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Der Mindestlohn gilt auch für Mini-Jobber im privaten Haushalt!

Mindestlohn

Rasenmähen, Bügeln, die Hausaufgaben des Jüngsten betreuen? Bei Familie Schneider sind hierfür fleißige Helfer zuständig. Da beide Eltern in Vollzeit arbeiten, beschäftigen sie Mini-Jobber, um den Alltag für sich und ihre Kinder zu erleichtern. Den Lohn für ihre „Angestellten“ konnten die Schneiders bisher völlig frei verhandeln. Seit dem 01.0.2015 geht das nicht mehr!

Dann trat nämlich das „Gesetz zur Stärkung der Tarifautonomie“ in Kraft und regelte den sogenannten Mindestlohn. Ab 1. Januar 2015 betrug dieser 8,50 EUR pro Stunde. Mit anderen Worten: Weniger darf keine Haushaltshilfe verdienen.

Achtung: Der gesetzliche Mindestlohn in Deutschland stieg Anfang 2017 auf 8,84 Euro.

Und was hat das mit mir zu tun?

Wenn ich eben, wie Familie Schneider, eine Putzfrau, einen Gärtner oder einen Babysitter beschäftige eine ganze Menge! Denn der Mindestlohn gilt nicht nur für Unternehmen sondern auch für Beschäftigte in privaten Haushalten. Auch hier müssen seit dem 1. Januar 2015 mindestens 8,50 EUR pro Stunde gezahlt werden. Seit dem 01.01.2017 stieg der Mindestlohn sogar auf 8,84 EUR / Stunden – weniger darf keine Haushaltshilfe verdienen!




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Grundsätzlich gilt: der Mindestlohn pro Stunde bezieht sich auf erbrachte Arbeitsleistung in Zeitstunden. Das gilt natürlich auch für Mini-Jobber, wie es sie in vielen privaten Haushalten gibt. Sie haben, unabhängig von Arbeitszeit und Arbeitsumfang, ebenfalls Anspruch auf den gesetzlichen Mindestlohn. Steuern und Sozialabgaben zahlt bei ihnen auch künftig nur der Arbeitgeber, also in unserem Fall die Familie, die ihre Dienste in Anspruch nimmt.

Darüber hinaus gelten folgende Regelungen:

  • Geringfügig entlohnte Beschäftigungen: die 450 EUR Grenze bleibt bestehen, d.h. der Arbeitnehmer darf maximal 450,00 EUR / 8,50 EUR = 52,94 Stunden im Monat arbeiten. Seit dem 01.01.2017 dürfen es sogar nur noch 450,00 EUR / 8,84 EUR = 50,90 Stunden pro Monat sein.
  • Kurzfristige Beschäftigungen: die Tages-Grenze für kurzfristig Beschäftigte wird von 50 auf 70 Tage pro Jahr erhöht für vier Jahre bis zum 31.12.2018. (s.a. §115 SGB IV)

Und wenn ich selbst eine Nebenbeschäftigung habe?

Dann lohnt sich ein Blick ins Unternehmerhandbuch, da stehen die wichtigsten Fragen und Antworten rund um das Thema: Mindestlohn – die wichtigsten Informationen auf einen Blick.

Foto: Radharani / shutterstock.com

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