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Die Sache mit der Treppe oder: Das DIY aus der Hölle

Treppe, DIY
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Wer mich schon ein bisschen länger kennt, weiß, dass ich eine besondere Beziehung zu Treppen habe. Also genau genommen nicht zur zu Treppen, sondern vor allem zu alten Häusern, bei denen das Thema Treppe halt häufig eine Herausforderung ist.

Nun könnte man natürlich einfach eine schöne Treppe kaufen. Auch das habe ich schon getan und tolle Erfahrungen damit gemacht. In meinem aktuellen Häuschen habe ich aber eine andere Lösung gewählt. Die Mühsame …

Die neue Treppe und das Teppich-Elend

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Ich werde es nie verstehen, dass Menschen eine schöne Holztreppe vollflächig mit Teppich bekleben und sie damit optisch ruinieren. Es mag ja wärmer sein und man rutscht auch nicht so leicht aus, aber für mich gibt es nichts Schöneres im Wohnbereich als echtes Holz.

Nun habe ich aber schon zum zweiten Mal in wenigen Jahren ein altes Haus gekauft, in dem ich genau dieses Elend vorfand: Eine alte Holztreppe, begraben unter Teppich, voll verklebt.

Immerhin kann man inzwischen davon sprechen, dass ich eine gewisse Erfahrung mitbringe, wenn es darum geht, eine solche Treppe aufzuarbeiten.

Reißen, Föhnen, Schleifen

Fakt ist allerdings auch: Erfahrung mit dem Freilegen von Holztreppen, macht den Vorgang an sich nicht angenehmer. Kaum hatte ich angefangen, den Teppich von der Treppe zu reißen, bot sich der Anblick des Grauens: Ein Schaumstoffdesaster in mehreren Akten.

Kurz kam der Gedanke auf, einfach das ganze Ding abzureißen und eine neue Holztreppe zu bauen – aber nein, aufgeben zählt nicht. Ran an die Arbeit!

Nun gibt es verschiedene Möglichkeiten, das Holz vom Schaumstoff zu befreien. Ein Spachtel ist immer gut, in Zusammenarbeit mit einem Heißluftföhn, der den Klebstoff löst, schabt man so in meditativer Kleinarbeit Zentimeter um Zentimeter frei. Alternativ kann man auch stinkende Lösungsmittel nehmen, vernebelt sich damit aber gegebenenfalls das Gehirn.

Zum Schluss müssen die Reste dann mit einer Schleifmaschine entfernt werden. Ganz Ungeduldige (wie ich in meinem letzten Haus), sparen diesen Schritt und malen einfach drüber. Das gilt aber nicht als anständige, deutsche Handwerkslösung ;-)

Schwierige Entscheidung: Die neue Farbe für die Treppe

Ist die Treppe dann endlich freigelegt, folgt das Grübeln: Wie gestalte ich sie im Anschluss? Natürlich könnte man einfach mal eine Holzoptik wählen, dafür müsste die Treppe aber wirklich perfekt geschliffen sein und ich habe meistens nicht die Geduld dazu.

Im letzten Haus entschied ich mich für eine maritime Lösung: die Trittflächen waren blau, der Rest der Treppe weiß (das Ergebnis dazu gibt es auf meinem persönlichen Blog nicmag.de).

Nun ist es in meinem jetzigen Haus so, dass die Treppe sehr schmal ist und auch kein Fenster in der Nähe, deshalb entschied ich mich letztlich dazu, sie einfach weiß zu streichen und mit einem klaren Treppenlack zu versiegeln.

Eine niemals endende Liebesgeschichte

Das Ergebnis will ich euch natürlich nicht vorenthalten. Es ist weit entfernt von perfekt, ich freue mich aber jedes Mal, wenn ich die Treppe sehe oder nutze :-)

Treppe, DIY

Nachher :-)

Wenn ich mir die Fotos so anschaue, fällt mir auf, dass ich den Handlauf, der in seinem letzten Leben sicher ein Besenstiel war, bisher vergessen habe. Vielleicht könnte er auch noch etwas Farbe brauchen?

Aber das gehört letztlich zum Konzept von alten Häusern: Irgendwas gibt es immer, das noch fehlt oder das noch zu tun ist. Eine niemals endende Liebes-Geschichte, die immer spannend bleibt ;-)

Treppe, DIY

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Fotos: Nicole Stroschein
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