Krippe, Kita & Co.
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Krippe, Tagesmutter, Kindergarten – vom richtigen Umgang mit Fremdbetreuung!

Fremdbetreuung

Über das Thema Fremdbetreuung gibt es viel zu lesen – in Zeitungen, Online-Portalen oder Blogs. Die grundsätzliche Haltung ist weitgehend klar: Es ist wichtig, die richtigen – und bezahlbare – Angebote zu schaffen und so optimale Lösungen für Kinder und Eltern zu bieten.

Krippe, Spielgruppen und Tagesmütter für die Kleinsten, der Kindergarten für die Altersklasse der Drei- bis Sechsjährigen, später dann auch noch ein Hort für die ersten Schuljahre.

Ein Aspekt, der in der Berichterstattung häufig nur eine untergeordnete Rolle spielt, sind Gefühle. Wie fühlt es sich an, das Kind in fremde Hände zu geben? Wie finde ich den richtigen Weg für mich und mein Kind?

Ein paar Gedanken und Ansätze dazu.

Welche Möglichkeiten der Fremdbetreuung gibt es?

Wann ein Kind zum ersten Mal außerhalb der Familie betreut wird, hängt natürlich immer von den Bedürfnissen und der Situation der Eltern ab. Lebt das Kind mit beiden Elternteilen zusammen? Bleibt ein Elternteil – oder beide – nach der Geburt zuhause, arbeiten Mutter und Vater und, wenn ja, wieviel?

Grundsätzlich gibt es folgende Möglichkeiten:

  • Krippe: In der Kinderkrippe werden Kinder betreut, die jünger als drei Jahre sind. Der sogenannte Betreuungsschlüssel ist in jedem Bundesland anders geregelt. Gängig sind Gruppengrößen von 6 bis 12 Kindern, es sollten nach Möglichkeit nicht mehr als drei bis vier Kinder auf jeden Erzieher kommen. Gerade bei den Kleinsten ist eine liebevolle Atmosphäre extrem wichtig.
  • Tagesmütter: Bei diesem Modell betreuen Privatpersonen Kinder bis drei Jahre (manchmal auch darüber hinaus) in ihren privaten Räumen, manchmal auch in extra angemieteten Räumen. Viele Eltern mögen diese Form der Betreuung, weil sie oft flexiblere Möglichkeiten bietet als eine klassische Krippe und die Kinder in einem familiären Rahmen betreut werden. Auch hier gibt es Unterschiede, wie viele Kinder eine Tagesmutter gleichzeitig betreuen darf. Es können bis zu fünf Kinder sein, dies ist aber abhängig vom Alter der Kinder. Bei Kindern unter 1,5 Jahren sind es z. B. oft nur 2 Kinder, die gleichzeitig betreut werden dürfen.
  • Spielgruppe: Eine Spielgruppe ist häufig die sanfte Variante der Kindergartenvorbereitung. Kinder ab ca. 2 Jahren werden hier gemeinsam betreut, in kleineren Gruppen bis etwa 10 Kindern. Manchmal von ausgebildeten Erziehern, je nachdem, wer die Spielgruppe anbietet. Das können Kirchengemeinden sein oder soziale Organisationen. Eine verlässliche Betreuung für arbeitende Eltern bieten sie meistens nicht, weil der Zeitraum zu kurz ist (manchmal nur an einem Vormittag in der Woche für 2 bis 3 Stunden).
  • Kindergarten/Kindertagesstätte: Der sogenannte Elementarbereich ist für Kinder ab 3 Jahren bis sie in die Schule kommen und jedes Kind hat einen Anspruch auf einen solchen Platz. Hier gibt es unterschiedliche Betreuungszeiten, je nach Bedarf der Eltern und Lage der Kita. In Großstädten gibt es teilweise auch einen 24-Stunden-Dienst, auf dem Land kann es schon problematisch sein, überhaupt eine Nachmittagsbetreuung zu bekommen. Die Gruppen umfassen oft 20 Kinder, die von 2 Erzieherinnen betreut werden. Kindergärten gibt es in den unterschiedlichsten Konzepten und Ausrichtungen.

Wie finde ich die richtige Betreuung für meine Kinder?

Eine Übersicht über die Angebote am Wohnort bieten oft die Gemeinden. Sie informieren auch über Kosten und Fördermöglichkeiten, die z. B. auch bei Tagesmüttern möglich sind.

Optimal ist natürlich, eine Kita, Krippe oder Tagesmutter zu finden, die perfekt auf die Bedürfnisse von Kind und Familie abgestimmt ist. Leider sieht die Realität an vielen Orten so aus, dass Eltern froh sein müssen, überhaupt einen Platz zu bekommen, weil die Nachfrage größer ist als das Angebot.

Zusätzlich zur Beratung bei Gemeinde oder Träger der Einrichtung, ist natürlich ein Gespräch mit der Kita oder Tagesmutter selbst wichtig, aber auch Empfehlungen und Erfahrungen von anderen Eltern können weiterhelfen.

Platz gefunden, was nun?

Ihr habt die Betreuungsvariante eurer Wahl gefunden, finanzielle und organisatorische Hürden gemeistert und nun steht der große Tag vor der Tür.

Nun gibt es Eltern, die sich einfach über den neuen Lebensabschnitt freuen, andere sind unsicher, ob sie den richtigen Schritt gehen. Ein bisschen mulmig ist wohl allen Eltern, bevor sie ihr Baby oder Kleinkind zum ersten Mal in fremde Hände geben.

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Gute Einrichtungen ermöglichen eine behutsame Eingewöhnungszeit. Am Anfang bleiben Mutter oder Vater beim Kind, nach und nach gehen sie dann für eine Weile nach draußen, bis das Kind sich so eingewöhnt hat, dass es gern in seiner neuen Welt bleibt. So die Optimal-Vorstellung.

Immer wieder gibt es aber auch Tränen oder Unsicherheiten auf beiden Seiten. Hier sind Vertrauen, Fingerspitzengefühl von beiden Seiten, lückenlose Kommunikation und einfühlsame Betreuungspersonen nötig.

Stimmt die Chemie zwischen Eltern und Einrichtung nicht, ist das für alle Seiten belastend und manchmal sogar ein Wechsel besser.

Wichtig sind die Kinder!

Wie auch immer ihr euch in Hinblick auf die sogenannte Fremdbetreuung entscheidet – wichtig ist das Wohl des Kindes. Fühlt es sich sicher und geborgen und geht gern in die Kita, die Krippe oder zur Tagesmutter, sind alle Seiten entspannt und glücklich.

Für manche Eltern ist hier tatsächlich die größte Aufgabe, loszulassen und auf das Kind sowie natürlich die Betreuungspersonen zu vertrauen.

Eine sehr persönliche und schöne Geschichte dazu hat uns Frau Lampenhügel erzählt, sie bloggt unter diesem Namen selbst über ihre kleine Familie auf frau-lampenhuegel.de und wir freuen uns sehr, dass sie auch für uns über ihre Gefühle und Erlebnisse zum Thema Fremdbetreuung geschrieben hat 🙂

Dieser Text ist unser Beitrag zur Blogparade vom Zwergenkinderstübchen zum Thema Kinderbetreuung.

Foto: London Scout / unsplash.com

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