. Smoothies

Püriertes und zu Drinks verarbeitetes Obst lieben viele Kinder. Toller Nebeneffekt: In Smoothies kannst du hervorragend überreife Bananen oder anderes Obst verarbeiten, das so keiner mehr essen würde. Und wenn du etwas Spinat unter einen fruchtigen Smoothie rührst, fällt das meistens gar nicht weiter auf ;-)

8. Gemeinsam kochen

Vitamine

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Kinder möchten dabei sein, helfen, Verantwortung übernehmen. Das gilt auch für die Ernährung. Wenn ich etwas selbst gekocht habe, schmeckt es doch gleich viel besser. Also lass dein Kind bei der Zubereitung von Frühstück, Mittagessen oder Abendbrot helfen.

Gemüse schälen und schneiden, Salz, Pfeffer und Gewürze an die Speisen geben und die Nudeln in den Topf schütten – es gibt viel mehr, bei dem Kinder helfen können als viele Eltern glauben.

Vielleicht denkt ihr euch auch noch eine Geschichte dazu aus, sodass die Sache gleich noch einen spannenden Nebeneffekt bekommt: Von Räubergemüse und Einhornnudeln und schon macht die Sache gleich ein bisschen mehr Spaß, selbst, wenn die Nudeln eigentlich mit dem Spiralschneider geschnittene Zucchinis sind :-)

9. Trick 17

Wer es noch nie versucht hat glaubt gar nicht, wo man überall Gemüse im Essen verstecken kann. Ganz fein gehackt oder püriert, lassen sich Karotte, Zucchini, Brokkoli und Co. in Nudelsoßen, Lasagne, Fleischbällchen und sogar Pfannkuchen verstecken.

Auch Schokoladenkuchen wird total saftig und lecker, wenn man ganz fein geriebene Zucchini dazu gibt. Als klassisch gesunde Mahlzeit gilt er dann allerdings trotzdem nicht unbedingt ;-)

Egal, auf welchem Wege du versuchst, etwas mehr Vitamine in dein Kind zu bekommen. Als zehnte und wichtigste Regel gilt immer:

10. Locker bleiben!

Zwang, Druck und Streit haben noch niemanden zum Gemüsefan gemacht. Sprecht lieber in Ruhe darüber, warum Vitamine & Co. wichtig für den Körper und das Wachstum sind. Erklärt, welch positive Wirkung gesunde Ernährung hat und übt euch in Gelassenheit.

Selbst die hartnäckigsten Obst- und Gemüseverweigerer entdecken irgendwann etwas, das sie mögen und wirkliche Mangelerscheinungen kommen auch nur in den allerseltensten Fällen vor.

Foto: Nicole Stroschein
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