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Tipps für das Familienleben nach dem Lockdown

Tipps für das Familienleben nach dem Lockdown
PRESSEMELDUNG - Berlin, den 20. April 2020

Nach dem Beschluss der Bundesregierung vom vergangenen Mittwoch, den 14. April, weist der Weg nun schrittweise raus aus dem Corona-Lockdown und in Richtung Normalität: Hierzulande gilt die Kontaktsperre noch bis 3. Mai, aber Geschäfte öffnen nach und nach wieder und ab Mai kehren die älteren Schüler zurück zum Unterricht. Kitas und Grundschulen bleiben weiterhin für diejenigen geschlossen, die keinen Zugang zu Notfallbetreuung haben.

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Was viele Familien, die seit Wochen Homeoffice und Kinderbetreuung unter einen Hut bringen müssen, bewegt, ist die Frage: Wie gelingt es, in den gewohnten Alltag zurückzukehren, wenn Kinderbetreuung nicht im gewohnten Umfang zur Verfügung steht?

Für eine verantwortungsvolle und schrittweise Annäherung an das Leben nach dem Lockdown hat Betreut.de einen Ratgeber für Familien erstellt, der die wichtigsten Fragen beantwortet.

1. Ich arbeite bald wieder. Kita und Schule bleiben aber weiterhin geschlossen. Wer betreut mein Kind?

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Die Bundesregierung hat angekündigt, mit den ältesten Schülern zu beginnen und eine Ausweitung Schritt für Schritt und unter gewissen Bedingungen in Aussicht gestellt. Orientiert man sich an aktuellen Empfehlungen seitens der Kita-Träger oder Lösungen anderer Länder, wie beispielsweise Dänemark, erscheint gerade die Betreuung der kleinsten Kinder als Herausforderung. Die private Kinderbetreuung durch einen Babysitter oder eine Nanny kann hier eine Brückenfunktion übernehmen.

Das bestehende Kontaktverbot schließt die Betreuung durch Großeltern bis Anfang Mai aus, es sei denn, sie gehören zum Haushalt. Da ältere Menschen zur Risikogruppe gehören, sollten diese auch nach Lockerung des Kontaktverbotes behutsam involviert werden, um Ansteckungsrisiken zu minimieren. Eine Alternative sind Babysitter und Tagesmütter, die Familien individuell und punktuell unterstützen könnten, z.B. als Minijob oder gewerblich. Das gilt sogar für Personen, die sich wegen der Corona-Krise in Kurzarbeit befinden.

2. Wie finde ich einen passenden Babysitter oder eine Tagesmutter?

Für die Suche nach einer passenden Kinderbetreuung können Eltern auf Onlineplattformen, Kleinanzeigen oder auch Empfehlungen durch Nachbarn und Freunde zurückgreifen. Onlineplattformen bieten meist einen guten ersten Eindruck über die einzelnen Personenprofile.

Sobald potenzielle Kandidaten feststehen, geht es um ein Erstgespräch. Für dieses sollten sich Eltern vorher die wichtigsten Fragen notieren, die ihnen am Ende bei der Entscheidung helfen. Erfahrung, Referenzen und auch beruflicher Werdegang können hier eine Rolle spielen. In der aktuellen Corona-Krise sind auch der Umgang mit Schutzmaßnahmen, Hygienevorschriften und eine eventuell vorhergegangene Virusinfektion sinnvolle Themen für das Erstgespräch. (Weitere Informationen zum Gespräch)

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3. Kann ich mir einen Babysitter oder eine Nanny überhaupt leisten?

Wieviel ein Babysitter oder eine Tagesmutter verdienen, ist eine individuelle Vereinbarung. Momentan haben viele Länder im Rahmen der Schul- und Kitaschließungen die Beiträge ausgesetzt, so dass diese für die private Kinderbetreuung verwendet werden können.

Wer auf der Suche nach einem Babysitter ist, sollte mindestens mit dem gesetzlichen Mindestlohn rechnen. Hier finden Eltern eine Orientierung zu üblichen Stundenlöhnen in den einzelnen Regionen. Babysitter oder Nannys können täglich oder nur an einzelnen Tagen eingesetzt werden, z.B. als Minijob, um erhöhte Arbeitsbelastung oder wichtige Meetings besser zu planen.

4. Wie gehe ich mit den gesundheitlichen Risiken rund um den Corona-Virus um?

Wenn es um die Fremdbetreuung durch einen Babysitter oder eine Tagesmutter geht, ist das offene Vorabgespräch ganz entscheidend. Sowohl die Familie als auch die jeweilige Kinderbetreuung sollten verantwortungsbewusst handeln. Fieber, Husten und Kurzatmigkeit sind klassische Krankheitssymptome. Sobald diese innerhalb der Familie oder seitens der Kinderbetreuung auftauchen, sollte die Zusammenarbeit pausieren. Möglicherweise lässt sich auch eine 14-tägige Quarantäne vereinbaren, bevor die persönliche Betreuung beginnt.

