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7 Momente, in denen du erkennst, dass du (als Mutter) nicht genug Schlaf bekommst …

Schlafmangel

Ich habe ja schon öfter darüber referiert, dass viel zu wenig vor den Gefahren der Elternschaft gewarnt wird. Es lauern so viele, unterschätzte Fallen, wenn du Kinder hast – wenn ich die vorher gekannt hätte …

Brutale Elternabende, schleimiger Husten, wenig bis gar keine Privatsphäre über Jahre hinweg, Schulbrote mit blau-weißem Pelzbesatz, die sich nach Monaten in Schulranzen wiederfinden …

Leute, seid vorsichtig, bevor ihr mit der Familienplanung beginnt. Wirklich, wirklich dramatisch ist auch die Sache mit dem Schlafmangel. Und dass nicht nur bei Winzlingen unter zwei Jahren …

Schlaf und ich – die ganz große Liebe

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Ja, ich gebe zu, es ist etwas Ernstes. Nach über 40 Jahren auf dieser Welt kann ich guten Gewissens sagen: Ich liebe schlafen. Das war immer schon so und wird sich hoffentlich auch nicht mehr ändern.

Vor allem am frühen Morgen. Es gibt nichts Kuscheligeres als das perfekt gewärmte Bett in der Früh. Diese warme Höhle der Glückseligkeit. Für mich einer der schönsten Orte der Welt. Schon als Baby schlief ich gern und viel, daran hat sich bis heute nichts geändert.

Bei der Wahl meines Berufs war ich dementsprechend Weise. Als Journalistin musst du nicht morgens um 7 Uhr auf der Schicht sein. 9 Uhr – oder noch besser – 10 Uhr reicht vollkommen aus. Ein Traum.

Dann allerdings, vor etwa 14 Jahren, der kapitale Fehler: ich entschied mich dafür, meine eigenen Nachkommen kennenzulernen. Natürlich kein Fehler auf der ganzen Linie. Die zwei sind klasse, ich lebe ausgesprochen gern mit ihnen zusammen. Wäre da nicht die Sache mit dem frühen Aufstehen …

Kinder und Schlaf – eine zweifelhafte Angelegenheit

Meine Kinder sind ganz normale Schläfer, um das gleich mal vorwegzunehmen. Klar, als Babys wollten sie nachts mal eine Fuhre Milch, aber es gab und gibt keine dramatischen Eigenschaften, die mich jahrelang komplett von meiner Nachtruhe abgehalten hätten.

Trotzdem: Du kommst weniger zum Schlafen, sobald die lieben Kleinen auf der Welt sind.

Und – was die Wenigsten wissen – wirklich ätzend wird es, wenn sie längst durchschlafen und sich morgens auch schon mal eine halbe Stunde allein beschäftigen können. Das Schlimmste in Sachen Schlaf ist … DIE SCHULE!

Jaha! Vergesst Babys, die nicht durchschlafen, wirklich fies wird es erst, wenn der Nachwuchs an 5 Tagen in der Woche um 7 Uhr das Haus verlassen muss. Ich. Hasse. Es! Puh, jetzt ist es raus. Egal, wann ich am Abend ins Bett gehe, morgens ist es immer brutal, mich unter meiner warmen Decke hervorzuquälen.

Alles eine Typ-Frage

Ja, haltet mich ruhig für eine Memme. Aber ich will euch auch nichts vormachen. Mir ist wohl bewusst, dass es Menschen gibt, die morgens gern aufstehen und noch vor dem ersten Wecker-Klingeln fröhlich pfeifend aus dem Bett hüpfen.

Mir sind diese Leute suspekt. Ich quäle mich. Das kannste nicht anders formulieren. Immerhin: Seit es die Kinder gibt, schaffe ich es, schon vor 8 Uhr morgens ein Lächeln hinzukriegen. Früher sprachen meine Kollegen mich oft nicht vor dem Mittag-Essen an ;-)

7 Dinge, an denen du erkennst, dass du nicht genug Schlaf bekommst

Genug geschwafelt. Ihr wollt wissen, woran ihr erkennt, dass ihr seit Jahren zu früh aufsteht? Ich habe da ein paar Anekdoten für euch:

1. Du weinst leise vor dich hin, während du um 4.30 Uhr ein Fläschchen zubereitest

Ja, lacht ruhig. Genau so war es. Meine Kleine war damals vielleicht 5 Monate alt. Natürlich habe ich ihr das Fläschchen gern zubereitet, aber ich wandelte halt dabei umher wie … ach, lassen wir das ;-)

Die gute Nachricht: Sie wollen tatsächlich nicht Milch mitten in der Nacht bis sie 18 sind :-D Aber ich schwöre, der Schlafmangel steckt mir bis heute in den Knochen.

