Familie & Urlaub
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Als ich 10 war …

Familienalbum

Seit jeher bin ich ein großer Fan von Rückblicken. Alte Fotos und Erinnerungen sind einfach zu schön. Ob vergilbte High-School-Fotos von Prominenten oder unsere wunderbare Reihe, in der liebe Menschen vom Tag ihrer  Einschulung berichteten – immer wieder schaue ich mir solche Beiträge gern an.

Klar, dass ich sofort begeistert war, als ich bei Zwetschgenmann Lutz auf eine Blogparade mit dem schönen Titel „Als ich zehn war“ stieß. Sofort begann es mein Gedächtnis zu arbeiten und dank einiger alter Fotos, kam ich schnell auf

10 Dinge aus der Zeit, als ich 10 war …

Vorab sei gesagt, dass ich im Februar 1981 meinen zehnten Geburtstag feierte, der Großteil meiner Erinnerungen fällt also in dieses Jahr und ein wenig schauen wir auch in das Jahr 1982.

1. Musik & Medien

1981, das Jahr in dem ich 10 wurde, war gleichzeitig das Geburtsjahr des Musiksenders MTV. Was für eine Revolution, endlich so viel coole Musik im Fernsehen, wie man wollte, statt einmal in der Woche eine Stunde ZDF-Hitparade 😉

Der Eurovision Song Contest hieß damals noch Grand Prix und 1981 gewann die britische Band Bucks Fizz mit der launigen Pop-Nummer Making your Mind Up. Für mich war der Song Contest damals eine richtig große Sache und als sich ein Jahr später Nicole mit Ein bisschen Frieden zum Sieg trällerte, war ich hin- und weg.

2. Der Schulwechsel

1981 wechselte ich von der Grundschule auf das Gymnasium, einige Erinnerungen an die Zeit auf dem Gymnasium habe ich in diesem Beitrag schon einmal zusammengefasst. Ich wusste damals ziemlich genau, was ich wollte und das war eben genau diese Schule. Rückblickend nicht die schlechteste Entscheidung.

Aus heutiger Sicht ist aber auch der Blick zurück in die Grundschulzeit beeindruckend: Wir waren zeitweise 37 Kinder in einer Klasse. Heute völlig unvorstellbar, meine Kinder hatten und haben meistens so etwa 20 Klassenkameraden, das Höchste der Gefühle waren einmal 26 Kinder in einer Klasse.

3. Hobbys

PonyBevor ich schließlich zu dem Hobby fand, das mich durch die Teenagerzeit und die erste Zeit meines Erwachsenen-Daseins begleitete, probierte ich alles aus, was unsere Kleinstadt an Freizeitangeboten hergab: Turnen, Volleyball, Fußball, Kinderkirche.

Mit zehn gehörte meine große Liebe dem Reiten. Und so finden sich in meinem Album auch ein paar unscharfe Aufnahmen von Haflinger-Ponys. Wir halfen damals der Besitzerin bei der Pflege der Pferde und Weiden und durften dafür immer mal eine Runde reiten.

Später dann wurde all das vom Schwimmen und Wasserball-Spielen abgelöst, aber eben erst später.

4. Katzen

Zwei Kater gehörten damals zur Familie. Ihre Namen: Kimba (mein Bruder hatte darauf bestanden) und Tommy. Zahllose Fotos zeigen die zwei beim Schlafen und Kuscheln.

Katzen

Und die Liebe zu Katzen ist geblieben. Es sind immer noch zwei, im Moment auch Kater, und sie heißen Henry und Fred. Selbst die Farbgebung ist recht ähnlich. So schnurrendes Getier schmückt aber auch wirklich jedes Haus, daran ändert sich auch in den nächsten 30 Jahren nichts 🙂

5. Spielen

Ja, auch wir gingen damals einfach nach draußen, um zu spielen. Stundenlang streunten wir umher und bauten uns im angrenzenden Wäldchen irgendwelche Hütten.

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Einer meiner besten Freunde damals lebte auf einem Bauernhof und wir hatten es uns in einem Schuppen gemütlich eingerichtet, betüddelten mit Hingabe den hofeigenen Esel namens Fernando.

6. Abenteuer & Nervenkitzel

Der spannendste Zeitvertreib, den wir damals für uns entdeckt hatten, war auch gleichzeitig ein ziemlich gefährlicher. Hinter unserem Wäldchen verliefen die Bahngleise und wir legten regelmäßig Pfennig-Münzen auf die Gleise, um sie dann hinterher wieder einzusammeln. War erst einmal ein Zug darüber gefahren, glänzten sie ganz platt und glatt.