Ratsam ist, sich im Sinne beider Parteien auf konkrete Hygienemaßnahmen zu einigen und diese auch in der schriftlichen Vereinbarung oder Vertrag festzuhalten. Das kann beispielsweise das Tragen eines Mund-Nase-Schutzes beinhalten, das unbedingte Ausziehen der Schuhe vor Betreten des anderen Haushaltes oder auch eine konkrete Einschränkung des Körperkontaktes zu den Kindern (kein Schulterklopfen, keine Umarmung). Weitere Informationen zu Social Distancing.

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5. Wie gewöhne ich mein Kind während der Kontaktsperre an die fremde Person?

Not macht erfinderisch. In den letzten Wochen haben viele Familien auf digitale Lösungen zurückgegriffen: der Videoanruf bei den Großeltern oder anderen Verwandten sowie das Nutzen unterschiedlicher Onlineangebote aus dem Sport– und Bildungsbereich.

Warum also nicht einmal virtuelles Babysitting probieren?

Solange die Kontaktsperre gilt, können Eltern für das Erstgespräch und auch für die Eingewöhnungsphase der Kinder auf Videoanrufe zurückgreifen. Hier können sich Kinder und Babysitter oder Tagesmutter beschnuppern und schon mal Kontakt aufnehmen. Für die Eltern ist das eine gute Gelegenheit zu schauen, ob die Harmonie stimmt.

6. Wie gehe ich mit meinem Arbeitgeber um?

Die Lockerungsmaßnahmen erfolgen Schritt für Schritt. Je nach Branche ändern sich auch nach und nach die Präsenzzeiten an den Arbeitsplätzen wieder. Mütter und Väter sollten hierfür rechtzeitig den offenen, ehrlichen Austausch mit ihrem Arbeitgeber suchen. In einem Gespräch klärt sich, welche Erwartungshaltung es auf beiden Seiten gibt und welche alternativen Modelle bei eventuell fehlender Kinderbetreuung greifen.

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7. Wie bereiten wir uns als Familie wieder auf den normalen Alltag vor?

Um sich selbst und auch die Kinder allmählich wieder an den normalen Alltag zu gewöhnen, helfen zum Beispiel gewohnte Rituale und Lernroutinen. Ob es das gemeinsame Frühstück ist, der wöchentliche Spieleabend oder auch das vorabendliche Lernen für die Schule – Eltern können sich selbst und den Kindern so schrittweise helfen, in alte Abläufe zurückzufinden und sich gut auf den Alltag nach dem Lockdown vorzubereiten.

8. Welche Unterstützung sollten Eltern suchen, die ihre Kinder weiter selbst betreuen wollen?

Die Überbrückungsphase hin zu unserem alten Leben beinhaltet unterschiedliche Herausforderungen. Familien, die es bewerkstelligen können oder müssen, die Kinder weiter selbst zu betreuen, haben die Möglichkeit, sich andere Unterstützung zu suchen. Es gibt viele kontaktlose Tätigkeiten, um den Alltag zu entlasten. Während Eltern mit den Kindern Radfahren oder Joggen sind, kann eine Haushaltshilfe für Ordnung und Sauberkeit zu Hause sorgen. Hier lassen sich konkrete Hygieneregeln einfacher einhalten.

Oft übernehmen Mütter und Väter zusätzlich auch noch Einkäufe oder Besorgungen für die eigenen Eltern. Wenn es um die Unterstützung von älteren Familienangehörigen geht, können Seniorenbetreuer und Haushaltshilfen ebenfalls eine große Unterstützung sein. Betreut.de bietet bis zum 30. April kostenfreie Premium-Mitgliedschaften für ältere Menschen, ihre Familienangehörigen sowie Gesundheitspersonal an, um in dieser speziellen Situation zu unterstützen.

Über Care.com/Betreut.de:

Care.com steht in mehr als 20 Ländern zur Verfügung, in Deutschland als Betreut.de, und ist eine der weltweit führenden Plattformen für die Suche und Verwaltung qualitativ hochwertiger Betreuung. Care.com wurde entwickelt, um den sich entwickelnden Bedürfnissen heutiger Familien und Betreuer gerecht zu werden. Seit 2007 verlassen sich Familien auf die branchenführenden Produkte von Care.com – auf der Suche nach Kinder- und Seniorenbetreuung, Tierbetreuung sowie Hilfe in Haus und Garten. Care.com ist ein IAC-Unternehmen (NASDAQ: IAC).

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Foto: Care.com / ”Jessica Peterson / Getty Images”
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