2. Du gibst deinem Kind die Butterdose mit in die Kita, das Pausenbrot liegt derweil zuhause

Ja, das war damals ein großer Moment. Wir lachen bis heute darüber. Irgendwie kam uns die Sache mit der vermeintlichen Brot-Dose schon bei der Ankunft im Kindergarten seltsam vor. Deshalb warfen wir einen Blick hinein. Und dann die Augen von Kind, Mutter und Erzieherinnen … unbezahlbar!

Natürlich musste sie nicht hungern an dem Morgen und ich musste auch nicht noch einmal nach Hause fahren, um das Brot zu holen. Sie bekam etwas von den anderen ab. Die Erzieherin hatte eine große Packung Müsli. Alle waren satt und happy und wir hatten unsere Familienanekdote.

3. Du redest wirres Zeug, wenn am Vormittag fremde Menschen vor der Tür stehen

Handwerker, DHL-Boten … sie alle hatten schon unter meinem Schlafmangel zu leiden. Einmal stand ein freundlicher Helfer vor der Tür. Ich schickte ihn wieder weg. Mit Worten wie: Jetzt nicht, wir haben Läuse, Katzen, alles …

Ihr versteht nicht, was ich sagen wollte? Ich auch nicht und er schon gar nicht, vermutlich rätselt er bis heute.

4. Du willst einen Feuerkorb bestellen, geliefert wird aber nur eine Bauanleitung dafür …

Ja, im ersten Moment wollte ich auch den Online-Shop dafür verantwortlich machen. Letztlich hatte ich aber bei der Bestellung des vermeintlichen Feuerkorbes einfach nicht aufgepasst.

Auch darüber lachen viele Menschen in meinem Umfeld bis heute. Vom Selbstbau des Feuerkorbes haben wir übrigens Abstand genommen. Braucht noch jemand eine Anleitung dafür? ;-)

5. Dein Liebster packt seine Geburtstagsgeschenke aus und findet eine Badehose in Größe 116 in einem der Pakete …

Genau so passiert, ich schwöre … Vorher hatte ich natürlich wochenlang nach der neuen Badehose für meinen Sohn gesucht. Aber die lag ja längst liebevoll verpackt bei den Geburtstagsgeschenken für den Süßen. Auch über diese kleine Begebenheit lachen wir bis heute.

6. Kakao ohne Milch

Wie ihr vielleicht wisst, gibt es in meinem Haushalt ja einen Thermomix®. Voll praktisch das Ding. Am Morgen fertigt er oft einen warmen Kakao für meinen Sohn. Kakaopulver rein, Milch dazu, 2 Minuten erwärmen, fertig. Im Topf wäre mir das um 7 Uhr in der Früh zu riskant (aus Gründen).

Problem: Wenn du nur das Kakaopulver in den Mixtopf gibst und dann zwei Minuten erwärmst, hast du warmes Kakaopulver aber noch kein warmes Getränk …

7. Du sprintest morgens um 6.30 Uhr den Müllmännern hinterher … im Dezember, ohne Socken,

weil du am Abend vorher vergessen hast, die Mülltonne an die Straße zu stellen und das nicht zum ersten Mal. Genau so geschehen, vor wenigen Tagen. Gerade als ich mich noch einmal im Bett umdrehen wollte, hörte ich den Müllwagen. Ich stürzte raus, die Jogginghose falschrum, keine Socken, nur Adiletten, also Badeschlappen. Und entschied mich, mitsamt der braunen Tonne, die 300 m bis zum Müllwagen zu rennen.

Immerhin erfolgreich. Aber ich schwöre, wäre ich am Tag vorher nicht so müde gewesen, hätte ich die Tonne schon am Abend rausgestellt. Nun, einen Vorteil hatte die Aktion: Danach war ich wirklich wach und wir haben wieder was zu lachen ;-)

Ihr seht: der große Vorteil daran, nicht ausgeschlafen zu sein ist, dass dadurch eine schöne Sammlung fröhlicher Familienanekdoten entsteht und es immer was zu lachen gibt. Wisst ihr noch, als Mama damals … Ach, ich freu mich ja, wenn ich zur Erheiterung beitragen kann.

Aber jetzt leg ich mich noch ein halbes Stündchen hin, oder?

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Kategorie: mal ehrlich …!

von

Nicole Stroschein

Ist freie Journalistin in Hamburg und arbeitet für verschiedene Zeitschriften großer Verlagshäuser wie z.B. HÖRZU. Nic mag ihren Job und liebt Geschichten über Menschen aller Art. Auf ihrem Blog NicMag.de gibt sie diesen Geschichten virtuell Raum.

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