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Schlafstörungen in der Schwangerschaft – was Du darüber wissen solltest

Schlafstörungen, Schlafprobleme
Gastbeitrag von Katharina Hahn

Gerade in der Schwangerschaft leiden viele Frauen unter Schlafproblemen. Dies kann unterschiedlichste Ursachen haben, sollte jedoch immer behandelt werden.

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Die Schlafprobleme können sich zu weiteren Beschwerden, wie Kreislaufproblemen, allgemeiner Schwäche, Migräne oder auch psychischen Erkrankungen entwickeln. Daher solltest Du diese immer behandeln und eventuell einen Arzt zu Rate ziehen. Besonders im 2. und 3. Trimester klagen werdende Mütter über zunehmende Schlafprobleme.

Was Du gegen Schlafstörungen in der Schwangerschaft tun kannst und warum Du gerade in der Schwangerschaft anfällig für Schlafprobleme bist, erfährst du hier!

Warum leidest Du gerade in der Schwangerschaft vermehrt unter Schlafstörungen?

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Meistens sind schwangere Frauen tagsüber müde, die zusätzliche körperliche, aber auch psychische Belastung zieht nicht spurlos an Deinem Körper vorbei. Ein kleiner täglicher Mittagsschlaf kann hier helfen. Allerdings solltest Du auf einen ausgedehnten Mittagsschlaf verzichten und nur einen kurzen Power-Nap machen.

Trotz der Müdigkeit fällt es vielen Frauen dann schwer, abends einzuschlafen.  Eine Ursache dafür kann das Syndrom der unruhigen Beine sein (Restless-Legs-Syndrom). Weitere Ursachen finden sich in der unruhigen Suche nach der richtigen Schlafposition, Bewegungen des Kindes oder psychische Belastungen. Die bevorstehende Geburt macht vielen nicht nur körperlich, sondern auch psychisch zu schaffen. Grübelnde Gedanken, die sich nicht abschalten lassen oder Stress können ebenso zu Schlafstörungen führen.

Auch der Blutdruck kann in der Schwangerschaft ansteigen. Dies, ebenso wie beispielsweise auch eine eintretende Schilddrüsenüberfunktion, können während der Schwangerschaft zu Schlaflosigkeit führen. Die “Vena-cava-Kompression” kann auftreten, wenn sich der Druck des Kindes auf die Blutgefäße auswirkt. Dadurch wachen Schwangere nachts auf und drehen sich meist reflexartig auf die Seite, was die Vene entlastet.

Schlafstörungen in den verschiedenen Trimestern der Schwangerschaft

Im ersten Schwangerschaftstrimester muss sich Dein Körper erst an die neue Situation gewöhnen. Tagsüber fühlst Du dich oft erschöpft. Dies ist völlig normal, schließlich wächst ein neues Leben in Deinem Bauch. Daran muss sich auch Dein Körper anpassen. Die Hormonumstellung führt zu Tagesmüdigkeit. Oft bist du am Anfang auch schlichtweg kraftlos, kannst aber nicht schlafen. Die aufregenden, neuen Gedanken an das neue Leben halten dich wach.

Im zweiten Trimester beginnt die Zeit, dass Du auch nachts auf die Toilette musst. Dadurch wirst du nachts häufiger wach. Außerdem beeinträchtigt Dich Dein wachsender Bauch zusehends. Wichtig ist hierbei, die richtige Schlafposition, am besten in Seitenlage, zu finden. Schwangerschaftskissen stellen hier eine große Stütze dar.

Die körperlichen Beeinträchtigungen aufgrund der zunehmenden Größe des Kindes halten Dich jedoch auch vor allem im dritten Trimester wach. Um Rücken- und Hüftschmerzen zu vermeiden ist die Schlafposition umso wichtiger. Auch die zunehmenden grübelnden Gedanken an die baldige Geburt halten viele Frauen wach. Versuche Meditationsübungen vor dem Zubettgehen durchzuführen und folge bestimmten Ritualen vor dem Schlafen, um Deinen Körper und Geist zu beruhigen.

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Was kannst Du dagegen tun?

Um Schlafstörungen in der Schwangerschaft zu vermeiden können Dir folgende Tipps helfen:

  • Verzichte am Abend auf schwere Mahlzeiten, iss und trink ausgewogen über den Tag
  • Achte auf eine gute Schlafhygiene (Schlafzimmertemperatur, Luftfeuchtigkeit im Schlafzimmer)
  • Nutze spezielle Schwangerschaftskissen, um Deine Wirbelsäule nachts optimal zu entlasten und die richtige Schlafposition zu finden
  • Yoga und Meditation am Abend können helfen, Gedanken abzuschalten und entspannter in den Schlaf zu gleiten aber auch Rücken- und Gelenkschmerzen vorbeugen
  • Schreibe Deine Gedanken auf und notiere Dir To-Dos für den nächsten Tag, um deinen Geist zu entlasten
  • Ausreichend Bewegung am Tag hilft ebenfalls, abends müde und entspannt ins Bett zu fallen. Leichte Spaziergänge oder Yoga eignen sich für werdende Mütter besonders gut

Die Autorin

Katharina HahnKatharina Hahn studiert Politikwissenschaften in Friedrichshafen. Während des Studiums hat sie mit zwei Nebenjobs gemerkt, wie sich zu wenig Schlaf auf Geist und Körper auswirken kann. Aus familiären Gründen hat sie das Thema Schlaf schon früh als wichtig erkannt und sich intensiv mit dem Thema auseinandergesetzt. Ihr ist es wichtig dieses Wissen weiterzugeben, um zu einem gesünderen Schlaf beizutragen.

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