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Schwangerschaftsbeschwerden – 8 typische Leiden

Schwangerschaftsbeschwerden

In der Schwangerschaft freuen sich Frauen sehr auf ihr Kind. Die Freude wird allerdings oft von allerlei Schwangerschaftsbeschwerden getrübt, die das tägliche Leben werdender Mütter beschwerlich machen.

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Angefangen von lästigem Brustspannen bis hin zu Hämorrhoiden – die Liste ist lang.

Unangenehmes Brustspannen

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Oft als erste Zeichen in der Frühschwangerschaft gelten das starke Ziehen und Spannen in den Brüsten, das durch die hormonelle Umstellung entsteht. Die meisten Frauen haben diese Symptome aber nur im ersten Drittel der Schwangerschaft, später sie in den meisten Fällen wieder nach.

Für die erste Zeit können Frauen durch einen gutsitzenden BH ihre Schmerzen lindern. Dieser sollte möglichst aus weichem, flexiblem Material bestehen und die Brust gut stützen, aber nicht einengen. Auch eine sanfte Massage mit Öl, ein warmes Bad oder warme Umschläge können hilfreich sein.

Sodbrennen

Sodbrennen ist ebenfalls eine mögliche Begleiterscheinung in der Schwangerschaft. Zu viel Magensäure steigt dabei in die Speiseröhre hinauf, ein brennender Schmerz ist oft ganz typisch. Zum Ende der Schwangerschaft kann sich das Sodbrennen noch mal deutlich verstärken, da dann das Baby von unten Druck auf den Magen ausübt und den Schließmuskel zwischen Speiseröhre und Magen schwächt.

Sodbrennen lässt sich lindern, wen statt großer Hauptmahlzeiten auf mehrere kleine Mahlzeiten umgestiegen wird. Langsam essen und gut kauen sowie mit erhöhtem Oberkörper schlafen sorgt ebenfalls für Linderung bei Sodbrennen in der Schwangerschaft.

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Verstopfung

Die Darmmuskulatur arbeitet in der Schwangerschaft durch die Hormone nicht wie gewohnt. Hinzu kommen die geringere körperliche Aktivität und das Wachstum des Kindes. Verstopfungen können daher die Folge sein.

Zwei bis drei Liter Wasser oder Kräutertee am Tag regen die Verdauung an. Die Speisen sollten möglichst viele Ballaststoffe enthalten. Ebenfalls zu empfehlen bei Verstopfung sind Trockenfrüchte, die den Darm natürlich in Schwung bringen.

Hämorrhoiden

Typisch für dieses Leiden sind Blutungen und Reizungen am After durch die vergrößerten oder entzündeten Hämorrhoiden (Krampfadern im Darm). Sie entstehen bereits in der Schwangerschaft, wenn die Gebärmutter stark auf die Beckenvenen drückt. Die Gefäßwände der Venen erweitern sich, Hämorrhoiden werden dann oft auch von außen sichtbar. Verschlimmert werden diese oft noch zusätzlich durch das starke Pressen während der Geburt.

Hilfreich bei Hämorrhoiden sind spezielle Sitzbäder oder Salben, alternativ hilft das Veröden der Krampfadern oder die Entfernung durch Gummibandligatur.

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Wassereinlagerungen

Nicht immer hat das erhöhte Gewicht in der Schwangerschaft mit dem Speck auf den Hüften zu tun. Oftmals lagern Frauen vermehrt Wasser ein, wenn sie schwanger sind. Venen werden durch den Einfluss der Hormone durchlässiger, sodass mehr Flüssigkeit austritt und sich im Gewebe ansammelt. Wassereinlagerungen (auch Ödeme genannt) sammeln sich dabei oftmals in den Beinen, können aber auch anderen Stellen auftreten.

Was dagegen hilft, ist viel Bewegung, Wechselduschen oder das Hochlegen der Beine.

Thrombose

Schwangere und Frauen nach der Geburt haben aufgrund der zahlreichen Veränderungen im Körper, aber auch durch den Druck auf die Venen im Bauchraum, ein deutlich erhöhtes Thromboserisiko. Besonders die Bein- und Beckenvenen sind davon betroffen.

Damit sich keine Blutgerinnsel bilden, ist es wichtig, auch im letzten Drittel der Schwangerschaft die Bewegung nicht zu kurz kommen zu lassen. Nach der Geburt lange liegen ist ebenfalls nicht mehr zeitgemäß. Heute stehen Frauen nach der Geburt schnell wieder auf, um das Risiko einer Thrombose zu reduzieren. Kompressionsstrümpfe können helfen, die Beinvenen zu unterstützen.

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Haarausfall

Viele Frauen verlieren mehr Haare, wenn sie schwanger sind. Vor allem nach der Geburt fallen sie oft büschelweise aus. Das ist in den meisten Fällen kein Problem, sondern nur eine Folge der starken Hormonumstellung, eventuell steckt auch ein Vitaminmangel dahinter.

Mit etwas Geduld und ein paar zusätzlichen Vitaminen bekommen die meisten Frauen ihr alte Haarpracht schnell wieder zurück.

Bluthochdruck und Präeklampsie

Ab einem Wert von 140/90 mmHg spricht man von einem erhöhten Blutdruck. Der schwangerschaftsbedingte Bluthochdruck ist in der Regel nur von kurzer Zeit und reguliert sich nach der Geburt wieder von selbst.

Vorsicht ist geboten, wenn es zusätzlich noch zu einer verstärkten Eiweißausscheidung im Urin kommt und die Frau sehr schnell an Gewicht zunimmt. Hierbei spricht man von einer Präeklampsie, die zu Komplikationen bei der Mutter, aber auch beim Kind führen kann.

Je nach Schweregrad kann die vorzeitige Entbindung notwendig sein. In leichten Fällen und unter engmaschigen Kontrollen von Blutdruck und Urin lässt sich die Schwangerschaft aber oft ganz normal beenden.

Fazit

Es gibt viele verschiedene Schwangerschaftsbeschwerden, die Frauen treffen können.

Wer bei sich ungewöhnliche Symptome feststellt, sollte daher immer zur Sicherheit den Gynäkologen um Rat fragen.

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