Aus heutiger Sicht ein ziemlich irres Abenteuer. Und ziemlich gut, dass nichts passiert ist …

Ähnlich dämlich war der Wettbewerb, in dem es darum ging, möglichst lange die Luft anzuhalten. Aber wenden wir uns anderen Erinnerungen zu 😉

7. Filme

Indiana Jones, James Bond 007 – in tödlicher Mission, Das Boot … alles Filme aus dem Jahr 1981 und alles nicht meine Welt. Der Zeichentrickfilm Cap & Capper allerdings auch nicht mehr. Louis de Funès schon eher, damals lachten wir sehr über den albernen Franzosen. Und der war verdammt albern.

Auch die Verfilmung von Christiane F. – Wir Kinder vom Bahnhof Zoo kam 1981 in die Kinos. Gesehen habe ich den Film erst später. Relativ früh allerdings hatte ich irgendwie das Buch in die Finger bekommen und wusste kaum, wohin vor lauter Faszination und Angst als ich es las …

8. Bücher

Irgendein Buch hatte ich in dieser Zeit immer vor der Nase. Meistens deutlich kinderfreundliche Geschichten als die von Christiane F. – Hanni & Nanni, Dolly, Die fünf Freunde … von solchen Bücher-Serien konnte ich gar nicht genug bekommen.

Irgendwann bekam ich auch mal einen Stapel aussortierter Kinder- und Jugendbücher aus den 50er- und 60er-Jahren geschenkt und war über Monate schwer fasziniert von dieser altmodischen Zeit, in der es viel um Tanztees und Handarbeiten ging.

9. Technik

Unser Festnetz-Telefon war grün und verfügte über eine Wählscheibe, der Fernseher lieferte farbige Bilder von drei Sendern. Ich besaß einen Plattenspieler und einen Kassetten-Recorder, mit dem ich mehr oder minder erfolgreich versuchte, die angesagtesten Hits aus dem Radio aufzunehmen, ohne, dass der Moderator dazwischen quatschte.

Außerdem hörte ich zum Einschlafen gern Hörspiele. Aber es war ein großes Ärgernis, dass sowohl Schallplatten als auch Kassetten nach der Hälfte der Geschichte umgedreht werden mussten …

10. Schwer angesagt …

Espandrilles… war im Jahr 1981 der Zauberwürfel, bei dem man durch drehen der einzelnen Elemente versuchen musste, die bunt-gemischten, farbigen Felder wieder zu sortieren. Stundenlang beschäftigten wir uns mit dem Ding und nahmen es auch mit in die Schule.

Und ich bin mir ziemlich sicher, dass zu dieser Zeit noch mindestens ein oder zwei Monchichis mein Zimmer bewohnten. Diese kleinen, braunen Äffchen, von denen es Jungs und Mädchen gab, einer konnte seinen Daumen in den Mund stecken, einer hatte eine Träne ins Gesicht gemalt …

Huch! Das waren jetzt aber ziemlich viele Erinnerungen, die enorm flink aus mir herauspurzelten. Eine schöne Zeitreise! Wie wohl meine Kinder (12 & 10) in 30 Jahren auf das Jahr 2016 zurückblicken? Vielleicht sollten wir einfach jetzt mal aufschreiben, was sie bewegt und dann in 30 Jahren nachschauen. Wir denken mal darüber nach!

Wie sind eure Erinnerungen an das Jahr, in dem ihr 10 wurdet? Schreibt uns in den Kommentaren, wir freuen uns darauf. Und wenn ihr noch mehr Blogbeiträge zum Thema lesen möchtet, schaut gern bei Lutz und der Zusammenfassung seiner Blogparade vorbei.

Fotos: Nicole Stroschein

3 Kommentare

  1. Vielen Dank für’s Mitmachen und einen Ausflug in das Jahr 1981. In der Tat stelle ich mir auch die Frage, was wohl viele Jahre später meine Kinder über das Jahr erzählen werden, als sie zehn wurden. Das ist zwar auch schon einige Zeit her, aber richtig spannend wird es, wenn der Abstand zu dieser Zeit mal größer wird.

  2. Pingback: Blogparade 'Als ich zehn war' - Der Abschluss - Zwetschgenmann

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