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Die Modefrage oder welches T-Shirt zieh ich denn heute nicht an?

Mode

Junge Menschen, egal wie jung sie sind, wissen ja häufig schon erstaunlich genau, was sie wollen oder eben nicht. Essen, Schlafen, Waschen (insbesondere sich selbst) oder auch Anziehen – bei manchen Kindern ebenso elementare wie schwierige Themen.

Heute möchte ich einen Einblick in das Zusammenleben mit dem modebewussten jungen Mann im Alter von zwei bis etwa zehn Jahren geben. Darüber hinaus habe ich noch keine Erfahrungen sammeln können, aber das kommt natürlich von ganz allein.

Widmen wir uns also dem Thema Modebewusstsein bei Kindern.

Nackt oder Schneeanzug!

An dieser Stelle noch einmal ausdrücklich der Hinweis: Es handelt sich hier um einen einzelnen Fall, von dem überhaupt nicht auf andere zu schließen ist. Wir geben also auch keinerlei Tipps für den Umgang mit anderen, jungen Mitbewohnern. Ist klar, oder?

Der junge Mann, von dem hier die Rede ist, war seit jeher sehr klar in modischen Fragen. Kompromisse hingegen lagen und liegen ihm eher weniger.

In sehr jungen Jahren, so als Kleinkind, präferierte er eine Weile den Nackt-Look, sprich, Kleidung hielt er generell für überbewertet. Eine günstige Lösung, allerdings von Oktober bis März schwierig in der Umsetzung. In diesen Monaten einigten wir uns irgendwann auf ein Kleidungsstück namens Schneeanzug. Eben dieses war dann die Nr. 1 – immer und überall. Sie ahnen es – spätestens im April wurde es dann wieder schwierig.

Die Slim-Jeans-Phase

Etwas später, sagen wir mal mit 4 oder 5, verliebte der junge Mann sich in die sehr schmal geschnittenen Slim-Jeans seiner Schwester. Eine Vorliebe, die relativ angenehm zu handhaben war, nachdem er einfach ein paar eigene Hosen aus dieser Kollektion erhalten hatte. Streit unter Geschwistern braucht eine Familie ja auch nicht täglich 🙂

Ob Oma nun fand, dass das ein cooler Look war, interessierte uns alle nicht die Bohne. Der Junge trug Hosen, die von der Hüfte bis zu den Füßen reichten – viel mehr verlangt man nach einer Schneeanzug-nackt-Phase ja kaum noch 🙂




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Und Rockstars lieben diesen Look schließlich auch.

Die Vorteile am störrischen Kleidungs-Konzept

Es hat durchaus auch Vorteile, wenn junge Menschen sich weigern, Veränderungen am Kleidungsstil vorzunehmen: Man spart enorm viel Geld und Zeit und Nerven in Hinblick auf Verkleidungen zu Fasching oder Halloween! Es blieb mir also komplett erspart, Dinosaurier-Kostüme oder ähnliche Grausamkeiten nähen zu müssen.

Auch sonst muss ich sagen, dass es angenehm ist – solange eine Phase verlässlich währt. Der Junge möchte schwarze Hosen? Bittesehr, soll er bekommen! Vorausgesetzt, er trägt sie dann auch wirklich. Gar nicht gern habe ich nämlich …

Kinderkleiderschrankleichen!

Sie ahnen es vermutlich schon: Kinderkleiderschrankleichen sind Kleidungsstücke, die man nach einer Weile ungetragen an andere Kinder weiterverschenkt. Egal, wie schick sie sind oder wie schweineteuer sie waren.

Ein T-Shirt zum Beispiel, das einmal zur Kinderkleiderschrankleiche ernannt wurde, kommt aus dieser Nummer auch nicht wieder raus. Optimistische Mütter versuchen vielleicht immer mal wieder, das schicke Shirt mit den Streifen rauszulegen, in der Hoffnung, dass es einer anzieht – ich gehöre nicht zu diesen Müttern – der Trick funktioniert nämlich nicht.

Inzwischen ist es eh so, dass der junge, modisch sehr zielstrebige Herr, seine Outfits einfach selbst zusammenstellt. Modisch habe ich daran wenig auszusetzen. Er sieht durchaus immer lässig aus und hat irgendwie sowas wie Stil 🙂

Fazit:

Das Leben mit dem halsstarrigen Kleidungstypen muss gar nicht zum Drama werden, wenn man ein paar Grundregeln beherrscht und die nötige Gelassenheit mitbringt. Würde ich nochmal so ein Exemplar großziehen müssen, würde ich vielleicht dazu übergehen, ihm die Auswahl und das Design seiner Shirts komplett selbst zu überlassen. Das kann eine Menge Nerven sparen und bringt vielleicht sogar Spaß.

Foto: esudroff / pixabay.com

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