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Welche Regenwassertonne ist die beste für meinen Garten?

Regenwassertonne

Regenwasser ist ein wertvolles Gut. Es steht kostenlos zur Verfügung und die meisten Pflanzenarten vertragen es besser als Leitungswasser. Der Hobbygärtner braucht es nur aufzufangen, zum Beispiel in der Regenwassertonne.

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Doch welche Regentonne ist die passende für meinen Garten und worauf muss ich beim Kauf achten?

Wie groß muss das Regenfass sein?

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In erster Linie spielt bei der Auswahl der Regentonne die Größe eine Rolle. Sie ist von zwei Faktoren abhängig.

Der erste und entscheidende ist der Wasserbedarf. Sollen der gesamte Nutzgarten und die Staudenbeete mit Regenwasser versorgt werden, benötigt die Regentonne ein Fassungsvermögen von bis zu 200 Litern. Für ein paar Kübelpflanzen auf der Terrasse reicht ein kleiner Regenbassin mit einem Fassungsvermögen von ungefähr 30 Litern.

Außerdem hängt die Größe der Regentonne vom Aufstellort ab. Damit zum Gießen ausreichend Regenwasser zusammenläuft, das über ein Fallrohr in die Tonne geleitet wird, bedarf es einer gewissen Dachfläche. Bei einem an die Regenrinne des Wohnhauses angeschlossenen Regenfass reicht oft ein einziger Starkregen aus, um es vollständig zu füllen und den Gießwasserbedarf für mehrere Tage oder Wochen zu decken.

Wo nur kleine Dachflächen vorhanden sind, beispielsweise die von Gartenlauben, Gewächshäusern und Schuppen, lässt sich der Wasserbedarf durch einen kleinen Trick decken. Es werden mehrere kleine Regenfässer im Garten verteilt.

Das hat einen weiteren praktischen Vorteil. Das Regenwasser ist an unterschiedlichen Plätzen auf dem Grundstück zur Stelle und man muss es nicht mühsam mit der Gießkanne durch den Garten tragen.

Welches Material ist das beste?

Regentonnen gibt es aus den unterschiedlichsten Materialien – jedes hat seine Vor- und Nachteile. Hier ein Überblick:

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Kunststoff

Kostengünstige Regentonnen bestehen aus Kunststoff, wobei es bei den Arten des Kunststoffs durchaus Qualitätsunterschiede gibt. Minderwertige Regenfässer für etwa 20 Euro härten schnell aus und brechen oft schon nach einer Saison, während hochwertige Kunststoffe über viele Jahre halten.

Zu den Vorteilen des Kunststoff-Regenfasses gehört nicht nur der günstige Preis, sondern auch das geringe Eigengewicht. Im ungefüllten Zustand lässt sich so eine Tonne von einer Person mühelos an einen anderen Platz befördern.

Einziger Nachteil: Optisch passen Kunststofftonnen nicht in jeden Gartenstil, auch wenn sie teilweise andere Materialien zu imitieren versuchen.

Holz

Eine Alternative sind Regenwassertonnen aus Holz. Sie sind vergleichsweise teuer und schwer. Dafür halten sie viele Jahre, besitzen eine hohe Standfestigkeit und fügen sich harmonisch in jeden Garten ein.

Bei der Verwendung eines ausrangierten Weinfasses sollte der Hobbygärtner bedenken, dass dieses vor dem ersten Gebrauch gewässert werden muss, damit sich die Bretter vollsaugen und aufquellen. Außerdem sondert das Weinfass in den ersten Jahren gesundheitlich unbedenkliche Reststoffe des Weins ab.

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Metall

Regenfässer aus Metall eignen sich ebenfalls für die Verwendung im Garten. Bei der Anschaffung solltet ihr auf rostfreies Material achten.

Alte Ölfässer sowie solche, die mit Chemikalien befüllt waren, sind für die Regenwassergewinnung wegen ihrer Rückstände tabu.

Ton

Regentonnen aus Ton wirken im mediterranen Garten. Sie bestehen aus einem Naturmaterial, das keine Schadstoffe absondert.

Allerdings besitzen auch sie Nachteile. In der Anschaffung sind sie kostspielig und kommen mit einem hohen Eigengewicht daher. Bei neuen Tonfässern müssen sich die Poren voll Wasser saugen, bevor sie das Regenwasser halten.

Stein

Regenfässer aus Stein sind in heutigen Gärten aufgrund ihres Gewichts kaum noch zu finden. Interessenten müssen bei der Anschaffung mit einem hohen Preis rechnen.

Wie entscheidend ist die Form für die Regenwassernutzung?

Angeboten werden runde Tonnen und solche mit vier, sechs oder acht Ecken. Hinsichtlich der Form ist der Hobbygärtner in seiner Entscheidung frei.

Bei der Auswahl spielt nicht selten der Stellplatz eine Rolle. Eckige Regentonnen fügen sich häufig besser in Gartenecken ein.

Handelt es sich um eine Schöpftonne, sollte sich die handelsübliche 10-Liter-Gießkanne bequem hinein und hinaus heben lassen.

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Gibt es besondere Regentonnen?

Für einsehbare Bereiche im Garten bieten sich Regentonnen an, die ihren eigentlichen Nutzen kaum erkennen lassen. Beispielsweise können dies nachgebildete Amphoren sein, die im Deckel eine Möglichkeit zur Bepflanzung bieten oder nachgebildete Steine, die im Garten wie Dekorationsobjekte wirken.

Wie wichtig ist Zubehör für Regentonnen?

Regentonnen sollten mit einem Deckel verschlossen sein. Das gilt nicht nur dort, wo Kinder spielen. Auch kleine Wildtiere und Insekten können ins Wasser fallen und ertrinken, wenn sie am glatten Rand nicht wieder aus dem Fass gelangen.

Bequem entleeren lassen sich Regentonnen, die über einen Ablaufhahn verfügen. Stehen sie auf einem Podest, das zur jeweiligen Form und Größe der Tonne abgestimmt sein sollte, kann der Hobbygärtner zur Wasserentnahme die Gießkanne oder den Eimer unter den Ablaufhahn stellen.

Ein Überlaufschutz verhindert, dass mehr Regenwasser in die Regentonne gelangt, als sie aufnehmen kann.

Möchtest Du mehrere Regentonnen nebeneinander verwenden, lassen sie sich mit Verbindungsstücken aneinanderkoppeln. Ebenfalls sind Verbindungsstücke erforderlich, wenn ein Schlauch oder eine Pumpe angeschraubt werden sollen.

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Muss man die Regentonne im Winter leeren?

Regentonnen aus Kunststoff mit einer konischen Form sollten eigentlich frostfest sein. Besser ist es dennoch, sie vor dem Wintereinbruch zu leeren. Das gilt auch für alle anderen Regentonnen, zumal Regenwasser im Winter kaum benötigt wird.

Vor dem Aufstellen im kommenden Frühjahr bietet sich die Gelegenheit für eine gründliche Reinigung.

Regenwassertonne

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